Originalrezept für die Sachertorte: wie man sie saftig macht und mit einer makellosen Ganache
Hausgemachte Sachertorte: die Geheimnisse, um einen trockenen Biskuitboden oder eine matte Glasur zu vermeiden
Heute ist mein Geburtstag und ich verrate dir, dass meine Lieblingstorte ohne Zweifel die Sacher ist … ich habe immer davon geträumt, in einem historischen Wiener Café zu sitzen und dieses perfekte Stück zu genießen.
Sie zuhause zu machen hat mich lange ein wenig eingeschüchtert aus Angst, nach all der Arbeit ein enttäuschendes Ergebnis zu bekommen.
Das häufigste Problem ist ein zu trockener Biskuit, der beim Essen unangenehm trocken wirkt, kombiniert mit einer Glasur, die nach dem Abkühlen matt wird oder beim Anschnitt sogar bricht.
Dann habe ich dieses Rezept gefunden, das einfacher ist, als es scheint, und ich war selbst überrascht vom Ergebnis!
Heute verrate ich dir die Tricks, die ich gelernt habe: Das Geheimnis, eine trockene Torte zu vermeiden, ist nicht, sie zu tränken (die Sacher wird niemals getränkt!), sondern die Eigelbe und die Butter mindestens zehn Minuten aufzuschlagen und die Eiweiße nicht zu stark steif zu schlagen.
Bei der Glasur ist die Gießtemperatur entscheidend: sie sollte genau um die 40°C liegen, damit sie gleichmäßig über die Ränder fließt und glänzend bleibt.
Bist du bereit, diese ikonische kaiserliche Torte zuzubereiten?
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Mittel
- Vorbereitungszeit: 1 Stunde
- Kochzeit: 50 Minuten
- Portionen: Durchmesser 18 cm
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
Zutaten Sachertorte
- 75 g Zartbitterschokolade 60%
- 65 g Butter (weich)
- 20 g Puderzucker
- 90 g Kristallzucker
- 60 g Eigelbe (ca. 3)
- 90 g Eiweiß (ca. 3)
- 65 g Weizenmehl (Type 00)
- 1 Schote Vanilleschote
- 1 Prise feines Salz
- 185 g Zartbitterschokolade 60%
- 124 ml Sahne
- 150 g Aprikosenmarmelade
Werkzeuge
- Küchenwaage
- Schüssel
- Rührmaschine
- Spatel
- Springform
- Kleiner Topf
Originalrezept Sachertorte
Zum Start die Zartbitterschokolade im Wasserbad oder in kurzen Intervallen in der Mikrowelle schmelzen und leicht abkühlen lassen. In der Rührmaschine die weiche Butter mit dem Puderzucker, dem Salz und dem Mark der Vanilleschote zu einer luftigen Creme aufschlagen. Die leicht verquirlten Eigelbe in zwei Portionen zugeben und weitere ca. 8-10 Minuten schlagen: dieser Schritt ist entscheidend für die Entwicklung der Torte.
Anschließend die geschmolzene Schokolade hinzufügen (sie sollte eine Temperatur zwischen 45° und 55°C haben) und rühren, bis die Masse homogen ist.
Das Eiweiß bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen und sobald es schaumig wird, den Kristallzucker nach und nach einrieseln lassen. Achtung: nicht völlig steif schlagen, es sollte leicht geschmeidig bleiben.
Die Eiweißmasse behutsam in zwei Schritten unter die Schokoladenmasse heben, dabei abwechselnd das gesiebte Mehl einarbeiten. Mit einem Spatel von unten nach oben mischen. In eine gefettete und bemehlte Springform Ø 18 cm füllen und im Backofen (Ober/Unterhitze) bei 170°C 35-40 Minuten backen. Ist die Torte ausgekühlt, stürze sie vorsichtig.
Schneide die Torte horizontal in zwei Böden. Verteile die Hälfte der Aprikosenmarmelade auf dem unteren Boden. Setze den zweiten Boden auf und benutze die restliche Marmelade, um die Außenseite und die Ränder dünn zu bestreichen: so entsteht eine schützende Schicht, die die Glasur glänzender macht.
Für die Ganache die Sahne fast zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und die gehackte Schokolade zugeben. Rühren, bis die Masse glatt ist. Wenn die Ganache etwa 40°C erreicht hat, gieße sie über die auf einem Gitter platzierte Torte und hilf mit einem Spatel, die Ränder zu bedecken.
Vor dem Servieren 20 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.
Zutaten und Alternativen
Die Schokolade: Verwende idealerweise eine Zartbitterschokolade mit 60% Kakaoanteil. Bei höherem Kakaoanteil (z. B. 70%) wird die Torte tendenziell trockener und du müsstest die Sahnemenge in der Ganache leicht erhöhen.
Glutenfrei: Du kannst das Weizenmehl Type 00 eins zu eins durch eine universelle glutenfreie Mehlmischung ersetzen.
Aufbewahrung
Die Sachertorte hält sich im Kühlschrank 2-3 Tage. Ich empfehle, sie vor dem Genuss ca. 15 Minuten bei Raumtemperatur stehen zu lassen, damit die Glasur wieder die ideale Konsistenz erhält.
Tipps
Für einen besonders saftigen Biskuit stelle während des Backens eine kleine Schüssel Wasser auf den Boden des Ofens: der entstehende Dampf hilft, das Backwerk nicht auszutrocknen. Wenn du den original „österreichischen“ Effekt magst, serviere die Torte mit einem Klecks leicht geschlagener, ungesüßter Sahne.
FAQ (Fragen und Antworten)
Kann ich die Torte mit Sirup tränken?
Die traditionelle Sachertorte wird nicht getränkt. Wenn du befürchtest, sie könnte zu trocken sein, erhöhe einfach die Menge der Aprikosenmarmelade im Inneren; die Feuchtigkeit der Früchte zieht natürlich ins Gebäck ein.
Warum ist meine Glasur voller Bläschen?
Wahrscheinlich hast du die Ganache zu kräftig mit dem Schneebesen gerührt und Luft eingearbeitet. Für eine glatte Glasur langsam von der Mitte nach außen rühren oder einen Spatel verwenden.
Warum hat sich die Schokolade getrennt, als ich sie mit der Butter verbunden habe?
Wahrscheinlich war die Mischung zu heiß. Verwende ein Thermometer: wenn du über 55°C kommst, schmelzen die Fette der Butter und die Masse kann sich trennen, wodurch die luftige Struktur verloren geht.

