Wie man dünne, luftige Wunder nach Iginio Massari für den Karneval macht
Wunder von Iginio Massari: das Rezept für perfekte Chiacchiere
Der Karneval bringt eine Herausforderung mit, die jeder Backfan fürchtet: Chiacchiere zuzubereiten, die nicht nur „gut“ sind, sondern diese beinahe himmlische Leichtigkeit besitzen, die sie einzigartig macht.
Ein verbreitetes Problem ist, dass viele eine Teigplatte bekommen, die hart, fettig oder schlimmer noch flach und ohne die typischen Blasen ist.
Oft denkt man, es reiche, den Teig sehr dünn auszurollen, aber die Wahrheit ist: Ohne das richtige Gleichgewicht an Fetten (wie Schlagsahne) und ohne die korrekte Öltemperatur bleibt das Ergebnis weit hinter den Erwartungen.
Die „Wunder“ von Iginio Massari lösen diese Zweifel an der Wurzel. Dank der Zugabe von Sahne und einem Hauch Rum gewinnt der Teig an Plastizität, die es erlaubt, extrem feine Stärken zu erreichen, während das Zitronenaroma die Süsse ausbalanciert.
In dieser Version zeige ich dir nicht nur, wie man knetet, sondern verrate den Trick mit Holzstäbchen, um der Scheibe beim Frittieren Struktur zu geben und jene Bewegung zu erzeugen, die den Puderzucker einfängt und jeden Biss zu einem sinnlichen Erlebnis macht.
Vergiss die schweren Frappe: Mit dieser Methode erzielst du goldene, zerbrechliche und unglaublich blasige Plättchen, die wortwörtlich auf der Zunge zergehen.
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Sehr günstig
- Vorbereitungszeit: 40 Minuten
- Kochzeit: 10 Minuten
- Portionen: etwa 40 Stück
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
Zutaten
- 500 g Weizenmehl (Tipo 00)
- 150 g Eier (ganz)
- 20 g Eigelbe
- 40 g Kristallzucker
- 5 g Salz
- 25 ml Schlagsahne
- 50 ml Rum
- 1 Zitronenschale
- nach Belieben Pflanzenöl (zum Frittieren)
- Puderzucker (zum Bestreuen)
Werkzeuge
- Rührmaschine
- Frischhaltefolie
- Nudelmaschine
- Teigrad
- Pfanne
- Küchenpapier
- Schaumlöffel
Wie man Iginio Massaris dünne und luftige Wunder macht
Gib Mehl, Eier, Eigelbe, Zucker, Salz, Schlagsahne, Rum und Zitronenschale in die Küchenmaschine. Knetet die Zutaten mit dem Haken, bis ein glatter, seidiger und homogener Teig entsteht. Sobald er fertig ist, wickel ihn sorgfältig in Frischhaltefolie und lass ihn etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen: dieser Schritt ist wichtig, damit sich das Gluten entspannt.
Nimm den Teig und rolle ihn mit der Nudelmaschine aus. Führe die Platte mehrmals durch und verringere schrittweise die Dicke bis zur letzten Stufe: der Teig sollte fast transparent sein. Schneide mit einem Rädchen (glatt oder gezahnt) oder mit einer Kaffeetasse als Schablone regelmäßige Kreise aus.
Erhitze das Pflanzenöl und bringe es auf eine stabile Temperatur von 176 °C. Tauche nur wenige Scheiben gleichzeitig ein. Falls du kein spezielles Werkzeug hast, formiere die Scheiben mit zwei Holzstäbchen: lege sie in der Mitte aufeinander und bilde einen imaginären Kreis von 6–7 cm, drücke leicht nach innen, um Falten zu bilden. Das gibt die typische „Wunder“-Form und Struktur.
Das Frittieren geht sehr schnell: etwa 6–8 Sekunden pro Seite, gerade lange genug, bis die Blasen erscheinen und eine blasse Bräunung entsteht. Lasse die Wunder mit einem Schaumlöffel senkrecht abtropfen und lege sie auf Küchenpapier. Sobald sie lauwarm sind, richte sie auf einer Platte an und bestäube sie großzügig mit Puderzucker.
Aufbewahrung
Die Wunder sind extrem empfindlich. Bewahre sie in einer Metalldose oder einem luftdichten Behälter an einem kühlen, trockenen Ort auf. Verzehre sie innerhalb von 1–2 Tagen, da die Luftfeuchtigkeit ihre charakteristische Knusprigkeit beeinträchtigt.
Rezeptvarianten
Zitrusaroma: Ersetze die Zitronenschale durch Orangenschale für ein wärmeres, winterlicheres Aroma.
Klassische Form: Wenn dir das Formen mit Stäbchen schwerfällt, kannst du sie als einfache Scheiben lassen oder klassisch in Streifen schneiden und in der Mitte einschneiden.
Tipps
Öltemperatur: Verwende ein Küchen-Thermometer. Fällt die Temperatur unter 170 °C, nehmen die Wunder Fett auf; steigt sie über 180 °C, verbrennen sie, ohne innen durchzugaren.
Dünne: Die Platte muss so dünn sein, dass du fast hindurchsehen kannst; nur so bekommst du die riesigen Blasen, die der Meister verlangt.
Hinweise zu Zutaten und Ersatzstoffen
Der Rum: Macht den Teig elastischer und fördert die Blasenbildung beim Frittieren; er kann durch einen anderen aromatischen Brand wie Alchermes oder den Likör Strega ersetzt werden.
Die Sahne: Liefert den Fettanteil, der für die Zerbrechlichkeit nötig ist. Achte darauf, frische flüssige Schlagsahne zu verwenden.
Mehl: Verwende ein schwaches 00-Mehl, ideal für Kekse und Mürbeteige, um zu verhindern, dass der Teig zu elastisch oder gummiartig wird.
FAQ (Fragen und Antworten)
Warum bilden meine Wunder keine Blasen?
Meistens passiert das, wenn die Platte zu dick ist oder das Öl nicht heiß genug ist. Achte darauf, wirklich die letzte Stufe der Maschine zu erreichen.
Kann ich sie im Ofen backen?
Das Originalrezept sieht Frittieren vor, um die charakteristische Textur zu erreichen. Im Ofen würde das Ergebnis eher einem trockenen Keks gleichen und der „Wolken“-Effekt ginge verloren.
Welches Öl sollte man am besten verwenden?
Erdnussöl ist ideal zum Frittieren der Wunder dank seines hohen Rauchpunkts und neutralen Geschmacks.

