Regina-Kekse, das Rezept der glasurüberzogenen Kekse aus Catania mit Zitrone, typische Süßigkeiten zum Fest der Verstorbenen, wie rame di napoli, nzuddi, ossa di morto, cotognata und mostarda.
Der Herbstbeginn in Catania steht ganz im Zeichen der Zubereitung zahlreicher alter Traditionen, die mit dem Fest Allerheiligen, der sogenannten „Festa dei Morti“, verbunden sind. Viele Spezialitäten galten traditionell als Gabe der Verstorbenen am 2. November an die Kinder, als Dank für den Besuch auf dem Friedhof am 1. November, und verbreiten sich heute von Ende September bis in den Dezember in Cafés, Bäckereien und Lebensmittelgeschäften der ganzen Provinz. Die Kekse, über die ich heute schreibe, waren wie viele andere traditionelle Leckereien in dieser Zeit einfache Arme-Leute-Gebäcke, hergestellt aus Teigresten vom Brot, genau wie ihre Gegenstücke, die bersaglieri, und hatten einen trockenen, nicht allzu schmackhaften Teig, der nach dem Backen mit einer großzügigen Zitronenglasur versehen wurde. Die Kinder knabberten meist zuerst die Glasur ab und ließen den Keks übrig, woraufhin sie von den Erwachsenen getadelt wurden.
Heute, da man von einem Gebäck nicht nur Süße, sondern auch guten Geschmack erwartet, hat sich das Rezept stark verändert: Die Regina-Kekse und die Bersaglieri-Kekse wurden in sehr weiche, glasierte Kekse verwandelt, die im Mund zergehen und einen feinen Geschmack haben. Ab in die Küche: Bereiten wir zusammen die Regina-Kekse zu — nicht zu verwechseln mit den Reginelle-Keksen mit Sesamüberzug und ähnlichem Teig. Bevor wir aber loslegen: Wenn ihr über alle meine Rezepte auf dem Laufenden bleiben wollt, folgt meiner Facebook-Seite (hier) und meinem Instagram-Profil (hier) — dort findet ihr auch viele Rezepte für köstliche herbstliche Süßigkeiten, herbstliche Risotti: viele saisonale Rezepte und zahlreiche schnelle Herbstrezepte.
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- Küche: Italienisch
Zutaten
- 500 g Mehl (Typ 00)
- 125 g Schmalz
- 100 g Zucker
- 1 Ei (mittelgroß)
- 7 g Backammoniak
- Päckchen Vanillin
- nach Belieben Zitronenschale
- 100 g Milch (etwa)
- 300 g Puderzucker (am besten rein, ohne zugesetzte Stärke)
- 1 Zitrone (Saft und Schale)
- 20 ml Wasser
Utensilien
- Schüssel
- Backbleche
- Ofen
Zubereitung
Jetzt geht es an die Zitronenglasur, die etwas knifflig ist und bei der ihr gut aufpassen müsst.
Gebt in eine Schüssel den Puderzucker, Zitronenschale und Zitronensaft und arbeitet alles mit einem Schneebesen sehr gut durch, um den Zucker aufzulösen. Natürlich bilden sich Klümpchen und ihr müsst ein oder zwei Teelöffel Wasser hinzufügen. Rührt mit dem Schneebesen, bis ihr eine dichte, glänzende Masse erhaltet, in die ihr die Kekse eintauchen könnt. Die Schwierigkeit besteht darin, die richtige Wassermenge zu finden. Macht eine Probe und taucht einen Keks ein: Wenn die Glasur ihn kaum bedeckt, fügt ein paar weitere Tropfen Wasser hinzu (Tropfen, keine Teelöffel). Wenn sie hingegen zu dünn ist und vom Keks läuft, rührt ein paar Teelöffel Puderzucker unter.
Taucht dann die Kekse in die Glasur, bedeckt sie gut und lasst den Überschuss abtropfen, bevor ihr sie ablegt.
auf ein Gitter.
Wartet, bis der Zucker kristallisiert — das dauert etwa 30 Minuten. Sobald sie fertig sind, bewahrt die Kekse trocken in einer Blechdose auf und genießt sie, wann immer ihr möchtet; jede Tageszeit ist perfekt!
Hinweise und Tipps
Meine Kekse sind sauber verziert und gleichmäßig glasiert, weil ich jeden einzeln glasuriere. Industriell hergestellte Kekse sind härter und kompakter: Sie werden oft alle zusammen in großer Menge in die Glasur getaucht, durchmischt und dann zum Trocknen gelegt. Deshalb verteilt sich die Glasur dort nicht gleichmäßig und die Kekse sind häufig gebrochen.
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