Ein Couscous mit Erbsen und sonnengetrockneten Tomaten, serviert als Fingerfood.
Couscous darf in der warmen Jahreszeit in der Küche nicht fehlen. Er ist im Handumdrehen zubereitet und lässt sich wunderbar mit saisonalem Gemüse aufpeppen. In diesem Rezept kombinieren wir ihn mit Erbsen, sonnengetrockneten Tomaten und Tofu zu einer vollständig pflanzlichen Vorspeise.
Der Kontrast zwischen der Süße der Erbsen und der Würze der sonnengetrockneten Tomaten ist ein Klassiker, der nie langweilig wird.
Ich bereite bei Gästen gern bereits portionierte Häppchen vor — ideal auch für Buffets oder ein Dinner im Stehen. Diese Lösung ist praktisch, weil man ein komplettes Gericht genießen kann, ohne großes Besteck zu benötigen.
Ganzkorngetreide, Couscous oder Bulgur sind dafür bestens geeignet.
Wenn man sie im Voraus zubereitet, nehmen sie die Aromen besser auf; kurz vor dem Servieren muss man sie dann nur noch in die einzelnen Schälchen oder Löffel füllen.
Hier noch ein paar weitere Rezepte mit Körner- oder Getreidesalaten:
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Kochzeit: 20 Minuten
- Portionen: 4 Personen
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten
- 200 g roher Couscous (Vollkorn)
- 300 g Gemüsebrühe (oder leicht gesalzenes Wasser)
- 100 g Erbsen (gedämpft)
- 6 sonnengetrocknete Tomaten in Öl
- 100 g Tofu (gegrillt)
- 1 Prise meersalz
- 2 Esslöffel Sojasauce
- 1 Esslöffel Zitronensaft
- 1 Prise frischer Ingwer
- 1 Prise Oregano
- 1 Esslöffel Sonnenblumenkerne
- 2 Esslöffel natives Olivenöl extra
- 5 Tropfen Feigenaufstrich (optional)
Utensilien
- 12 Teelöffel
Zubereitung
Schneidet den gegrillten Tofu in kleine Würfel und legt ihn beiseite. Wenn ihr naturbelassenen Tofu verwendet, schneidet ihn in Würfel und bereitet eine Marinade zu, indem ihr in einer Schüssel zwei Esslöffel Bio-Sojasauce mit dem Saft einer Zitrone und einer Prise gemahlenem Ingwer vermischt.
Gebt den Tofu dazu, mischt alles, verschließt die Schüssel und stellt sie für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Anschließend die Tofuwürfel kurz anbraten oder auf der Grillplatte scharf anrösten.
Dämpft die Erbsen und schneidet die sonnengetrockneten Tomaten in Streifen.
Bereitet den Couscous vor: In einer Pfanne den Couscous ohne Fett ein paar Minuten trocken anrösten.Gießt die heiße Brühe dazu und einen Teelöffel Öl und lasst alles bei mittlerer Hitze etwa eine Minute köcheln. Dann die Hitze ausschalten und 5 Minuten quellen lassen.
Mit einer Gabel gut auflockern und in eine Schüssel geben. Fügt den angebratenen Tofu, die Tomaten und die Erbsen hinzu, schmeckt mit Salz und Pfeffer ab und gebt, falls vorhanden, die restliche Marinade dazu.
Mit Oregano und einigen Sonnenblumenkernen bestreuen und portionsweise in Fingerfood-Löffelchen füllen. Bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren und vor dem Servieren ein paar Tropfen Feigenaufstrich oder Balsamico-Reduktion darüberträufeln.
Geschichte des Couscous
Einer der frühesten schriftlichen Hinweise auf Couscous stammt vom anonymen Autor eines Kochbuchs aus al-Andalus, dem muslimischen Spanien des 13. Jahrhunderts, dem Kitāb al-tabīkh fī al-Maghrib wa l-Andalus, das ein Rezept für Couscous enthält. Couscous war auch im Nasriden-Sultanat von Granada bekannt. Ebenfalls im 13. Jahrhundert erwähnt ein syrischer Historiker aus Aleppo Couscous viermal. Diese frühen Erwähnungen zeigen, dass sich Couscous schnell verbreitete, generell aber vor allem im westlichen Teil der islamischen Welt bis nach Tripolitanien weit verbreitet war, während weiter östlich, beginnend mit Kyrenaika, die Küche eher ägyptisch geprägt war und Couscous dort nur gelegentlich auftrat. Heute ist Couscous in Ägypten und im Nahen Osten bekannt, in Marokko, Algerien und Tunesien ist Couscous jedoch Grundnahrungsmittel. In katalanischer Sprache erscheint er im Roman Tirant lo Blanch (1464) unter dem Namen „cuscusó“. Einer der ersten Hinweise auf Couscous in Nordeuropa findet sich in der Bretagne in einem Brief vom 12. Januar 1699. Viel früher war er bereits in der Provence aufgetaucht: Der Reisende Jean Jacques Bouchard berichtet, ihn 1630 in Toulon gegessen zu haben. (wikipedia)
Wie gelingt er so locker und nicht klumpig?
Das Geheimnis ist das Auflockern mit einer Gabel direkt nach dem Quellen und das Hinzufügen eines guten Schusses natives Olivenöl extra, das die Körner voneinander trennt.
Ist das Rezept für eine vegane Ernährung geeignet?
Absolut ja! Dieses Fingerfood ist 100 % pflanzlich und enthält keine tierischen Produkte, sodass es sich hervorragend für Gäste mit unterschiedlichen Ernährungsbedürfnissen eignet.
Kann man es weit im Voraus zubereiten?
Ja — im Gegenteil: Wenn man es einige Stunden vorher zubereitet, kann der Couscous die Aromen der sonnengetrockneten Tomaten und von Minze (oder Basilikum) besser aufnehmen und wird noch aromatischer.
Wie serviere ich es am besten als Fingerfood?
Es lässt sich elegant in kleinen Gläschen (Verrines), auf Keramik-Fingerfood-Löffeln oder sogar in kleinen, knackigen Endiviensalatblättern anrichten.
Sind die sonnengetrockneten Tomaten in Öl oder zuvor in Wasser eingeweicht?
Ich verwende bio-sonnengetrocknete Tomaten, die leicht mit Öl abgetupft wurden.

