Spaghetti all’Assassina: das „Verbrechen“ aus Bari, das das Herz (und den Gaumen) meines Mannes erobert hat. Ein intensives und entschlossenes Hauptgericht, perfekt für ein Mittagessen in Gesellschaft oder ein würziges Abendessen zu zweit.
Es gibt Geschmäcker, die deinen Urlaub und deine Kochgewohnheiten verändern. Nachdem ich sie vor ein paar Jahren auf einer Reise in Apulien entdeckt habe, sind die Spaghetti all’Assassina das Lieblingshauptgericht meines Mannes geworden.
Aber was ist so besonders an diesem Gericht? Knusprig, angebrannt und gefährlich gut, ist die Assassina ein Rezept, das jedes Dogma der italienischen Küche bricht. Entstanden in den 1960er Jahren, sind diese Spaghetti nicht einfach nur Tomatennudeln, sondern ein extremes Erlebnis von Geschmäckern und Konsistenzen.
Der Name ist Programm: Man sagt, dass die ersten Gäste, überwältigt von der extremen Schärfe, den Koch als Mörder bezeichneten. Aber auch technisch ist es ein „Mord“: Die Pasta wird roh in die Pfanne geworfen und „misshandelt“, bis sie verbrennt und eine unwiderstehliche Kruste bildet.
Vergesst das klassische Kochen: Die Spaghetti all’Assassina werden direkt in der Pfanne (am besten aus Eisen) gegart. Die Spaghetti müssen im Öl, Knoblauch und Chili zusammen mit dem Tomatenpüree angebraten werden, um dann durch schrittweises Hinzufügen einer konzentrierten roten Tomatenbrühe gar zu werden, ganz wie bei einem Risotto.
Was meint ihr? Wollt ihr sie ausprobieren und euch von diesem „Verbrechen“ der Köstlichkeit erobern lassen?
Sehen wir uns zusammen an, wie man das Rezept der Spaghetti all’Assassina zubereitet. Bereitet die Zutaten vor und los geht’s!
Und wenn ihr sie ausprobiert, vergesst nicht, mir in den Kommentaren auf meiner Facebook-Seite HIER Bescheid zu geben. Wenn ihr möchtet, gebt der Seite ein Gefällt mir : das würde mich wirklich glücklich machen. Ich freue mich auf euch.
Gabriella
Andere leckere Rezepte, die man ausprobieren sollte:
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Preiswert
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Portionen: 2
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Alle Jahreszeiten
Zutaten
- 200 g Spaghetti
- 150 ml Tomatenpüree
- 1 1/2 Esslöffel Tomatenmark (reichlich)
- 1 Zehe Knoblauch (oder 2)
- nach Bedarf Chili (reichlich)
- 50 ml natives Olivenöl extra (oder 60 – unerlässlich für die Kruste)
- 1 l Wasser
- nach Bedarf Salz
Werkzeuge
- 1 Kochtopf
- 1 Pfanne
- 1 Zange
Schritte
In einem kleinen Topf den Tomatenmark im kochenden Wasser auflösen. Mit Salz abschmecken: Es sollte eine intensive und würzige rote Brühe entstehen, die stets warm gehalten wird.
In einer Pfanne (am besten aus Eisen oder Stahl) reichlich natives Olivenöl extra mit Knoblauch und Chili (reichlich) erhitzen. Sobald der Knoblauch goldbraun ist, das Tomatenpüree hinzufügen. Reduzieren lassen, bis es dunkel wird und das Öl lebhaft sprudelt.
Mangels einer Eisenpfanne habe ich eine gewöhnliche Antihaftpfanne verwendet. Das Ergebnis war dennoch köstlich, auch wenn der angebrannte Effekt weniger ausgeprägt war als beim Original. Für diesen extremen Kontrast ist Eisen definitiv die beste Wahl!
Platzieren Sie die rohen Spaghetti direkt in der Pfanne. Mit einer Zange bewegen Sie sie vorsichtig, damit sie gut mit Sauce und Öl bedeckt sind. Lassen Sie sie ein paar Minuten stehen: Sie müssen anfangen zu „braten“ und zu rösten, sodass die ersten angebrannten Stellen entstehen.
Zu diesem Zeitpunkt ein paar Schöpflöffel der heißen Tomatenbrühe hinzufügen.
Goldene Regel: nicht umrühren! Warten Sie, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist und die Pasta wieder auf dem Boden brutzelt. Erst dann mehr Brühe hinzufügen. Fahren Sie so fort bis die Pasta gar ist, das dauert etwa 10-12 Minuten.
In den letzten Sekunden die Hitze leicht erhöhen und die Pasta ein wenig am Boden anhaften lassen. Wenn Sie das typische Geräusch des kräftigen Bratens hören und die Spaghetti in eine dichte, dunkle Sauce gehüllt sind, ist die Assassina bereit! Guten Appetit!
Bis zum nächsten Rezept
Aufbewahrung
Sie können die Spaghetti all’assassina im Kühlschrank maximal 2 Tage aufbewahren, luftdicht verschlossen.
Wie man sie aufwärmt: Vermeiden Sie unbedingt die Mikrowelle, die sie matschig machen würde. Der beste Weg ist, sie in der Pfanne mit etwas Öl bei hoher Hitze für ein paar Minuten aufzuwärmen.
Tipps und Tricks
– Die Wahl der Spaghetti: Verwenden Sie hochwertige Hartweizengrießspaghetti (vielleicht bronzefarben). Zu dünne oder stärkearme Spaghetti neigen dazu, beim Rösten in der Pfanne zu zerbrechen.
– Die richtige Pfanne: Wie ich bereits sagte, habe ich eine Antihaftpfanne verwendet, da ich keine Eisenpfanne hatte. Wenn Sie in der gleichen Situation sind, haben Sie Geduld: Lassen Sie die Pasta ein paar Minuten länger auf dem Boden, bevor Sie die Brühe hinzufügen. Sie werden nicht das typische „verkohlte“ Schwarz von Bari erhalten, aber der Geschmack wird trotzdem unglaublich sein.
– Die Brühe muss kochen: Halten Sie die Tomatenbrühe immer auf niedrigster Stufe. Wenn Sie sie lauwarm hinzufügen, stoppen Sie das Garen der Pasta und die Knusprigkeit wird verloren gehen!
– Der Chili: Die echte Assassina muss scharf sein, aber wenn Sie es nicht gewohnt sind, beginnen Sie mit wenig. Sie können am Ende immer noch etwas Chiliöl roh hinzufügen.
– Es braucht Geduld: Drehen Sie sie nicht zu früh. Lassen Sie den Boden gut rösten, bevor Sie den nächsten Schöpflöffel Brühe hinzufügen.
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FAQ (Häufig gestellte Fragen)
Kann ich Vollkorn- oder glutenfreie Spaghetti verwenden?
Theoretisch ja, aber Vorsicht: Vollkornspaghetti haben einen sehr gerösteten Geschmack, der den Tomatengeschmack überdecken könnte, während glutenfreie Spaghetti dazu neigen, beim „trockenen Rösten“ leichter zu brechen. Wenn Sie sie verwenden, seien Sie besonders vorsichtig beim Bewegen in der Pfanne.
Ich habe nur eine Antihaftpfanne, soll ich es aufgeben?
Auf keinen Fall! Wie ich bereits erwähnte, habe ich selbst eine Antihaftpfanne verwendet. Die Kruste wird weniger sichtbar und weniger „schwarz“ sein, aber der Geschmack des risottierten Kochens im Tomatenpüree bleibt trotzdem ein Erlebnis, das sich lohnt.

