Ricciarelli aus Siena, originales Rezept. Unter all den Weihnachtsgebäcken, zwischen Panettone, Pandoro, Pandolce, weichem hausgemachtem Torrone, Zelten und vielem mehr dürfen die Ricciarelli aus Siena mit Mandeln auf keinen Fall fehlen. Die Ricciarelli sind köstliche Süßigkeiten aus Mandelmehl, deren Rezept mich an die ebenso berühmten Paste di Mandorla aus Sizilien erinnert. Sie sind ein typisches Festtagsgebäck, das in ganz Italien bekannt ist. Ich habe sie zum ersten Mal in der Toskana, ihrer Heimat, zusammen mit dem Panforte di Siena vor einigen Jahren probiert und mich sofort verliebt. Habt ihr sie schon mal probiert?
Die Herkunft der Ricciarelli aus Siena ist nicht ganz klar. Sicher ist, dass sie von den Marzipan- oder Marzipanstücken aus Siena abstammen, die bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannt sind. In Siena wurde Marzipan aus dem Orient eingeführt, und einige Quellen besagen, dass das Wort vom arabischen Begriff mauthban stammen könnte, dem typischen Behälter für Marzipanstückchen. Das genaue Entstehungsdatum der Ricciarelli ist nicht bekannt, man glaubt jedoch, dass sie eine Weiterentwicklung des orientalischen Marzipans sind und dass der Name „ricciarello“ von den gekräuselten Schuhspitzen jener Völker herrührt. Heute sind sie ein typisches Festtagsgebäck, das in ganz Italien bekannt ist. Ich habe sie zum ersten Mal in der Toskana zusammen mit dem Panforte di Siena gegessen und mich verliebt. Habt ihr sie schon probiert?
Jetzt geht’s in die Küche: Ich empfehle euch, die Ricciarelli mit mir zuzubereiten und mit euren Lieben am Festtagstisch zu teilen — ihr werdet damit bestimmt Eindruck machen! Bevor wir loslegen, erinnere ich euch: Wenn ihr über alle meine Rezepte auf dem Laufenden bleiben wollt, könnt ihr meine Facebook-Seite (hier) und mein Instagram-Profil (hier) folgen.
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- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 12 Stunden
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Portionen: ca. 25 Stück
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
Zutaten für Ricciarelli aus Siena
- 350 g Mandeln
- 250 g Puderzucker
- 30 g Wasser
- 20 g Maisstärke (Maizena)
- 1 Päckchen Vanillin
- 60 g Eiweiß
- nach Belieben Orangenschale
- 1 1/2 Teelöffel Backpulver
Utensilien zur Herstellung der Ricciarelli aus Siena
- Backpapier
- Backofen
- Backblech
- Schüssel
- Topf
So macht man Ricciarelli mit Mandeln aus Siena
Um Ricciarelli aus Siena zuzubereiten, kauft am besten Mandeln mit Haut: Sie sind aromatischer und schmecken besser.
Am Abend vor der Zubereitung die Mandeln für ein paar Minuten in kochendem Wasser einweichen, abgießen, etwas abkühlen lassen und häuten.
Lasst die Mandeln über Nacht an der Luft trocknen (oder 15 Minuten bei 90°C) und hackt sie anschließend sehr fein.
Bereitet oder kauft Puderzucker; wichtig ist, dass er rein ist und keine Stärke oder Zusätze enthält.
In einem kleinen Topf mischt ihr Wasser mit 100 g Zucker und lasst es unter ständigem Rühren langsam aufkochen.
Vermischt den restlichen Zucker mit den fein gehackten Mandeln.
Wenn der Sirup klar ist, gebt ihn zu den Mandeln hinzu. Fügt Vanillin oder Vanilleessenz, ein paar Tropfen Mandelaroma, abgeriebene Orangenschale (oder fein gehackte kandierte Früchte) und 40 g Eiweiß hinzu.
Knetet alles und prüft die Konsistenz. Ist die Masse zu fest und trocken, gebt noch einen Esslöffel Eiweiß dazu, aber nicht übertreiben.
Formt einen homogenen Teigklumpen und lasst ihn 12 Stunden bei Raumtemperatur ruhen (im Sommer im Kühlschrank).
Nach der Ruhezeit schneidet ihr Oblatenblättchen so zurecht, dass sie die passenden „Blätter“ ergeben.
Gebt das Backpulver zum Mandelteig, knetet es ein und formt eine Rolle mit etwa 5 cm Durchmesser.
Schneidet die Rolle in Scheiben von knapp 1 cm Dicke.
Formt aus den Scheiben die typische Ricciarello-Form, legt eine Oblate darauf und versucht, diese mit dem Keks anzugleichen.
Legt die Ricciarelli auf ein Backblech mit der Oblate nach unten und bestreut sie großzügig mit Puderzucker.
Verschiebt die Kekse vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech und backt sie im statischen Ofen bei 160°C für etwa zehn Minuten oder bis die typischen Risse auf der Oberfläche entstehen und die Ränder leicht Farbe annehmen.
Nehmt sie heraus und lasst sie vor dem weiteren Transport abkühlen.
Bewahrt die Kekse bei Raumtemperatur in einem luftdichten Behälter auf; sie bleiben lange gut, werden jedoch nach und nach etwas fester.
Wenn ihr Oblaten zum Kaufen sucht: Ich habe diese Packung hier genommen: Oblaten für Torrone.
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