Olivenbrot mit Bierhefe, ganz einfach.
Wie sehr ich Olivenbrot liebe, könnt ihr euch nicht vorstellen! Wenn sich die Gelegenheit ergibt, kaufe ich es, aber ich mache es auch gern selbst zu Hause – sowohl mit Sauerteig als auch mit Bierhefe!
Olivenbrot zu machen ist einfach und für mich ist es wie das Wiederaufleben von Erinnerungen: Meine Großmutter hat, wenn sie Brot im Holzofen buk, immer auch Brot mit getrockneten Tomaten und Olivenbrot zubereitet. Sie arbeitete mit Sauerteig und der Duft war unverwechselbar. Mein Großvater legte das Holz in den Ofen, brachte ihn auf Temperatur und dann beendete meine Großmutter das Backen ihrer Laibe. Leider sind die Großeltern nicht mehr da und der geliebte Ofen ist seit Jahren aus, aber wenn ich Zeit habe, füttere ich meinen Sauerteig und backe – und manchmal auch Olivenbrot in meiner Küche. Wenn ich jedoch keine Zeit für die langen Gehzeiten mit Sauerteig habe, mache ich mein Olivenbrot mit Bierhefe; auch wenn der Duft nicht genau der gleiche ist wie früher bei Oma, ist es trotzdem köstlich! Wenn ihr Olivenbrot genauso liebt wie ich, dann begleitet mich: Wir bereiten ein sehr einfaches, aber wirklich tolles Olivenbrot mit Bierhefe zu. Seid ihr bereit? Dann ab in die Küche – und wenn ihr immer über meine Rezepte informiert bleiben wollt, folgt meiner Facebook-Seite (hier) und meinem Instagram-Profil (hier).
Schaut euch auch an:
–Mafalde siciliane, Brot aus fein gemahlener Hartweizengrieß;
–Cucciddatu, Brot aus fein gemahlener Hartweizengrieß;
–Sehr weiche Milchbrötchen;
–Hartweizenbrot mit Sauerteig;
–Hartweizenbrot mit Walnüssen, hohe Hydration, mit Sauerteig;
–Hartweizenbrot mit getrockneten Tomaten;
–Hartweizenbrot mit schwarzen Oliven (Sauerteig);
–Hartweizenbrot mit Sauerteig, Kühlung und Backofen.
In der Zubereitung findet ihr zwei Verfahren: eines mit der Küchenmaschine (damit erhaltet ihr das Brot auf dem Foto) und eines von Hand (das Brot wird etwas kompakter).
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Ruhezeit: 3 Stunden
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Portionen: ca. 1 kg
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
Zutaten
- 600 g fein gemahlene Hartweizen-Semola
- 500 g Wasser
- 10 g Salz
- 2 g Trockenhefe (10 g frisch)
- 300 g Oliven (grüne oder schwarze)
Utensilien
- Küchenmaschine
- Backofen
Zubereitung des Olivenbrots mit Bierhefe von Hand
Wenn ihr dieses Verfahren verwendet, nehmt 450 g Wasser.
Gebt das Mehl in eine Schüssel, fügt die Hälfte des Wassers hinzu und löst darin die Hefe. Alternativ zur Trockenhefe könnt ihr 6 g frische Backhefe verwenden.
Verrührt alles, gebt das restliche Wasser dazu und fügt das Salz hinzu. Arbeitet den Teig in der Schüssel mit einem Löffel.
Stürzt den Teig auf die Arbeitsfläche und knetet ihn 5 Minuten lang, bis er elastisch ist. Deckt ihn mit einem Tuch ab und lasst ihn 15 Minuten ruhen.
Nehmt den Teig wieder auf und formt eine Kugel; jetzt sollte er glatt und homogen sein.
Rollt den Teig zu einer Scheibe aus und faltet ihn wie eine Brieftasche, wie im Foto: Faltet ein Drittel des Kreises zur Mitte, legt das andere Drittel darüber, faltet dann die kurze Seite des entstandenen Rechtecks zur Mitte und klappt die andere Seite darüber.
Lasst den Teig zehn Minuten ruhen.
Rollt den Teig erneut zu einer Scheibe, verteilt die Oliven darauf – nehmt die Sorte, die ihr am liebsten mögt; ich hatte einfache grüne Oliven in Lake, aber schwarze oder Ofenoliven sind auch sehr gut. Rollt die Scheibe zu einer Rolle, dann die Rolle zu einer Schnecke und formt mit den Händen eine runde Laibform.
Mehlt einen Gärkörbchen gut ein (falls ihr keins habt, nehmt eine Schüssel und legt ein Geschirrtuch hinein), mehlt es großzügig und legt den Laib hinein.
Stellt den Teig an einen warmen Ort, z. B. in den Ofen mit eingeschaltetem Licht, und lasst ihn gehen, bis er sich verdoppelt hat – das dauert etwa 3 Stunden, variiert aber stark je nach Temperatur.
Nun müsst ihr das Brot backen. Ihr könnt folgendermaßen vorgehen:
1) Heizt den Backofen auf 230°C vor. Stürzt das Brot auf ein Stück Backpapier, macht Einschnitte mit einem Rasiermesser und setzt es auf ein Backblech.
