Mein erstes Casatiello Napoletano: Ein Rezept von Herz und Tradition
Wenn man vom Casatiello Napoletano spricht, geht es um Tradition, Familie und vor allem ums Teilen. Da ich kein Familienrezept geerbt habe, habe ich das gemacht, was man immer tut, wenn man etwas Authentisches lernen will: Ich habe neapolitanische Freunde um Hilfe gebeten! Und wie es der echten neapolitanischen Tradition entspricht, haben sie mir mit ihrer grenzenlosen Großzügigkeit nicht nur ihr Hausrezept geschickt, sondern mich auch Schritt für Schritt mit viel Leidenschaft angeleitet.
Das Ergebnis? Ein weiches und geschmackvolles Casatiello mit authentischem Geschmack. Natürlich gibt es bei der Ausführung noch Luft nach oben (zum Beispiel habe ich entdeckt, dass die Salamistücke kleiner geschnitten und besser verteilt werden sollten), aber da dies nur das erste von vielen ist, werde ich es zusammen mit euch perfektionieren. Übrigens ist es schon verputzt, also werde ich es bald wieder backen müssen!
Ein wichtiger Hinweis betrifft eine Grundzutat des Casatiello: die Sugna. Das Originalrezept sieht deren Verwendung vor, aber da ich sie nicht beschaffen konnte, habe ich sie durch Schmalz ersetzt. Ich weiß, dass Sugna einen einzigartigen Geschmack und eine spezielle Konsistenz verleiht, deshalb werde ich beim nächsten Mal versuchen, sie zu finden, um die möglichst authentische Version zu probieren.
Bevor ich euch das Rezept verrate, erinnere ich an weitere Ideen für Ostern.
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Mittel
- Ruhezeit: 5 Stunden
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 45 Minuten
- Portionen: 12
- Kochmethoden: Backofen, Elektrobackofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ostermontag, Ostern
- Leistung 695,74 (Kcal)
- Kohlenhydrate 37,42 (g) davon Zucker 1,54 (g)
- Proteine 30,36 (g)
- Fett 47,61 (g) davon gesättigt 18,35 (g)davon ungesättigt 27,27 (g)
- Fasern 1,30 (g)
- Natrium 1.933,62 (mg)
Richtwerte für eine Portion von 210 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.
* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov
Zutaten
- 500 g Mehl Tipo 00
- 100 g Mehl Typ 1
- 370 g Wasser
- 5 g frische Hefe
- 70 g Schmalz (Sugna im Originalrezept)
- 15 g Salz
- 800 g Salami (oder gemischte Wurstwaren)
- 200 g Schmalz (Sugna im Originalrezept)
- 6 hartgekochte Eier
- 50 g geriebener Parmesan
- 50 g Pecorino (gerieben)
- nach Bedarf Pfeffer
- 3 Eier
Werkzeuge
- 1 Pralinenform
- 1 Küchenmaschine
Zubereitung
🔹 Traditionelle Methode: Man beginnt mit einem Mehlbrunnen, legt die Zutaten in die Mitte und knetet den Teig von Hand.
🔹 Schnelle Methode: Verwende die Küchenmaschine mit Knethaken für einen weichen, gut entwickelten Teig.
Gib den Teig in einen leicht geölten Behälter, mache ein paar Dehn- und Faltbewegungen mit den Händen und forme eine Kugel. Decke ihn ab und lass ihn an einem warmen Ort etwa 3 Stunden gehen, bis er schön aufgegangen ist, genau wie auf dem Foto!
Nach dem Gehen den Teig auf eine leicht bemehlte Fläche geben, eine kleine Teigkugel abnehmen und beiseitestellen.
Forme mit den Händen und einem Nudelholz ein rechteckiges Stück Teig.
Erwärme das Schmalz leicht, damit es sich leichter verstreichen lässt (vertrau mir, das erleichtert die Arbeit! 😉).
Verteile es gleichmäßig auf der gesamten Oberfläche, am besten mit den Händen.
Schneide die Wurstwaren und die hartgekochten Eier in Stücke.
Bestreue das rechteckige Teigstück mit geriebenem Parmesan und Pecorino.
Füge die Wurstwaren, die Eier und etwas Pfeffer hinzu: Verteile alles gleichmäßig über die Oberfläche.
Rolle den Teig mit den Händen vorsichtig zu einer gut verschlossenen Rolle zusammen.
Fette die Kranzform großzügig mit Schmalz ein und lege dann die Rolle vorsichtig hinein, indem du die Enden miteinander verbindest. Platziere die offene Seite nach unten, damit sie schön verschlossen ist.
Setze die 3 ganzen Eier auf die Oberfläche des Casatiello und nutze das zuvor beiseitegelegte Teigstück, um gekreuzte Streifen über die Eier zu formen.
Decke den Teig ab und lass ihn weitere 1 Stunde und 30 Minuten an einem warmen Ort gehen.
Pinsel die Oberfläche mit etwas Schmalz für eine perfekte Bräunung und backe dann bei 180°C für etwa 45 Minuten.
HINWEISE
Nehmt euch Zeit: Die Gehzeit ist entscheidend, um einen weichen und schön aufgegangenen Casatiello zu erhalten. Lasst den Teig die richtige Zeit ruhen, und ihr werdet das Ergebnis sehen!
Wenn ihr die Eier auf der Oberfläche platziert, vergesst nicht, die Teigstreifen zu formen – das macht das Ergebnis optisch noch eindrucksvoller!
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FAQ (Fragen und Antworten)
Kann ich den Casatiello im Voraus zubereiten?
Ja, du kannst den Casatiello im Voraus zubereiten! Nachdem du ihn gebacken hast, lass ihn vollständig abkühlen, bewahre ihn dann in einem luftdichten Behälter auf oder wickele ihn gut in Frischhaltefolie. Er hält sich 2–3 Tage gut. Du kannst ihn auch nach dem Abkühlen einfrieren, maximal 2 Monate. Beim Wiederverwenden erwärme ihn 10–15 Minuten im Ofen, damit er wieder weich wird.
Worin besteht der Unterschied zwischen Sugna und Schmalz?
Kurz gesagt liegt der Hauptunterschied im Fetttyp und im Herstellungsprozess. Sugna ist weniger raffiniert und geschmacksintensiver, während Schmalz feiner verarbeitet ist und eine gleichmäßigere Konsistenz hat.

