Schokoladen-Pastiera: Das perfekte Rezept mit Weizencreme und Kakao

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Wie man die cremige neapolitanische Schokoladen-Pastiera backt, die beim Backen nicht aufreißt

Schokoladen-Pastiera: Das Geheimnis für eine traumhafte Füllung

Seien wir ehrlich: Die Pastiera ist die Königin der Festtage, kann aber auch eine echte „Diva“ sein, ziemlich launisch. Wie oft habt ihr schon eine wunderschöne Pastiera aus dem Ofen geholt, um dann diese unschönen Risse auf der Oberfläche zu sehen, während sie abkühlt?

Oder noch schlimmer: ein Mürbeteigboden, der feucht wird, und eine Füllung, die sich nicht richtig verbindet und unter den Zähnen fast körnig bleibt?

Heute lösen wir all das gemeinsam! In dieser Version der neapolitanischen Schokoladen-Pastiera verrate ich euch, wie ihr ein so cremiges und samtiges Inneres erzielt, dass es auf der Zunge zerschmilzt.

Keine Risse mehr und kein feuchter Mürbeteig. Das wahre Geheimnis ist jedoch Geduld: langsames, beinahe sanftes Backen und eine Ruhezeit von mindestens 24 Stunden.

Diese Zeit lässt die Aromen verschmelzen und die Struktur stabilisieren, sodass ihr eine kompakte, unglaublich duftende Scheibe erhaltet.

Bereitet die Formen vor, denn diese Schokoladen-Pastiera wird selbst Traditionalisten verzaubern.

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Kosten: Mittel
  • Ruhezeit: 12 Stunden
  • Vorbereitungszeit: 35 Minuten
  • Kochzeit: 1 Stunde
  • Portionen: 8
  • Kochmethoden: Backofen
  • Küche: Italienisch

Zutaten Schokoladen-Pastiera

  • 300 g Weizenmehl (Typ 00)
  • 30 g Kakaopulver (ungesüßt)
  • 2 Eier
  • 100 g Zucker
  • 100 ml Pflanzenöl
  • 8 g Backpulver
  • 250 g gekochter Weizen
  • 200 ml Vollmilch
  • 30 g Kakaopulver (ungesüßt)
  • 250 g Ricotta (Kuhmilch)
  • 250 g Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Fläschchen Orangenblütenaroma
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt
  • 50 g kandierte Orange
  • 50 g kandiertes Zitronat

Werkzeuge

  • Küchenwaage
  • kleiner Topf
  • 2 Schüsseln
  • Nudelholz
  • Backpapier
  • Backform

Wie man die neapolitanische Schokoladen-Pastiera macht

  • Gebt den abgetropften gekochten Weizen und die Milch in einen kleinen Topf. Zerdrückt mit einer Gabel eventuelle Klümpchen und stellt den Topf bei schwacher Hitze auf den Herd.
    Rührt häufig um und kocht, bis die Milch vollständig aufgenommen ist (etwa 15 Minuten) und eine glatte, aber dicke Creme entsteht.
    Vom Herd nehmen und das ungesüßte Kakaopulver unterrühren, bis alles gut vermengt ist. Gebt die Masse in eine große Schüssel und lasst sie leicht abkühlen.

  • In einer großen Schüssel die Eier aufschlagen, Zucker und Pflanzenöl hinzufügen. Mit einer Gabel (oder den Händen) zu mischen beginnen.
    Das Kakaopulver und das Backpulver hinzufügen und weiter rühren.
    Die Mehlportionen nach und nach einarbeiten und schnell kneten, damit das Öl nicht zu warm wird und die krümelige Struktur erhalten bleibt.
    Wenn der Teig fest wird, auf einer bemehlten Arbeitsfläche weiterkneten, bis ein glatter, elastischer Teig entsteht, der nicht an den Fingern klebt.

  • Nehmt die noch warme Weizencreme und gebt die durchgesiebte Ricotta dazu, gut vermengen.
    Zucker, Eier, Orangenblütenaroma und Vanilleextrakt dazugeben und alles gut zu einer homogenen Masse verrühren.
    Zum Schluss die kandierten Früchte (Zitronat und Orange) hinzufügen und gleichmäßig unterheben.

  • Zwei Drittel des Mürbeteigs mit dem Nudelholz auf einem bemehlten Backpapier ausrollen.
    Mit Hilfe des Papiers eine Tarteform (Durchmesser 26 cm), zuvor gefettet und bemehlt, auskleiden. Überstehende Ränder abschneiden. Die Füllung in den Teigboden geben und glatt streichen.
    Den restlichen Teig ausrollen und mit einem Teigrädchen 7 Streifen schneiden. Diese über die Füllung legen und das klassische Rautenmuster bilden.

  • Im vorgeheizten Umluftofen backen: Zuerst 50 Minuten bei 170°C, dann die Temperatur auf 160°C reduzieren und weitere 10 Minuten backen. Die Pastiera ist fertig, wenn die Füllung stabil wirkt, in der Mitte aber noch leicht „wackelt“; beim Abkühlen wird sie fest. Komplett auskühlen lassen und mindestens 24 Stunden ruhen lassen, bevor ihr sie anschneidet. Struktur und Aromen verbessern sich deutlich durch das Ruhen.

Hinweise und Aufbewahrung

Aufbewahrung: Bei Raumtemperatur 2 Tage haltbar oder 4–5 Tage im Kühlschrank. Die saftige Struktur verbessert sich merklich nach dem zweiten Tag.
Variationen: Ihr könnt ganze Schokoladenstückchen hinzufügen, um ein zusätzliches leicht körniges Mundgefühl zu erzielen.
Öffnet in den ersten 30 Minuten niemals den Ofen, um die minimale Porung der Füllung nicht zu beeinträchtigen.

FAQ (Fragen und Antworten)

  • Warum ist meine Pastiera im Ofen zu stark aufgegangen?

    Wahrscheinlich hast du die Eier mit der Ricotta zu stark aufgeschlagen und dadurch Luft eingearbeitet. Die Füllung sollte gerührt, nicht schaumig geschlagen werden, damit sie dicht und seidig bleibt.

  • Muss der Weizen püriert werden?

    Das hängt vom Geschmack ab. Wenn du die Tradition magst, lasse den Weizen ganz, damit man die Körnigkeit spürt; wenn du eine modernere Torte bevorzugst, püriere ihn komplett für eine glattere, gleichmäßigere Konsistenz.

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atavolacontea

Zu Tisch mit Tea: Gerichte, die jeder hinkriegt – oft mit Zutaten, die man schon zu Hause hat, und ich achte dabei auch auf Präsentation und Optik. Mein Motto? „Wir verwandeln das Gewöhnliche in etwas Außergewöhnliches, denn in der Küche ist nicht alles so schwer, wie es scheint!“

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