Farifrittata mit Wildkräutern

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Ihr wisst sicher alle, was eine Farifrittata ist (auch Kichererbsen-Frittata oder Farinata genannt): Sie ist ein traditionelles Rezept aus einigen unserer Regionen und außerdem eine großartige vegane Variante der klassischen Frittata. Sie wird mit Kichererbsenmehl gemacht, und man muss nicht vegan sein, um sie zu genießen, denn sie ist köstlich. Ich liebe sie sowohl in der Basisversion nur mit Kichererbsenmehl als auch bereichert mit Gemüse. Nachdem ich verschiedene Gemüsekombinationen ausprobiert habe (ich verlinke sie gleich weiter unten), habe ich heute eine Farifrittata mit Wildkräutern gemacht. Einfach lecker!

Die Idee, eine Farifrittata mit Wildkräutern zu machen, kam von Light and Tasty. 😊 In unserer wöchentlichen Rubrik geht es diese Woche um das Thema ‚bittere Kräuter‘, und deshalb bin ich in den letzten Tagen, mit der Ausrede, Rezepte zu sammeln, mit dem Messer bewaffnet zur Mama gegangen, um Wildkräuter zu sammeln. Nicht, dass ich wirklich eine Ausrede gebraucht hätte – es gibt gerade so viele Kräuter zu sammeln, dass ich jede Woche Vorräte anlege 😀 und dann mache ich mir leckere Rustika-Torten, Kräuter-Tartes und gefüllte Fladenbrote! Und ab heute eben auch Farifrittaten mit Kräutern!

Ahhh, ja, auch heute bin ich satt! 😄

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Farifrittata mit Wildkräutern
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Kosten: Preiswert
  • Ruhezeit: 2 Stunden
  • Vorbereitungszeit: 10 Minuten
  • Portionen: 2
  • Kochmethoden: Herd
  • Küche: Vegan
  • Saisonalität: Alle Jahreszeiten

Zutaten

  • 150 g essbare Wildkräuter (nach dem Garen gewogen)
  • 100 g Kichererbsenmehl
  • 200 g Wasser
  • Schnittlauch (nach Belieben)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Esslöffel extra natives Olivenöl
  • 1 Prise Pfeffer

Werkzeuge

  • Topf
  • Pfanne
  • Deckel
  • Kochspatel

Schritte

🌾 Essbare Wildkräuter gibt es in Hülle und Fülle; ich kenne nicht alle und bin sicher, dass viele, die ich sammeln könnte, leider auf dem Feld bleiben. Die Kräuter, bei denen ich mir sicher bin, sind Löwenzahn, Brennnessel, Portulak, Mangold und wilde Rauke (die beiden letzteren sind am einfachsten!), aber vor allem: rosolaccio und crespigno (letzterer kommt in zwei Sorten vor, gemein und stachelig), die hier in meiner Gegend sehr verbreitet sind und oft als Füllung für die Piadina verwendet werden (im Dialekt heißen sie meist ròsole und scarpègn). 🌿

Für die Zubereitung der Farifrittata mit Wildkräutern sind die ersten beiden, grundlegenden Schritte:
1) hinaus auf die Felder gehen und die Kräuter sammeln 😀 und 2) den Kichererbsenteig anrühren (und ihn ein paar Stunden ruhen lassen).

Ich wusste nicht genau, mit welchem der beiden Arbeitsschritte ich beginnen sollte, da beide etwas Zeit brauchen. Um die Arbeit zu optimieren, empfehle ich, zuerst den Teig zuzubereiten, damit er während der Ruhezeit (mindestens 2 Stunden, idealerweise 8 Stunden) Zeit hat, zu stehen und man in der Zeit die Wildkräuter sammeln kann. Oder, wenn kein Feld erreichbar ist, zum Gemüsehändler zu gehen und Mangold, Chicorée, Radicchio, Spinat usw. zu kaufen. 😉

In meinem Fall habe ich es anders gemacht: Am Vortag habe ich die Kräuter gesammelt, geputzt, gewaschen, gekocht und im Kühlschrank aufbewahrt, und am nächsten Tag habe ich den Rest zubereitet.

  • Also, damit ihr’s wisst, so geht’s weiter:

    Kichererbsenmehl und Wasser in eine Schüssel geben, gut verrühren und alle Klumpen auflösen.

    Den Teig mindestens 2 Stunden ruhen lassen, besser 8–12 Stunden, dann wird er verträglicher

    Kichererbsenteig
  • Die Wildkräuter gründlich waschen, um jeden kleinsten Erdrest zu entfernen.

    Die noch tropfnassen Kräuter in einen großen Topf geben.

