Torta Fedora aus Catania – das Originalrezept der sizilianischen Ricotta-Creme, mit Biskuit und gerösteten Mandelblättchen. Sie gehört zur großen Familie der sizilianischen Küche und Omas Rezepten. Auf Dessertbuffets zu Feiern ist die Torta Fedora immer dabei und alle lieben sie: Hochzeiten, Taufen und Geburtstage – wenn ihr vor der „Insel der Süßspeisen“ steht, ist diese köstliche Torte garantiert mittendrin. Wenn ihr, wie ich, die sizilianischen Desserts liebt, müsst ihr die Torta Fedora unbedingt probieren. Sie ist vielleicht weniger berühmt als die gebackene Cassata oder die traditionelle Cassata und die Cannoli, aber sie ist genauso ein eindrucksvolles, historisches Dessert. Reich gefüllt mit Ricotta-Creme und Schokoladenstückchen, die geschickt zum Füllen und Verzieren eines weichen, saftigen Biskuitbodens verwendet werden, ist die Torta Fedora di Catania ein Dessert zum Verlieben. Eine Torte für besondere Anlässe: eindrucksvoll, elegant und köstlich – mit ihren gerösteten Mandelblättchen und der leckeren Füllung. Über ihre Ursprünge ist wenig bekannt; sie ist sicher ein Nachfahre der Cassata und vieler Klosterdesserts und könnte ursprünglich entstanden sein, um übriggebliebene Ricotta zu verwerten. Jetzt bleibt uns nur noch, in die Küche zu laufen und sie zusammen zuzubereiten – ich bin sicher, auch ihr werdet die Torta Fedora lieben; außerdem ist sie wirklich super einfach zuzubereiten. Bevor ihr loslegt: wenn ihr über meine Rezepte auf dem Laufenden bleiben wollt, folgt mir auf Facebook (hier), meinem Instagram-Profil (hier) und findet hier viele sizilianische Ricotta-Desserts zum Vernaschen.
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- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Mittel
- Ruhezeit: 12 Stunden
- Vorbereitungszeit: 1 Stunde
- Portionen: 12
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten für die Torta Fedora mit Ricotta
- 2 Eier (groß)
- 50 g Weizenmehl (Tipo 00)
- 20 g Maisstärke
- 50 g Zucker
- 1 Teelöffel Vanillearoma (oder 1 Päckchen Vanillin)
- 1 Teelöffel Backpulver
- 1.600 g Schafsmilch-Ricotta (frisch)
- 100 g Zucker
- 60 g Zartbitterschokolade
- 1 Teelöffel Zimtpulver
- 1 Teelöffel Vanillearoma
- nach Bedarf Orangenschale
- 100 ml Likör Strega (oder Limoncello)
- 100 ml Wasser
Utensilien
- Handmixer
- Backform
- Backofen
- Spatel
- Spritzbeutel
- Backpapier
- Sieb
Schritte zur Zubereitung der Torta Fedora
Bereitet den Biskuitboden vor. Schlagt die Eier mit dem Zucker, bis eine schaumige Masse entsteht. Gebt die gesiebte Stärke dazu und danach das ebenfalls gesiebte Mehl.
Gebt das Backpulver und das Vanillearoma dazu und rührt alles gut durch. Füllt den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform (26–28 cm) und backt bei 180°C für ca. 25 Minuten. Macht die Stäbchenprobe, bevor ihr den Kuchen aus dem Ofen nehmt.
Jetzt bereiten wir die Ricotta-Creme zu. Ihr braucht eine trockene, gut abgetropfte Ricotta – nehmt deshalb mindestens 1,6 kg frische Ricotta. Packt sie in ein Baumwolltuch, macht ein Bündel und legt es in ein Sieb über eine Schüssel. Je trockener die Ricotta, desto besser das Ergebnis. Stellt das Ganze mindestens 12 Stunden in den Kühlschrank und wechselt das Tuch, falls es zu nass wird, oder legt es auf ein weiteres Tuch.
Zur gut abgetropften Ricotta gebt ihr Zucker, Zimt, Vanillearoma und sehr fein geriebene Orangenschale und verrührt alles. Passiert die Ricotta zwei- oder dreimal durch ein Sieb – die Orangenschalen bleiben zwar im Sieb hängen, haben aber bereits ihre ätherischen Öle abgegeben, also keine Sorge.
Schneidet den Biskuit in zwei Böden. Legt den ersten Boden in die Form, auf ein rundes Stück Backpapier, und beträufelt ihn mit der Hälfte der vorbereiteten Tränke aus Wasser und Limoncello oder Wasser und Strega. Verteilt etwas mehr als die Hälfte der Ricotta-Creme auf dem Biskuit,
streut die mit dem Messer gehackte Schokolade (oder Schokotropfen) darüber, bedeckt alles mit dem zweiten Boden und beträufelt erneut mit Tränke.
Ihr müsst nicht die gesamte Tränke verwenden – richtet euch nach der gewünschten Feuchtigkeit des Biskuits.
Lasst die Torte für 2 Stunden im Kühlschrank ruhen, stürzt sie dann auf eine Tortenplatte und bestreicht sie gleichmäßig mit der übrigen Ricotta-Creme. Für ein präzises Arbeiten verwendet einen Tortenheber oder eine Palette.
Bestreicht die ganze Torte mit den gerösteten Mandelblättchen.
Für die gerösteten Mandeln gibt es zwei Möglichkeiten: Ihr könnt Mandeln mit Haut für ein paar Minuten in kochendes Wasser tauchen, dann schälen und 10 Minuten bei 200°C im Backofen (Ober-/Unterhitze) rösten. Achtet darauf, dass sie nicht verbrennen, sondern nur Farbe annehmen. Nach dem Abkühlen hackt ihr sie mit dem Messer und verwendet sie.
Alternativ – und das ist meine bevorzugte Methode – kauft fertige Mandelblättchen im Supermarkt und röstet sie 4–6 Minuten (je nach Ofen) bei 200°C, dabei oft wenden, bis sie Farbe bekommen.
Egal welche Methode ihr wählt: Ihr dürft die Mandelblättchen niemals warm verwenden, lasst sie also zuerst abkühlen.
Zur Dekoration lasst etwas Creme übrig und spritzt mit einem Spritzbeutel hübsche Tupfen auf die Torte; streut ein wenig Schokolade über die Tupfen für einen schönen Kontrast.
Die Torta Fedora hält sich im Kühlschrank, gut verschlossen in einem luftdichten Behälter, etwa 2 Tage.
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