Karnevalssauce auf catanesische Art und Pasta „che cincu puttusa“ oder Pasta mit fünf Löchern, eines der Grundpfeiler der sizilianischen Küche nach Großmutters Art, so wie sizilianische Arancini, sizilianische Rosticceria, sizilianische Cannoli und die sizilianische Cassata.
Der Februar beginnt mit den Feierlichkeiten zur Schutzpatronin Agata und ist ein Monat, der den Catanesen besonders am Herzen liegt. Häufig fallen diese Feierlichkeiten mit den Karnevalstagen zusammen. Es ist nicht ungewöhnlich, je nachdem wann der Karneval liegt, verkleidete Kinder auch während der Agata-Feiern zu sehen.
So verwandelt sich Catania und die Villa „Bellini“, nach dem Wachs (der Prozession), in ein Farbenmeer aus Konfetti und Luftschlangen, und ebenso wie die Straßen, schmücken sich auch die Tafeln der Feinschmecker – aber nur in Rot!
Ein Gericht gehört besonders zur catanesischen Tafeltradition in der Karnevalszeit: „i maccarruna che’ cincu puttusa„, das im Dialekt „Maccheroni mit fünf Löchern“ bedeutet: große Maccheroni mit einem großen zentralen Loch und vier kleineren seitlichen. Die fünf Löcher, die früher sogar sieben waren, beziehen sich auf den Karneval als Fest der Überschwanglichkeit und als Vorbote der Askese der Fastenzeit. So wie die Pasta üppig ist, muss auch die dazu passende Sauce üppig sein, die von Müttern und Großmüttern über Generationen weitergegeben wird, jede mit ihren Küchengeheimnissen. Die Sauce ist jedoch nicht nur eine Würze, sondern auch ein opulentes zweites Gericht, angereichert mit Koteletts, Schweinerippen, Salsiccia, Gulasch, Frikadellen und stellt den zweiten Gang bei mindestens einem der Karnevalsessen dar.
Aber nach dieser Erklärung der Tradition und Geschichte des Gerichts ist es Zeit, die Ärmel hochzukrempeln, etwas Dunkles anzuziehen, um Spritzer zu verbergen, und loszulegen… Folgt mir: wir bereiten zusammen die Karnevalssauce auf sizilianische Art und die Pasta mit 5 Löchern zu. Zuvor noch ein Hinweis: wenn ihr über meine Rezepte auf dem Laufenden bleiben wollt, könnt ihr meine Seite auf Facebook und mein Profil auf Instagram folgen.
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- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 5 Minuten
- Kochzeit: 3 Stunden
- Portionen: 6 Personen
- Küche: Italienisch
Zutaten für die sizilianische Carnevale-Sauce
- 700 ml Tomatenpassata
- 200 g Tomatenmark (aus Tomaten)
- 2 Zwiebeln (mittelgroß)
- 400 g Salsiccia ((italienische Bratwurst))
- 400 g Rindfleisch (Gulaschfleisch)
- 400 g Schweinefleisch (Gulaschfleisch)
- 300 g Schweineschwarten
- 400 g Schweinerippen
- 1 cucchiaino Zucker
- q.b. Salz
- 400 Schweinehackfleisch (gemischt mit Rind)
- 2 Eier
- 60 g Parmesan (oder Pecorino oder eine Mischung aus beiden)
- 30 g Semmelbrösel
- q.b. natives Olivenöl extra
So wird die Carnevale-Sauce auf sizilianische Art zubereitet
Zwiebeln schälen, abspülen und fein hacken.
In reichlich Olivenöl anbraten. Das Fleisch dazugeben und kurz anbraten, bis es leicht gebräunt ist – das dauert etwa zehn Minuten.
Passata und das Tomatenmark hinzufügen. Etwas Wasser dazugeben – das, mit dem man die Flasche ausspült (für uns Pflicht, fast schon ein Ritual!), 1 Teelöffel Zucker und Salz. Abdecken und bei sehr niedriger Hitze etwa 2 Stunden köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Fleischbällchen vorbereiten.
In einer großen Schüssel Hackfleisch, Käse, Eier und Semmelbrösel sowie eine Prise Salz vermengen und zu einer homogenen, festen Masse verarbeiten. Zehn Minuten ruhen lassen.
Eine Pfanne mit Olivenöl erhitzen, die Fleischbällchen formen und von beiden Seiten gut anbraten (eventuell leicht frittieren).
Die Fleischbällchen zur Sauce geben und weitere eine Stunde köcheln lassen. Dabei immer sehr vorsichtig umrühren.
Nach dem Garen sollte das Fleisch fast auf der Zunge zergehen und mit der Sauce könnt ihr schmackhafte Pastagerichte zubereiten. (Mit dieser Menge ungefähr 600 g Pasta).
Notizen
Bewahre die restliche Sauce und das Fleisch im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter auf, nicht länger als drei Tage, und erhitze sie vor dem Verzehr wieder.

