Die frittierten Pizzette, oder Pizzette „montanare“, sind so ein einfaches Gericht, das aus Not entstanden ist und zur Tradition der kampanischen und neapolitanischen Küche wurde – und nicht nur dort.
Es heißt, sie wurden von den Ehefrauen neapolitanischer Pizzabäcker an die Bergleute verkauft, die in die Stadt kamen: sie brauchten etwas Preiswertes und Sofortiges, und so wurden aus Teigresten zubereitete kleine Frittellen mit etwas Pizzateig, verfeinert mit ein wenig Tomatensauce und wenig Käse, mit der Zeit zu einem typischen, beliebten Streetfood wurden.
Heute lassen sich die schnellen frittieren Pizzette, die sich von den klassischen Pizzette al latte unterscheiden, aber ebenso köstlich sind, zuhause mit ganz wenig Aufwand herstellen: ein weicher Teig, wenige Zutaten und eine schnelle Zubereitung, die sie innen fluffig und außen leicht knusprig macht – genau so, wie eine klassische Montanara sein soll.
Ich mache sie oft mit fein gemahlenem Hartweizengrieß, ihr könnt aber auch 00er-Mehl oder eine Mischung aus beidem nehmen, je nach Geschmack und Vorrat. Die einfache Zubereitung wird euch überraschen.
Wenn ihr solche einfachen Haus-Rezepte mögt, probiert auch meine sizilianischen Pizzette oder meine weichen Pizzette mit Kartoffelteig. Folgt mir in der Küche und ihr werdet sehen, wie einfach sie sind. Ach ja: wenn ihr über neue Rezepte informiert bleiben wollt, folgt meiner Facebook-Seite und meinem Instagram-Profil.
Ein letzter Tipp: üppig belegen – denn frittierte Pizzette, auch Montanare genannt, machen süchtig!
Schaut auch mal rein:
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Ruhezeit: 2 Stunden 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Kochzeit: 5 Minuten
- Portionen: 18-20 Pizzette für 5–6 Personen
- Kochmethoden: Frittieren
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Alle Jahreszeiten
Zutaten für schnelle frittierte Pizzette (auch Montanare genannt)
- 600 g fein gemahlener Hartweizengrieß (oder 00er-Mehl)
- 450 g Wasser
- 12 g Salz
- 3.5 Tütchen Trockenhefe (oder 12 g frische Hefe)
- 1 Teelöffel Zucker
- 800 g stückige Tomaten
- nach Bedarf Salz
- nach Bedarf Öl
- nach Bedarf Parmesan (oder geriebener Grana)
- 250 g Mozzarella
- nach Bedarf Sonnenblumenöl (hocholeisch, zum Frittieren)
Werkzeuge
- Schüsseln
- Pfannen
- Herd
Zubereitung der Pizzette bzw. Montanare
Gib das Mehl in eine Schüssel, füge die Hälfte des Wassers, einen Teelöffel Zucker und die Hefe hinzu, löse alles auf und verrühre es.
Gib das restliche Wasser mit dem Salz dazu, knete den Teig in der Schüssel und arbeite ihn dann auf der Arbeitsfläche weiter. Vermeide es, zusätzliches Mehl zu verwenden, wenn es nicht nötig ist. Knete, bis ein elastischer, glatter und homogener Teig entsteht.
Leg den Teig in eine leicht geölte Schüssel und stell ihn an einen warmen Ort, z. B. in den ausgeschalteten Backofen mit eingeschalteter Lampe, bis er sein Volumen verdoppelt hat – das dauert etwa 90 Minuten.
(In den Zutaten habe ich eine halbe Hefeportion angegeben; wenn ihr Zeit habt, reduziert die Menge auf 2 g Trockenhefe oder 6 g frische Hefe. Der Teig braucht dann etwas länger zum Gehen, wird aber bekömmlicher und geschmackvoller.)
Während der Teig geht, lasst ihr die Tomatenstücke bei schwacher Hitze einkochen und zerdrückt die Stücke mit einer Gabel. Schmeckt mit Salz ab, gebt bei Bedarf einen Teelöffel Zucker dazu und rührt zum Schluss bei ausgeschalteter Hitze etwas Öl und Basilikum unter.
