Gefüllte Brioche-Brötchen mit Marmelade

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Also: Ich sag’s gleich, um Missverständnisse zu vermeiden: die gefüllten Brioche-Brötchen mit Marmelade, über die ich euch heute erzähle, sollten eigentlich ein anderer Kuchen werden!
Es hätte der Kuchen „Torta Elisabetta“ werden sollen. Ein Rezept, das manche von euch vielleicht schon kennen. Weil es ein etwas älteres Rezept ist — genau wie das Kochbuch, in dem es steht: das berühmte Manuale di Nonna Papera 😋. Meine Tochter hatte es geschenkt bekommen und da steckte sie zwanzig Lesezeichen rein, eins für jedes Rezept, das sie nachbacken wollte. Oder das sie mich, also die „Königin der perfekten Nachahmungen“ (haha!), gebeten hat, nachzumachen.

Die Torta Elisabetta ist so eins der Rezepte.
Naja. War es. 😄

Ihr, die mich schon gut kennt, wisst genau, wie es bei mir in der Küche läuft: Meine Absichten sind immer gut — nein, ausgezeichnet, würde ich fast sagen — am Anfang… und dann…

Also dann kommt der Tag, an dem ich mich ranmache. Ich starte mit bester Absicht, das Buch liegt offen neben mir, und ich lege los, gebe mein Bestes und nehme die erste Zutat: das Mehl. Hab ich: 400 Gramm, zack in die Schüssel. Weiter geht’s.

Als Nächstes das zweite Ingredient: die Butter. Hab ich! Los, 130 Gramm… ups, wie viele Gramm? Hilfe.

Und in dem Moment, sofort, merke ich: die Butter ist ja fast leer — das Stück wiegt 60 Gramm und nicht 130, wie Nonna Papera will… und jetzt? Aufgeben? Ach was, na klar, das klappt schon!

Dann… ok, da ich eh am Werk bin… könnte ich auch noch was ändern…

So läuft das bei mir immer: dieses ganz bestimmte „Ich-interpretier-das-mal-ein-bisschen“-Gen schleicht sich ein, und auch diesmal: tschüss Originalrezept, hallo meine Version.

😃

Ja, ich hab‘ ein bisschen drüber gescherzt! Aber ehrlich: so ist es wirklich!

Ich liebe es einfach, in der Küche rumzubasteln — Rezepte personalisieren fällt mir total leicht, ich kann nicht anders!
Wenn ihr das Manuale di Nonna Papera besitzt, könnt ihr das selbst nachprüfen: Meine Version unterscheidet sich zwar vom Kuchen Torta Elisabetta, aber im Kern ist es ähnlich — ich habe sie nur ein bisschen leichter gemacht und die Gehzeit verlängert. Kein Drama, oder? 😄

Mit diesem Rezept bekommt ihr etwa 20 gefüllte Brioche-Brötchen. Ich nenne sie so, weil das genau das sind: Brötchen. Ein leicht süßer Brioche-Teig, eine von unendlich vielen Varianten dessen, was man als Briocheteig bezeichnet.

Sie sind weich und ein bisschen krümelig, uns haben sie sehr gut geschmeckt. Und auch wenn ich das Rezept nicht haargenau befolgt habe, bin ich sicher, dass der Geschmack am Ende nicht allzu sehr von der Torta Elisabetta aus Nonna Paperas Buch abweicht. Vielleicht backt meine Tochter den Originalkuchen eines Tages wirklich mal ohne Änderungen nach! 😄

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Andere gefüllte Brötchen findet ihr auch auf meinem Blog — ich verlinke sie euch hier! (2 süße & 2 herzhafte) 👇

Gefüllte Brioche-Brötchen mit Marmelade
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Kosten: Günstig
  • Ruhezeit: 4 Stunden
  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Portionen: 20 Stück
  • Kochmethoden: Ofen
  • Küche: Italienisch
  • Saisonalität: Ganzjährig

Zutaten

  • 400 g Weizenmehl (Type 0)
  • 60 g Butter
  • 80 g Milch
  • 1 Ei
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 1 Zitrone (abgeriebene Schale)
  • Halber Würfel frische Bäckerhefe
  • 20 Teelöffel Marmelade (nach Belieben, ich habe Blaubeermarmelade verwendet)

Werkzeuge

  • Schüssel Gärbehälter
  • Teigunterlage
  • Backblech
  • Form Silikon

Schritte

  • Die frische Hefe in der Milch auflösen.

