Die Pastiera, selbstgemacht – ich sag’s dir als Mama – ist nie nur ein auf Papier stehendes Rezept: sie entsteht, während eine Hand im Teig steckt und die andere sagt „Nicht anfassen, das ist heiß!“. Die Zutaten für die Pastiera bereite ich immer mit einem Auge am Herd und dem anderen bei den Kindern in der Küche vor: frischer Ricotta, gekochter Weizen, Eier… und dieses Orangenblütenwasser, das für mich nach Fest schmeckt, selbst wenn ich müde bin.
Wenn mich jemand fragt wie man die Pastiera macht, lächle ich: die Wahrheit ist, du machst sie zwischen tausend Unterbrechungen. Du fängst an zu rühren, dann ruft jemand „Mamaa“, dann kommst du zurück, probierst, passt nach. Das Rezept für die neapolitanische Pastiera ist bei uns nie zweimal gleich, und genau das macht den Charme aus.
Ich erzähle dir eine Anekdote: Einmal, als ich die Pastiera fertig machte, wollte mein Sohn „helfen“ und hat Zucker überall verteilt – mehr auf dem Tisch als in der Schüssel. Und ich da, hin- und hergerissen zwischen Lachen und Verzweiflung… am Ende ist sie trotzdem super geworden. Seitdem weiß ich: die Pastiera muss nicht perfekt sein; sie soll nach Zuhause, nach Trubel und ein bisschen nach hingekleckster Liebe schmecken.
Das könnte dich auch interessieren:
- Schwierigkeit: Mittel
- Ruhezeit: 1 Stunde 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 40 Minuten
- Kochzeit: 1 Stunde
- Portionen: 8
- Kochmethoden: Backofen, Elektrobackofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ostern
Zutaten für das Pastiera-Rezept
- 300 g Weizenmehl (Tipo 00)
- 80 g Zucker
- 1 Ei
- 1 Eigelb
- 80 ml Pflanzenöl
- Halbe Tütchen Backpulver
- 200 g gekochter Weizen
- 50 ml Milch
- 20 g Butter
- 300 g Ricotta (frisch)
- 180 g Zucker
- 3 Eier
- 1 Tütchen Vanille
- 60 g kandierte Zedratstücke
- 20 ml Millefiori-Aroma (Blütenaroma)
Küchenutensilien
- 1 Stielkasserolle
- 1 Holzkochlöffel
- 1 Tarteform
- 1 Küchenwaage
- 1 Nudelholz
Schritte für das Pastiera-Rezept
Beginne mit der Zubereitung des Mürbeteigs, indem du Mehl, Zucker, Eier, Öl und Backpulver verarbeitest, bis ein glatter, kompakter Teig entsteht. Forme dann eine Kugel, wickle sie in Frischhaltefolie und lege sie zum Ruhen in den Kühlschrank, während du die Füllung vorbereitest.
Für die Füllung gibst du den Weizen in einen kleinen Topf, fügst Milch und Butter hinzu und lässt alles bei schwacher Hitze etwa 15 Minuten unter ständigem Rühren köcheln, bis eine weiche, cremige Konsistenz erreicht ist; wenn er fertig ist, vollständig auskühlen lassen.
In der Zwischenzeit die Ricotta in einer großen Schüssel passieren, mit Zucker und Eiern zu einer glatten Creme verrühren und dann vorsichtig den abgekühlten Weizen, die Vanille, die kandierten Früchte und das Millefiori-Aroma unterheben, bis alles gleichmäßig vermischt ist.
Nimm den Mürbeteig aus dem Kühlschrank, rolle ihn mit dem Nudelholz in die Tarteform und lege die Form sorgfältig aus, dabei die Ränder zurechtschneiden; fülle die Masse ein und streiche die Oberfläche glatt.
Aus dem restlichen Teig Streifen schneiden und ein regelmäßiges Gitter (Retikulo) auf der Pastiera legen, die Ränder leicht andrücken, damit die Streifen haften bleiben.
Ofen vorheizen und bei 180°C etwa 50–60 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun wird und die Creme leicht fest geworden ist; darauf achten, dass sie nicht zu dunkel wird; nach dem Backen vollständig in der Form auskühlen lassen und dann auf eine Servierplatte geben.
Für das beste Ergebnis die Pastiera einige Stunden oder am besten über Nacht ruhen lassen, damit sich die Aromen perfekt verbinden und die Konsistenz cremig, aber fest wird.
Aufbewahrung der Pastiera
Zum Aufbewahren die frisch gebackene Pastiera vollständig auskühlen lassen. Wenn du sie innerhalb weniger Stunden verzehrst, kannst du sie bei Raumtemperatur in einem luftdichten Behälter oder mit Frischhaltefolie abgedeckt aufbewahren, fern von Licht und Wärmequellen; willst du sie länger lagern, stelle sie in einen geschlossenen Behälter in den Kühlschrank, wo sie 3–4 Tage weich und aromatisch bleibt; für noch längere Zeit kannst du sie gut eingewickelt in Frischhaltefolie und Aluminium oder in einem geeigneten Gefrierbehälter einfrieren, dort ist sie bis zu 2 Monate haltbar; zum Servieren lasse sie langsam im Kühlschrank auftauen und bringe sie dann etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren auf Raumtemperatur zurück. Beachte: Pastiera schmeckt immer am besten, wenn sie mindestens eine Nacht nach dem Backen geruht hat, damit sich die Aromen voll entfalten können.
Um meine Rezepte nicht zu verpassen, folge mir auf
INSTAGRAM + 100K Follower
FACEBOOK + 100K Follower
Um immer über meine neuen Rezepte informiert zu bleiben, kannst du die PUSH-BENACHRICHTIGUNGEN meines Blogs aktivieren
FAQ (Fragen und Antworten)
Soll die Pastiera sofort nach dem Backen gegessen werden?
Nein, es ist empfehlenswert, sie mindestens eine Nacht ruhen zu lassen, damit sich die Aromen verbinden und die Creme die perfekte Konsistenz erreicht.
Kann man die kandierten Früchte ersetzen?
Du kannst sie durch kandierte Orangen- oder Zitronenschale ersetzen oder weglassen, wenn du sie nicht magst; die kandierten Früchte geben jedoch den typischen traditionellen Geschmack.
Wie vermeidet man, dass der Mürbeteig zu hart wird?
Nicht zu lange kneten und ihn direkt nach der Ruhezeit im Kühlschrank ausrollen; beim Backen die Ränder abdecken, wenn sie zu dunkel werden.
Wie erwärmt man die Pastiera, ohne dass sie austrocknet?
Am besten die Pastiera auf Raumtemperatur bringen oder sie leicht im Ofen bei niedriger Temperatur erwärmen, dabei mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht austrocknet.

