Iris aus Catania mit Schokoladencreme, ein weiteres Rezept der großen sizilianischen Küche und der Omas Rezepte, das zusammen mit den Iris mit weißer Creme, den Catanesischen Ricotta-Raviole und der frittierten Iris aus Palermo sowie weiteren Spezialitäten die sizilianische Rosticceria in ihrer süßen Form bereichert.
Aber sprechen wir von den Catania-Iris mit Schokolade, die sich von denen mit weißer Creme unterscheiden, genauso wie die süßen Panzerotti aus Catania mit weißer Creme und die mit Kakao. Die beiden Rezepte sind nämlich in der Basis sehr ähnlich, unterscheiden sich aber in der Füllung: die erste mit Schokoladencreme und die zweite mit Puddingcreme, allerdings mit wenigen Eiern.
Wie ich oben bereits erwähnte, gibt es zwei verschiedene Arten von Iris: eine, die mit der kulinarischen Tradition Palermos verbunden ist, und eine, die aus der Tradition von Catania stammt. Während die palermitanischen Iris mit Ricotta gefüllt und aus Brioche-Teig zubereitet werden, werden die catanesischen Iris, ärmer und rustikaler, aber genauso lecker, mit Milchbrötchen und der Creme zubereitet.
Es handelt sich also um einfache, preiswerte Süßspeisen, ursprünglich entstanden, um übrig gebliebenes Weißbrot oder etwas zu trockene Brioche zu verwerten: außen eine knusprige, paniert-frittierte Kruste und innen eine köstliche, reichhaltige Füllung.
Wenn ihr bereit und neugierig seid, folgt mir in die Küche, um die Iris mit Schokolade zuzubereiten. Bevor wir aber loslegen, erinnere ich euch daran, dass ihr, wenn ihr über alle meine Rezepte informiert bleiben wollt, meine Facebook-Seite und mein Instagram-Profil folgen könnt.
Schau dir auch diese sizilianischen Rezepte an:
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 3 Stunden 30 Minuten
- Portionen: 14-16 kleine Iris
- Kochmethoden: Frittieren
- Küche: Italienisch
Zutaten
- 500 g Weizenmehl (Tipo 0)
- 325 g Milch
- 80 g Schmalz (Strutto)
- 60 g Zucker
- 12 g Salz
- 3.5 g Trockenhefe (oder 12 g frische Hefe)
- 500 g Milch
- 1 Ei
- 150 g Zucker
- 80 g Weizenmehl (Tipo 00)
- 200 g Zartbitterschokolade
- 1 Päckchen Vanillin (oder ein Teelöffel Vanilleessenz)
- 30 g Milch (nur wenn nötig, um die Konsistenz anzupassen)
- nach Bedarf Zitronenschale (oder Orange)
- 150 g Weizenmehl (Tipo 00)
- 300 g Wasser
- 200 g Semmelbrösel
- nach Bedarf Pflanzenöl
Küchengeräte
- Topf
- Schneebesen
- Pfanne zum Frittieren, mit hohem Rand
- Schüssel groß
- Schaumlöffel
- Ofen
- Schere
Zubereitung
Als Erstes müsst ihr die Milchbrötchen zubereiten, aber ihr könnt sie natürlich auch fertig kaufen.
Wenn ihr sie selbst machen wollt, findet ihr die REZEPT HIER mit Schritt-für-Schritt-Fotos.
Bereitet alle Zutaten vor, gebt das Mehl in die Schüssel, fügt die Milch hinzu und löst die Hefe darin auf, knetet grob und fügt dann die restlichen Zutaten hinzu. Knetet in der Schüssel etwa zehn Minuten, bis ein geformter, ziemlich glatter Teig entsteht – durch das Ruhen verbessert sich das Klebergerüst. Stellt die Schüssel in den Ofen mit eingeschalteter Lampe (die Temperatur im Ofen erreicht so etwa 26°C und unterstützt die Gare) für eine Stunde oder bis der Teig sich verdoppelt hat.
Ist die Gare erreicht, stürzt den Teig auf die Arbeitsfläche, knetet ihn noch ein paar Minuten und portioniert viele Brötchen à ca. 60 g (es sei denn, ihr braucht größere Brötchen).
Formt viele Teigbällchen und lasst sie erneut bis zur Verdopplung gehen.
Heizt dann den Ofen auf 180°C im Ober-/Unterhitze-Modus vor, bestreicht die Brötchen mit Milch und schiebt sie in den Ofen. Nach ein paar Minuten auf 160°C reduzieren; bei gutem Trieb reißen sie dann nicht auf und gehen schön auf.
Backt die Brötchen goldbraun – das dauert etwa 15–20 Minuten.
Verdünnt in etwas Milch Mehl, Zucker, Ei und Vanille. Sobald die Masse homogen ist, gebt die restliche Milch hinzu, rührt gleichmäßig und fügt die Zitronenschale dazu.
Lasst die Creme bei mittlerer Hitze eindicken und rührt ständig um; wenn die Creme zu binden beginnt, seht ihr Klümpchen, die aber beim weiteren Rühren verschwinden.
Nehmt den Topf vom Herd und lasst die Creme in einer Schüssel abkühlen, dann gebt die Schokolade hinzu. Rührt, bis sie schmilzt: während die Creme abkühlt, wird sie fester. Falls nötig, reguliert die Konsistenz, indem ihr nach und nach etwas Milch zufügt, bis ihr die gewünschte Konsistenz erreicht (eine standfeste, aber nicht zu harte Creme).
Unsere Brötchen sind fertig; in unseren Bars findet ihr Iris meist in zwei Größen: die großen, etwa halb so groß wie eine Hand, zubereitet mit einem Brötchen von ca. 120 g, und die kleinen, mit Brötchen à 60 g.
Ich empfehle diese kleinere Größe, sie ist sehr ausgewogen und hat das perfekte Verhältnis von Creme zu Brot.
Schneidet mit einer scharfen Schere den Boden des Brötchens ab, so wie wenn ihr einen Deckel schafft, und legt diesen Deckel beiseite.
Höhlt das Brötchen aus und entfernt das Innenbrot.
Füllt die Brötchen mit einem Teelöffel oder mit einer Spritztüte mit der Creme und verschließt sie mit den beiseitegelegten Deckeln.
Bereitet einen Teig vor, indem ihr nach und nach das Wasser unter Rühren mit dem Schneebesen zum Mehl gebt.
Wendet die Brötchen zuerst im Teig und dann in den Semmelbröseln, so dass alles gut haftet.
Erhitzt das Öl in einer Pfanne mit hohem Rand: wenn beim Eintauchen eines Holzlöffels viele Bläschen aufsteigen, ist das Öl heiß genug und ihr könnt mit dem Frittieren beginnen.
Gebt die Iris ins heiße Öl und wendet sie, damit sie gleichmäßig goldbraun werden. Nehmt sie mit einem Schaumlöffel heraus, legt sie kurz auf Küchenpapier und anschließend auf ein Serviertablett.
Unsere Iris sind fertig – am besten heiß, knusprig und mit einer köstlichen, knusprigen Kruste genießen!
Aufbewahrung und Tipps
Ich empfehle, die Brötchen schon einen Tag vorher vorzubereiten; so sind sie beim Verarbeiten kompakter. Die Iris sollten frisch zubereitet oder spätestens am selben Tag gegessen werden, damit sie knusprig, lecker und frisch bleiben. Übrig gebliebene Exemplare könnt ihr bei Zimmertemperatur aufbewahren und innerhalb des nächsten Tages verzehren, sie werden jedoch nicht mehr so gut sein wie frisch frittiert.
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