Der Migliaccio ist ein traditioneller neapolitanischer Kuchen, der hauptsächlich in der Karnevalszeit oder zu Ostern zubereitet wird.
Er ist eine Torte aus Grieß, Ricotta, Eiern und Milch, aromatisiert mit Orangenschale und den Samen der Vanilleschote.
Früher wurde er mit Hirse zubereitet, wovon der Name stammt; im Laufe der Zeit wurde diese durch Hartweizengrieß (Semolino) ersetzt, und man gab dem Teig früher sogar Schweineblut bei!
Als die Verwendung von Blut in der Küche aufgegeben wurde, ersetzte man diese Zutat durch Zucker und Eier – so entstand die heutige Rezeptur des Migliaccio.
Die Konsistenz ist cremig und weich, schmilzt im Mund wie eine Mousse, die Zubereitung ist sehr einfach und zudem sehr kostengünstig.
Das Rezept, das ich euch heute vorstelle, ist das neapolitanische Migliaccio-Rezept, das mir in der Familie weitergegeben wurde.
Oma Rosa erzählte mir, dass ihre Mutter ihn gerne mit Millefiori (Blütenhonig/Aromen) aromatisierte, wodurch der Geschmack sehr an die neapolitanische Sfogliatella erinnerte.
Natürlich behaupte ich nicht, dies sei das einzige oder das ursprüngliche Rezept des Migliaccio, wohl aber ein Familienrezept, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde.
Probiert es aus und wenn es euch gefällt, könnt ihr es nach eurem Geschmack abwandeln, etwa die Zitrone durch Orange ersetzen oder – wie manche es tun – eine Zimtstange zur kochenden Milch geben.
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Vorbereitungszeit: 15 Minuten
- Kochzeit: 1 Stunde
- Portionen: Tarteform 22/24
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Leistung 335,48 (Kcal)
- Kohlenhydrate 50,07 (g) davon Zucker 32,06 (g)
- Proteine 10,24 (g)
- Fett 10,85 (g) davon gesättigt 6,67 (g)davon ungesättigt 3,90 (g)
- Fasern 0,96 (g)
- Natrium 49,57 (mg)
Richtwerte für eine Portion von 150 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.
* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov
Zutaten
- 400 ml Milch
- 300 ml Wasser
- 150 g Hartweizengrieß (Semolino)
- 250 g Ricotta
- 180 g Zucker
- 1 Schote Vanille
- 2 Eier
- 30 g Butter
- 1 Orangenschale
- Orangenaroma
- Puderzucker (zum Dekorieren)
Küchenutensilien
- Kleiner Topf
- Springform
Schritte
Gib die Milch, das Wasser und die abgeriebene Schale einer Orange in einen Topf und erhitze alles, bis es kurz vor dem Siedepunkt steht.
Füge die Butter hinzu, lasse sie schmelzen und streue dann den Grieß nach und nach ein, dabei ständig rühren, um Klumpenbildung zu vermeiden.
Koche bei mittlerer Hitze, bis die Masse gut eindickt (etwa 5 Minuten).
Nimm den Grieß vom Herd und lasse ihn abkühlen.
Gib die ganzen Eier, den Zucker und die Samen der Vanilleschote in eine Schüssel und schlage alles mit den elektrischen Rührbesen, bis eine helle und schaumige Masse entsteht.
Füge die Ricotta hinzu und rühre alles gut durch, dann gib auch den kalten Grieß dazu und versuche, eventuelle Klumpen zu entfernen.
Fette eine Springform ein und bemehle sie leicht, dann fülle die Masse hinein.
Backe den Migliaccio bei 165 °C Umluft für etwa 1 Stunde.
Mache vor dem endgültigen Herausnehmen die Stäbchenprobe.
Sobald er fertig gebacken ist, nimm ihn aus dem Ofen, lasse ihn vollständig abkühlen und bestreue ihn vor dem Servieren großzügig mit Puderzucker.
DA IST DER KARNEVALS-MIGLIACCIO
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WIE MAN DEN MIGLIACCIO AUFBEWAHRT
Zunächst: Der Migliaccio ist, ähnlich wie die Pastiera, in der Regel am nächsten Tag besser als direkt nach der Zubereitung.
Nach dem Backen lässt sich der Migliaccio im Kühlschrank in einem verschlossenen Behälter 3–4 Tage aufbewahren.
TIPPS
Man kann den Migliaccio noch verlockender machen, indem man als letzte Zutat Schokotropfen, Rosinen oder kandierte Früchte unter den Teig mischt.
Wenn er während des Backens zu schnell Farbe annimmt, reduziert die Ofentemperatur leicht (höchstens um 10 Grad), deckt ihn mit Backpapier oder Alufolie ab und backt weiter, bis er auch innen vollständig durchgebacken ist.