    Den Topf mit dem Deckel verschließen und die Kräuter bei sehr kleiner Hitze 10–15 Minuten garen. Während des Kochens kontrollieren und die Kräuter bei Bedarf wenden; wenn nötig, mit etwas Wasser befeuchten.

    👉 Das Abtropfwasser reicht in der Regel zum Garen. Sind die Kräuter nicht jung und haben feste Stängel (härtere Stängel solltet ihr auf jeden Fall abschneiden), kann ein Glas Wasser hinzugegeben werden.

    gesammelte Wildkräuter
  • Die Kräuter in der Pfanne kurz mit einer Knoblauchzehe und einem Esslöffel Öl anbraten. Das Anbraten dient dazu, den Kräutern Geschmack zu geben und überschüssige Feuchtigkeit zu reduzieren. Optional könnt ihr statt Pfeffer ein kleines Stück Chilischote verwenden.

    👉Die Kräuter grob schneiden: mit dem Messer vor dem Anbraten in der Pfanne oder, etwas unprofessioneller, wie ich mit der Schere 🤭😀.

    Einige Schnittlauchhalme klein geschnitten zugeben.

    gekochte Wildkräuter
  • Den Kichererbsenteig in die Pfanne gießen. Gut verteilen und glattstreichen.

    Bei niedriger Hitze braten, bis sich die Farifrittata von der Pfanne löst, ohne zu zerreißen (das dauert etwa 10 Minuten).

    Die Farifrittata vorsichtig mit einem Spatel lösen.

    Farifrittata in der Pfanne braten
  • Einen Teller oder einen flachen Deckel auf die Pfanne legen und die Farifrittata umdrehen.

    Vor dem Umdrehen die Pfanne mit einem kleinen Schuss Öl einstreichen.

    👉 Ein kurzes Einpinseln reicht; so löst sich auch die zweite Seite besser.

    Die Farifrittata vom Teller (oder Deckel) wieder in die Pfanne gleiten lassen.

    Mit dem Spatel oder dem Rücken eines Löffels andrücken, um die Dicke der Farifrittata auszugleichen und sie gleichmäßig an die Pfanne zu drücken. So wird auch die andere Seite glatt und gart gleichmäßig. Für diese Seite reichen 3–4 Minuten Garzeit.

    Wenden der Farifrittata
  • Die Farifrittata mit Wildkräutern schmeckt sowohl warm als auch kalt hervorragend. 😋

    Man kann sie als Hauptgericht servieren oder in Würfel geschnitten als Vorspeise und Fingerfood anbieten. Sie eignet sich auch als Füllung für Sandwiches (ich habe sie sogar in die Piadina gesteckt, aber sagt das bloß niemandem! 😄).

    Farifrittata mit Wildkräutern

Tipps ohne Salz

Ohne Salz Wie immer bei uns zu Hause habe ich in diesem Rezept kein Salz hinzugefügt. Zum Würzen reicht ein kleines Stück Chili in den Wildkräutern. 😉

Wenn du daran interessiert bist, Salz zu reduzieren oder zu vermeiden, denk immer daran:
▫ Reduziere das Salz schrittweise, der Gaumen muss sich langsam daran gewöhnen und darf die schrittweise Verringerung nicht bemerken.
▫ Nutze Gewürze: Chili, Pfeffer, Curry, Muskatnuss, Zimt, Nelken, Kreuzkümmel…
▫ Verwende frische Kräuter: Basilikum, Petersilie, Oregano, Thymian, Salbei, Majoran, Rosmarin, Minze…
▫ Nutze Samen: Sesam, Pinienkerne, Mandeln, Walnüsse…
▫ Verwende scharfe Gemüse oder Früchte: Knoblauch, Zwiebel, Zitrone, Orange…
▫ Probiere mein salzfreies Gemüsepulver und das Gomasio.
▫ Bevorzuge frische Lebensmittel.
▫ Vermeide Kochmethoden, die Aromen auswaschen; bevorzuge Zubereitungsarten, die Geschmack erhalten (Grillplatte, Päckchen, Dampf, Mikrowelle).
▫ Stelle die Salzdose nicht auf den Tisch!
▫ Gönn dir hin und wieder eine Ausnahme. Es tut der Stimmung gut und hilft, langfristig durchzuhalten.
Wenn du nicht auf Salz verzichten willst oder kannst:
▫ Du kannst meine Rezepte natürlich trotzdem verwenden und nach deinem Geschmack salzen.

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Die anderen Light and Tasty Rezepte dieser Woche:

Carla Emilia: Frikadellen aus Catalogna und Escarole
Claudia: Rucola-Pesto
Daniela: Chicorée mit Oliven und Kapern
Elena: Catalogna-Pizza
Milena: Herzhafte Tarte mit bitterem Radicchio

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Autorenbild

catiaincucina

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