Diese Woche präsentiert Light and Tasty vegetarische und vegane Rezepte. Und ich lasse mir diese köstliche Gelegenheit nicht entgehen, ein veganes Rezept zu kochen! Ich mag vegane Küche! 😊 Heute habe ich ein Rezept für euch, das auf diesem Blog noch gefehlt hat: das Seitan-Ragù, eine großartige vegane Alternative zum klassischen Ragù, die die beiden anderen proteinreichen veganen Ragùs ergänzt, die bereits hier im Blog zu finden sind: das Ragù mit Sojagranulat und das Tempeh-(und Pilz-)Ragù.
Was ist Seitan? Das habe ich euch schon in einem speziellen Vertiefungsartikel über Seitan und Tempeh erklärt. Ich empfehle den Artikel, wenn ihr diese beiden eiweißreichen Lebensmittel besser kennenlernen wollt. Seitan ist ein Erzeugnis aus Weizenmehl (oder Dinkel bzw. anderen Mehlen), also kurz gesagt: es ist das Gluten, das aus dem Mehl gewonnen wird durch einen Prozess — der übrigens gar nicht so kompliziert ist, wie man denken könnte — den man auch zu Hause durchführen kann (ja, das ist eine der Selbermach-Ideen, die ich ausprobieren möchte — schaffen es unsere Helden irgendwann? 😀).
Für dieses Seitan-Ragù verwenden wir heute jedoch die schnelle Methode: eine Packung fertigen Seitans kaufen. Schritt für Schritt! 😀😉
〰 〰 〰
Wenn euch Seitan neugierig macht, probiert ihn auch mit grünem Pfeffer oder Ingwer! 👇
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Kochzeit: 50 Minuten
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten
👉 Seitan, wie er üblicherweise im Supermarkt angeboten wird, ist vakuumverpackt, in Scheiben oder Medaillons, meist jeweils 100–125 g schwer, es gibt aber auch Stückpackungen mit 250–300 g, besonders in Naturkostläden.
😉 Für dieses Rezept habe ich 2 Stück à 100 g verwendet, aber wenn ihr ein weniger „seitanlastiges“ Ragù wünscht, reicht auch ein Stück sehr gut aus.
- 200 g Seitan
- 2 Karotten
- 1 Stängel Sellerie
- Eine halbe Zwiebel
- 400 g passierte Tomaten
- extra natives Olivenöl
- Rosmarin (ein kleiner Zweig)
- Chili
- Nelke (1 Stück, höchstens 2)
- Zimtstange (ein kleines Stück)
Ausstattung
- Pfanne mit Deckel
- Zerkleinerer
Schritte
Den Seitan zerkleinern.
👉 Man kann ihn auch mit dem Messer hacken, aber ich bevorzuge den Zerkleinerer.
Danach wie bei der Zubereitung eines traditionellen Ragùs verfahren:
Alles Gemüse klein hacken (bei Bedarf kann man es zusammen mit dem Seitan zerkleinern).
Das Hackgemüse in wenig Öl anschwitzen und nach einigen Minuten den Seitan hinzufügen.
Rosmarin (oder andere Lieblingskräuter) und die Gewürze zugeben.
Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten braten, dann mit Wein ablöschen (ich habe Rotwein verwendet, Weißwein geht aber auch).
Wenn der Wein verdampft ist, die passierten Tomaten dazugeben.
Mit halbgeschlossenem Deckel und kleiner Hitze weitere 30–40 Minuten köcheln lassen. Während des Kochens gelegentlich umrühren und bei Bedarf mit ein paar Löffeln heißem Wasser (oder Gemüsebrühe) auffüllen.
Das Seitan-Ragù ist fertig!
Es sieht aus wie ein Fleischragù. 😉
Man kann es für jede Pasta verwenden, auch für Lasagne. Auf dem folgenden Foto hatte ich es feiner gehackt und für Trofie verwendet:
Heute habe ich es hingegen für Tagliatelle „Paglia e Fieno“ verwendet.
Guten Appetit!
Tipps ohne Salz
Wie immer habe ich diesem Seitan-Ragù kein zusätzliches Salz zugesetzt, da fertiger Seitan oft schon recht salzig ist. Ich habe die Gewürze verwendet, die ich auch beim Fleischragù nehme: eine Nelke und ein kleines Stück Zimt, dazu Rosmarin und eine Prise Chili.
👉 Fertig gekaufter Seitan ist oft salzreich, deshalb sollte man ihn auch bei einer salzarmen Ernährung nur gelegentlich essen (außerdem wegen des hohen Glutengehalts und des Anteils an Zucker).
☝ Um den Natriumgehalt zu reduzieren, kann man den Seitan vor dem Kochen: abkochen, also in Scheiben schneiden und 5 Minuten in (ungesalzenem) Wasser kochen — so geht ein Teil des Salzes ins Wasser über. Oder man kann ihn einweichen in kaltem Wasser für 30–60 Minuten, dabei das Wasser mindestens einmal wechseln.
Wenn du Salz reduzieren oder weglassen möchtest, denk daran:
▫ Reduziere das Salz schrittweise, der Gaumen muss sich langsam daran gewöhnen.
▫ Nutze Gewürze: Chili, Pfeffer, Curry, Muskatnuss, Zimt, Nelken, Kreuzkümmel…
▫ Nutze frische Kräuter: Basilikum, Petersilie, Oregano, Thymian, Salbei, Majoran, Rosmarin, Minze…
▫ Nutze Samen und Nüsse: Sesam, Pinienkerne, Mandeln, Walnüsse…
▫ Nutze scharfe Gemüse oder Zitrusfrüchte: Knoblauch, Zwiebel, Zitrone, Orange…
▫ Nutze mein salzfreies Gemüsegranulat und das Gomasio.
▫ Bevorzuge frische Lebensmittel.
▫ Vermeide Kochmethoden, die Aromen auslaugen, und bevorzuge Methoden, die Geschmack bewahren (Grillplatte, Päckchen, Dampf, Mikrowelle).
▫ Stelle die Salzstreuer nicht auf den Tisch!
▫ Gönn dir ab und zu einen Ausrutscher — das hebt die Laune und hilft beim Durchhalten.
Wenn du nicht auf Salz verzichten kannst oder willst:
▫ Du kannst meine Rezepte natürlich auch nach deinen Gewohnheiten salzen.
Folge mir!
Im WhatsApp-Kanal und auf Instagram, auf der Facebook-Seite und den Pinterest-Boards, in meinen zwei Gruppen: Die Gruppe von Catia, in der Küche und darüber hinaus und Genau das, wonach ich gesucht habe! — und wenn du magst, abonnier doch meinen Newsletter
Die weiteren Light and Tasty Rezepte, vegetarisch oder vegan:
Carla Emilia: Gegrillte Artischocken
Claudia: Tofu-Karotten-Kroketten aus der Heißluftfritteuse
Daniela: Apfel-Erdbeer-Crumble ohne Butter
Elena: Gefüllte Kürbisscheiben
Milena: Vollkorn-Penne mit confierten Kirschtomaten und Rotkohl

