Originalrezept Panpepato di Terni. Der Panpepato di Terni ist eines jener Weihnachtsgebäcke, typisch für Umbrien und insbesondere für die Stadt Terni, und er macht unser Festtagsmenü zu Weihnachten und Silvester originell und besonders – zusammen mit Panettone, Pandoro, Pandolce, hausgemachtem weichen Torrone, Zelten, genuesischem Pandolce und vielem mehr. Der Panpepato ist eines der ältesten und verführerischsten Süßgebäcke der italienischen Tradition, eine Mischung aus Gewürzen, Trockenfrüchten und intensiven Aromen, deren Ursprung bis ins Mittelalter zurückreicht. Das Panpepato-Rezept variiert von Region zu Region; im Laufe der Zeit sind drei Haupttypen des Panpepato entstanden, jeweils mit klaren Merkmalen: der toskanische Panpepato, der ferrareser Panpepato und der Panpepato von Terni.
Der toskanische Panpepato, oft mit Panforte assoziiert, ist reich an Honig, Mandeln und kandierter Orange, hat eine kompakte und leicht weiche Konsistenz; der Geschmack ist ausgewogen und weniger würzig als andere Versionen. Es ist ein Gebäck, das an den gastronomischen Reichtum von Siena erinnert, gemeinsam mit Cantucci und Ricciarelli und den mittelalterlichen Städten der Toskana, wo Zucker und Gewürze wertvolle Waren waren.
Der ferrareser Panpepato, gekennzeichnet durch eine Schokoladenglasur und einen sehr dunklen Teig durch Kakao, ist auch als „pampepato“ bekannt. Sein Geschmack ist kräftiger, mit bitteren und würzigen Noten, die ihn einzigartig machen.
Der wahre Protagonist unserer Rezeptur ist jedoch der Panpepato von Terni, berühmt für den Reichtum seiner Zutaten: Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, kandierter Zedrat, kandierte Orange, Rosinen, Kakao, Pfeffer, Kaffee, Zimt und vor allem Honig und Vino cotto, die alle Zutaten miteinander verbinden und den Teig kompakt und aromatisch machen. Die Anwesenheit von Pfeffer und Gewürzen, wovon der Name Panpepato herrührt, ist besonders deutlich und verleiht der Spezialität aus Terni eine warme und umhüllende Schlussnote, die wir alle mit den Festtagen und Saisonrezepten verbinden.
Der umbrische Panpepato, Symbol der Stadt Terni, wird noch heute nach in den Familien überlieferten Rezepten zubereitet. Jedes Haus bewahrt seine eigene Version, doch das Wesentliche bleibt gleich: ein kräftiges, reichhaltiges, energiespendendes Gebäck, das die Geschichte einer ehrlichen und fleißigen Region erzählt. Der Panpepato von Terni ist nicht nur ein Weihnachtsgebäck, sondern ein gastronomisches Erbe, das Tradition, Identität und Leidenschaft repräsentiert. Seid ihr bereit, ihn mit mir zuzubereiten? Dann ab in die Küche, aber bevor wir das Rezept entdecken, erinnere ich euch daran, dass ihr, wenn ihr über alle meine Rezepte informiert bleiben wollt, meine Facebook-Seite (hier) und mein Instagram-Profil (hier) folgen könnt.
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- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Mittel
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Portionen: 3 Stück
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Weihnachten, Silvester
Zutaten für den Panpepato von Terni
- 200 g Zartbitterschokolade
- 100 g Walnusskerne
- 200 g Mandeln
- 100 ml Vino cotto (oder anderer Honig)
- 75 g Mehl Typ 00
- 75 g Honig (Blütenhonig (Millefiori))
- 2 Espressotassen Kaffee (Espresso oder Mokka)
- 25 g Pinienkerne
- 60 g kandierter Zedrat (oder Orange und Mandarine)
- 50 g Rosinen
- 1 Esslöffel ungesüßtes Kakaopulver
- 1 Teelöffel Zimtpulver
- 1/4 Teelöffel Muskatnuss (gerieben)
- 1/4 Teelöffel schwarzer Pfeffer
- 1 Schnapsglas Likörwein (oder Brandy)
- nach Belieben Orangenschale (gerieben)
Werkzeuge
- Schüssel
- Backblech
- Backofen
Zubereitung des Panpepato
Die Mengenangaben für den Panpepato von Terni, wie bei vielen traditionellen Rezepten, sind nie absolut genau. Jede Familie passt das Rezept an ihren Geschmack an: Manche mögen keine kandierten Früchte und verwenden sie nicht, manche geben mehr oder weniger Kaffee hinzu, manche verwenden nur eine Prise Pfeffer, andere gar keinen, und wieder andere bereiten ihn ganz nach Gefühl ohne zu wiegen zu. Heute gebe ich euch aus Praktikabilitätsgründen Gewichtsangaben.
Für den Panpepato die Haselnüsse im vorgeheizten Ofen bei 170° kurz rösten (im Handel sind sie oft bereits geröstet), die Mandeln etwa 10 Minuten und die Pinienkerne nur 1–2 Minuten, da sie sehr schnell verbrennen.
Die Walnusskerne grob hacken und in eine Schüssel geben. Die Rosinen 10 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen und ausdrücken. Gebt die kandierten Früchte, das Mehl, den Kakao, die gerösteten Nüsse und die Gewürze sowie die abgeriebene Orangenschale dazu und vermischt alles.
Gießt den Kaffee in einen kleinen Topf, gebt die Schokolade hinzu und lasst sie bei sehr niedriger Hitze unter ständigem Rühren schmelzen. Fügt den Likör oder Brandy, den Honig und den Vino cotto (oder alternativ weiteren Honig) hinzu.
Gießt diese Mischung über die restlichen Zutaten und vermengt alles gut. Lasst die Masse 30 Minuten bis über Nacht abgedeckt mit Frischhaltefolie ruhen; ein längeres Ruhen ist nicht zwingend nötig, aber je länger die Ruhezeit, desto aromatischer wird der Panpepato. Nach der Ruhezeit formt ihr mit leicht geölten Händen oder – besser – mit Handschuhen 3 oder 4 Panpepati.
Wer es eilig hat, formt die Stücke mit einer leicht geölten kleinen Schale: Füllt die Schale mit der Masse, drückt fest, begradigt und stürzt die Portion auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Backt die Panpepati im statischen Ofen bei 180°C für etwa 15 Minuten und lasst sie im ausgeschalteten Ofen auskühlen. Nicht zu lange backen, sonst werden sie zu trocken; bedenkt außerdem, dass der Panpepato beim Auskühlen fester wird und Trockenfrüchte im Ofen zum Verbrennen neigen können.
Unsere Panpepati sind fertig zum Genießen oder Verschenken.
Aufbewahrungshinweise und Tipps
Der Panpepato bleibt gut verschlossen in einem luftdichten Behälter oder in einer geeigneten Tüte mehrere Monate haltbar und wird in Scheiben geschnitten auf einer weihnachtlichen Platte serviert.
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