Pasta mit Kartoffeln und Provola: das originale neapolitanische Rezept, cremig und „azzeccata“
Wie man die cremige, zerlaufende neapolitanische Pasta mit Kartoffeln und Provola zubereitet
Wenn es ein Gericht gibt, das die Seele Neapels und seine außergewöhnliche Fähigkeit, wenige, einfache Zutaten in ein Gourmet-Meisterwerk zu verwandeln, erzählt, dann ist es ohne Zweifel die Pasta mit Kartoffeln und Provola.
Oft als das ultimative Comfort Food bezeichnet, hat dieses Rezept seine Wurzeln in der einfachen Hausmannsküche, wo nichts verschwendet wurde und jede Kalorie kostbar war, um den Tag zu bestreiten.
Das Besondere, das es einzigartig macht, ist nicht nur die Verbindung der Süße der Kartoffeln mit dem Rauchgeschmack der Provola, sondern die Kochtechnik selbst.
Im Gegensatz zu vielen anderen Zubereitungen kocht hier die Pasta direkt zusammen mit den Kartoffeln, in dem, was die Neapolitaner als den Prozess der „azzeccatura“ bezeichnen.
Diese Methode lässt die Stärke der Pasta und der Kartoffeln untrennbar verschmelzen und erzeugt eine natürliche, dichte und umhüllende Creme, ganz ohne Sahne oder unnötige Fette.
Der letzte Schliff der geräucherten Provola, strikt bei ausgeschaltetem Herd hinzugefügt, verwandelt das Ganze in ein sinnliches Erlebnis aus goldenen Fäden und intensiven Aromen.
Ob als Sonntagsessen oder als schnelle Mahlzeit an einem kalten Abend – dieses Rezept enttäuscht nie und bringt Groß und Klein zusammen.
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Kochzeit: 40 Minuten
- Portionen: 4
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
Zutaten
- 250 g gemischte Pasta
- 3 Kartoffeln (mittelgroß)
- 250 g geräucherte Provola
- 1 Karotte
- 1/2 Zwiebel
- 2 Stängel Selleriestängel
- 500 ml Wasser
- 1 Teelöffel Tomatenmark
- nach Belieben geriebener Parmesan
- 1 Zweig Rosmarin
- 3 Esslöffel extra natives Olivenöl
- 1 Prise schwarzer Pfeffer
- nach Belieben Salz
Küchenutensilien
- Küchenwaage
- Mixer
- Topf
- Gemüseschäler
So bereitest du die cremige, zerlaufende neapolitanische Pasta mit Kartoffeln und Provola zu
Wenn du wenig Zeit hast, aber auf Cremigkeit nicht verzichten willst, hier ein Trick: Schneide die Kartoffeln in sehr kleine Würfel (unter 1 cm) und püriere, bevor du das Wasser hinzufügst, einen kleinen Teil (nur ein paar Esslöffel) mit etwas heißem Wasser. So entsteht sofort eine cremige Basis und die Zeit, die die Kartoffeln zum Zerfallen brauchen, verkürzt sich!
Zuerst Karotte, Zwiebel und Sellerie sehr fein hacken und beiseitestellen. In einem Topf mit reichlich Olivenöl einen Zweig Rosmarin anbraten, um den Kochboden zu aromatisieren. Das gehackte Gemüse kurz andünsten.
Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Den Rosmarinzweig aus dem Topf entfernen und die Kartoffeln hinzufügen, kurz umrühren. Einen Teelöffel Tomatenmark hinzufügen, dann die erste Hälfte der vorgesehenen Wassermenge eingießen, salzen, den Deckel auflegen und mindestens 20–30 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln anfangen zu zergehen.
Die Pasta direkt in den Topf zu den Kartoffeln geben und die zweite Hälfte des heißen Wassers hinzufügen. So lange kochen, wie die Packungsangabe der Pasta vorgibt, dabei häufig umrühren, damit die Stärke austritt (der „azzeccato“-Effekt).
Den Topf vom Herd nehmen, die Provola in sehr kleine Würfel schneiden und gemeinsam mit dem geriebenen Käse hinzufügen. Energisch und kontinuierlich umrühren, bis alles schmilzt und eine cremige Konsistenz entsteht. Wer mag, hebt ein paar Provola-Würfel für die Dekoration auf.
Die Pasta mit Kartoffeln und Provola mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen, die aufgehobenen Provola-Würfel darauf verteilen und mit einem Zweig frischem Rosmarin garnieren.
ZUTATEN-HINWEISE
Kartoffeln: Verwende mehligkochende oder ältere Kartoffeln, da sie mehr Stärke enthalten.
Provola: Am besten, wenn sie einen Tag im Kühlschrank gereift ist („passita“), dann gibt sie beim Verarbeiten weniger Flüssigkeit ab.
ERSATZOPTIONEN
Pasta: Hast du keine gemischte Pasta, nimm Ditalini oder brich übrig gebliebene Spaghetti und Penne von Hand.
Tomate: Hast du kein Tomatenmark, kannst du 2–3 geschälte, zerdrückte Tomaten verwenden.
AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank hält sich das Gericht einen Tag. Die beste Art, Reste am nächsten Tag zu genießen? In der Pfanne anbraten! Etwas Öl erhitzen und die Pasta so lange schwenken, bis eine knusprige Kruste entsteht.
GESCHICHTE DES REZEPTS
Die Pasta e patate entstand im 17. Jahrhundert als Restegericht. Die Variante mit Provola ist eine bürgerliche „Weiterentwicklung“ des bäuerlichen Originals, um dem ansonsten sehr einfachen Gericht eine würzige, eiweißhaltige Note zu geben.
FAQ (Fragen und Antworten)
Kann ich sie suppig machen?
Traditionell sollte sie „azzeccata“ (dicht) sein, aber wenn du sie flüssiger magst, füge am Ende der Garzeit einfach eine Kelle zusätzliches Wasser hinzu.
Ist Rosmarin zwingend notwendig?
Nein, aber er verleiht eine aromatische Note, die perfekt zum Rauchgeschmack der Provola passt.