Wenn ihr eine Auflaufform oder eine Backreine habt, stellt sie in den Ofen, sobald er aufgeheizt ist, und bringt sie auf Temperatur. Sobald sie heiß ist, legt ihr das Brot auf das heiße Blech oder in die Reine.
Backt statisch: die ersten 20 Minuten bei 230°C, dann 20 Minuten bei 200°C und die letzten 20 Minuten bei 180°C. Schaltet den Ofen aus und lasst die Tür einen Spalt geöffnet; nach einer halben Stunde könnt ihr das Brot herausnehmen. Das Brot ist fertig, wenn es sich beim Klopfen auf den Boden hohl anhört.
2) Wenn ihr wie ich das Brot im Topf backen möchtet: Heize den Ofen auf 250°C und stellt den Topf mit Deckel hinein.
Ist die Temperatur erreicht, stürzt das Brot auf das Backpapier, macht Einschnitte, nehmt den heißen Topf mit Topflappen heraus und setzt ihn auf eine geeignete Unterlage.
Legt das Brot in den Topf, setzt den Deckel auf und schiebt alles in den Ofen.
Backt die ersten 20 Minuten bei voller Temperatur, dann reduziert auf 230°C und backt ohne Deckel weitere 20 Minuten.
Schließt den Backvorgang mit 20 Minuten bei 180°C ab, schaltet den Ofen aus, öffnet leicht und lasst das Brot 15 Minuten im Ofen abkühlen, bevor ihr es herausnehmt.
Das Brot ist fertig, wenn es beim Draufklopfen hohl klingt wie eine Trommel.
Nehmt es aus dem Ofen, lasst es etwas abkühlen und bringt es dann auf den Tisch.
Dieses Brot hält sich ein bis zwei Tage gut, wenn ihr es in einem Baumwollbeutel an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahrt.
Wenn ihr dieses Verfahren verwendet, nehmt 500 g Wasser.
Gebt Mehl, Hefe und Wasser in die Schüssel der Küchenmaschine und knetet 15-20 Minuten bei mittlerer Geschwindigkeit; nach den ersten 10 Minuten das Salz zufügen. Am Ende solltet ihr eine perfekte Teigbindung (Incordatura) erreichen.
Stürzt den Teig auf die Arbeitsfläche, formt eine Kugel und stellt ihn an einen warmen Ort, bis er sich verdoppelt hat. Dann stürzt ihr ihn auf die Arbeitsfläche und teilt ihn in Portionen.
Formt zwei kleine Laibe; wenn ihr wisst, wie es geht, könnt ihr auch ein paar Falttechniken anwenden. Lasst sie 10 Minuten ruhen und rollt sie dann auf einer leicht bemehlten Fläche zu Scheiben aus.
Füllt die Scheiben mit Oliven, faltet dann die Seiten ein und schließlich wie eine Brieftasche zusammen.
Dreht sie um, so dass die Naht nach unten zeigt, formt mit den Händen erneut kleine Laibe und legt sie zum Gehen in eure Gärkörbchen, die ihr gut bemehlt habt, mit der Naht nach oben.
Lasst die Teiglinge bei Raumtemperatur gehen, bis sie sich verdreifacht haben (etwa 2:30 h im Winter, im Sommer schneller).
Sobald der Teig verdreifacht oder mindestens verdoppelt ist, könnt ihr backen und habt zwei Optionen:
1) Heizt den Ofen auf 230°C vor, stürzt das Brot auf ein Stück Backpapier, macht Einschnitte mit einem Rasiermesser und setzt es auf ein Backblech.
Wenn ihr eine Auflaufform oder eine Reine habt, stellt sie in den heißen Ofen und bringt sie auf Temperatur; sobald sie heiß ist, legt ihr das Brot darauf.
Backt statisch: die ersten 20 Minuten bei 230°C, dann 20 Minuten bei 200°C und die letzten 20 Minuten bei 180°C. Schaltet den Ofen aus und lasst die Tür einen Spalt offen; nach einer halben Stunde könnt ihr das Brot herausnehmen. Es ist fertig, wenn es sich beim Klopfen hohl anhört.
2) Wenn ihr das Brot im Topf backen wollt, heizt den Ofen auf 230°C vor und stellt den Topf mit Deckel hinein.
Wenn die Temperatur erreicht ist, nehmt den Topf heraus, schneidet ein Stück Backpapier zurecht, stürzt das Brot darauf, macht einen Einschnitt und setzt alles in den Topf. Deckt ihn ab und backt die ersten 20 Minuten bei voller Temperatur, dann reduziert auf 200°C und backt weitere 10 Minuten. Nehmt den Deckel ab und beendet das Backen bei 180°C für 20 Minuten. Schaltet den Ofen aus, öffnet leicht und lasst das Brot 15 Minuten abkühlen, bevor ihr es herausnehmt.
Unser Brot ist fertig und bereit, genossen zu werden – lasst es kurz abkühlen, bevor ihr es anschneidet.
Es bleibt 2-3 Tage gut, vor allem im Winter, wenn ihr es in einer Baumwolltasche aufbewahrt. Im Sommer trocknet es schneller aus und ist weniger lange haltbar.
Wenn ihr über meine Rezepte auf dem Laufenden bleiben wollt, folgt mir auch auf:
Pinterest; Twitter, YouTube und TikTok.
Von hier aus könnt ihr zur STARTSEITE zurückkehren und neue Rezepte entdecken!