Reibt den Käse und schneidet die Mozzarella in Würfel. Legt die Mozzarella in ein Sieb, damit die überschüssige Flüssigkeit abtropfen kann.
Wenn der Teig sein Volumen verdoppelt oder sogar verdreifacht hat, stürzt ihn auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche und teilt ihn in Stücke von je etwa 50 g, ohne ihn zu sehr zu entgasen.
Formt kleine Teigkugeln und lasst diese 15–20 Minuten abgedeckt mit einem Geschirrtuch ruhen.
Gießt das Sonnenblumenöl in eine Pfanne und erhitzt es. Bevor ihr frittiert, steckt die Spitze eines Holzspießes ins heiße Öl: Wenn es viele Bläschen wirft, könnt ihr beginnen. Spreizt die Teigkugeln mit den Händen von innen nach außen, lasst die Ränder etwas dicker.
Gebt die Teigscheiben ins heiße Öl und frittiert sie bei mittlerer Hitze vorsichtig. Achtet darauf, dass sie außen nicht zu schnell dunkel werden und innen roh bleiben.
Legt die Frittellen auf Küchenpapier, dann auf eine Servierplatte. Verteilt schnell die noch warme Tomatensauce, den geriebenen Käse und einige Mozzarellawürfel darauf.
So verfahrt ihr mit allen Pizzette und serviert sie heiß.
Damit sie warm bleiben, legt ihr sie nach und nach in den Ofen bei 100°C – so bleiben sie gut warm.
Die Pizzette sind fertig – heiß und knusprig, aber innen herrlich weich. Sie sind im Nu weg!
Aufbewahrungstipps und Hinweise
Die frittierten Pizzette schmecken am besten frisch – wenn sie noch heiß und weich sind.
Falls etwas übrig bleibt, könnt ihr sie einige Stunden bei Zimmertemperatur gut abgedeckt aufbewahren. Alternativ in den Kühlschrank legen und innerhalb eines Tages verzehren.
Um sie wieder weich zu bekommen, kurz im Ofen oder in der Pfanne erwärmen; vermeidet die Mikrowelle, sie macht sie meist feucht und gummiartig.
Für perfekte frittierte Pizzette sollte das Öl heiß, aber nicht zu heiß sein (ca. 170°C), sonst werden sie außen schnell dunkel und bleiben innen roh.
Frittieren Sie nur wenige Pizzette gleichzeitig, damit die Öltemperatur nicht zu sehr absinkt.
Der Teig sollte weich, nicht zu fest sein – das macht ihn schön luftig.
Würzt und belegt die Pizzette sofort nach dem Frittieren, solange sie noch heiß sind.
Wenn ihr eine noch reichhaltigere Variante möchtet, könnt ihr etwas mehr Mozzarella hinzufügen.
Wenn ihr Zeit habt, lasst den Teig ein paar Minuten länger ruhen: Die Pizzette werden dann noch leichter.
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Häufige Fragen
Kann ich den Teig für die frittieren Pizzette im Voraus zubereiten?
Ja, ihr könnt den Teig ein paar Stunden vorher zubereiten und gut abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Vor der Verwendung lasst ihn Zimmertemperatur erreichen.
Kann man die Montanare statt zu frittieren im Ofen backen?
Ja, das ist möglich, aber das Ergebnis unterscheidet sich: frittierte Pizzette bleiben saftiger und geschmackvoller, im Ofen werden sie eher trockener.
Wie vermeide ich, dass die frittieren Pizzette zu viel Öl aufsaugen?
Frittieren bei der richtigen Temperatur (ca. 170°C) und nur wenige Stücke gleichzeitig. Wenn das Öl zu kalt ist, saugen sie mehr Fett auf.
Welches Mehl eignet sich für Montanare?
Ihr könnt 00er-Mehl, fein gemahlenen Hartweizengrieß oder eine Mischung aus beiden verwenden. Mit Grieß werden sie etwas rustikaler und geschmacksintensiver.
Kann man sie ohne lange Gehzeit machen?
Ja, dies ist eine schnelle Version der frittieren Pizzette, die die Zeit reduziert, ohne auf ein gutes Ergebnis zu verzichten.