    Die Butter schmelzen lassen.

    Das Mehl in eine Schüssel geben.

    👉 Ich habe den Teig von Hand geknetet, ganz wie Nonna Papera es empfiehlt 😄, aber ihr könnt problemlos eine Küchenmaschine oder eine Küchenmaschine mit Knethaken verwenden.

    Zur Mehlmenge die geschmolzene Butter, Zucker, die abgeriebene Zitronenschale, das ganze Ei und die Milch mit der aufgelösten Hefe geben.

    Alles in der Schüssel verrühren, dann den Teig auf die Arbeitsfläche geben und einige Minuten kneten.

    Den Teig für ein paar Stunden gehen lassen; nach etwa zwei Stunden kleine Mengen Teig abnehmen und mit den Händen Kugeln formen (bei mir wurden insgesamt 20 Stück).

    Jede Teigkugel mit den Händen zu einer nicht zu dünnen Scheibe flachdrücken, in die Mitte je einen Teelöffel Marmelade geben und gut verschließen, dabei darauf achten, dass die Marmelade nicht herausläuft.

    👉 Achtet darauf, dass keine Löcher oder Öffnungen im Teig bleiben, sonst läuft die Marmelade beim Backen heraus (aber eine kleine Sauerei kann trotzdem passieren — ist mir nämlich auch passiert 😄).

    Gefüllte Brioche-Brötchen mit Marmelade
  • Die gefüllten Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und weitere 2 Stunden gehen lassen.

    👉 Nonna Paperas Rezept empfiehlt, sie in eine Springform zu setzen, eine Stunde ruhen zu lassen und dann zu backen. Während des Backens entsteht dabei, wörtlich zitiert, eine „Supertorte“ (ähnlich einem Danubio). Ich bin sicher, dass das ein tolles Ergebnis gibt. 😊

    Ich bin stattdessen so vorgegangen:

    Nach den 2 Stunden Gehzeit der Brötchen — da es schon recht spät am Abend war — habe ich sie statt zu backen mit Frischhaltefolie abgedeckt und über Nacht in den Kühlschrank gestellt. Am nächsten Morgen habe ich sie aus dem Kühlschrank genommen, eine halbe Stunde gewartet, damit sie etwas Zimmertemperatur bekommen, und sie dann in den Ofen geschoben (Backofen 200 °C, Backzeit etwas über 20 Minuten).

    Beim Backen habe ich einen kleinen Test gemacht, den ich euch hier aufführe, damit ihr entscheiden könnt, wie ihr eure Brötchen backen wollt: Die meisten Brötchen habe ich auf ein Backblech mit Backpapier gesetzt, sechs Brötchen habe ich dagegen in eine Silikon-Muffinform gelegt. Ich wollte sehen, ob es Unterschiede im Ergebnis gibt. Nein, große Unterschiede gab es nicht, nur 4–5 Minuten mehr Backzeit für die Brötchen in der Form. Hier seht ihr sie:

    Gefüllte Brioche-Brötchen im Silikon-Muffinblech gebacken
  • Sie sind praktisch identisch gelungen wie die Brötchen auf dem Backblech, mit dem einzigen Unterschied, dass die ausgelaufene Marmelade (bei zwei von sechs Brötchen) in der Form blieb und am Brötchen klebenblieb statt am Backpapier. Eine Info, die nützlich sein kann. 😉

    Einige der Brötchen auf dem Backblech sind während der Gehzeit zusammengewachsen (sie standen nicht weit genug auseinander), aber nach dem Backen ließen sie sich problemlos trennen.

    Gefüllte Brioche-Brötchen mit Marmelade
  • Unabhängig davon, wie ihr eure gefüllten Brioche-Brötchen mit Marmelade backt, mein einziger Tipp ist: dosiert die Menge der Marmelade gut in Bezug auf die Größe der Brötchen.

    Ein paar meiner Brötchen (sieht man im Hintergrund des nächsten Fotos) waren zu voll, sodass schon während der Gehzeit etwas Marmelade herausquoll und ich die Stellen zusammendrücken musste, um sie zu schließen (ästhetisch nicht perfekt).

    Aber ich muss sagen: genau diese Brötchen, die ein bisschen „verloren“ haben, fanden meine Kinder am leckersten — die wollten genau die zuerst essen! Und ich, die manchmal so aufs Aussehen achtet… 😃

    Guten Appetit!

    Gefüllte Brioche-Brötchen mit Marmelade

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