Heute bereiten wir zusammen PETTOLE zu, auch Pitulle genannt: weiche und köstliche, aufgegangene Teigbällchen, typisch für die apulische Küche, aber auch in Kalabrien und Basilicata verbreitet.
Der Teig besteht aus Mehl, Wasser und Frischhefe. Nachdem er gegangen ist, wird er löffelweise entnommen und in heißem Pflanzenöl ausgebacken, bis die Bällchen leicht goldbraun sind.
Sie sind zwar eine typische Weihnachtstradition, werden heute aber wegen ihrer Vielseitigkeit das ganze Jahr über zubereitet.
Man kann sie heiß oder bei Zimmertemperatur genießen; sie eignen sich süß oder herzhaft, als Vorspeise zusammen mit Aufschnitt oder in der süßen Variante als verführerisches Dessert.
Wie bei vielen traditionellen Rezepten gibt es verschiedene Varianten je nach Region. Die hier gezeigte Version sind apulische Pettole, die ich auf einer Familienreise probieren durfte und zu der ich mir alle Hinweise geben ließ.
Die Zubereitung ist sehr einfach: der Teig lässt sich von Hand ausschließlich mit einem Löffel in einer Schüssel zubereiten: alle Zutaten rein, 2 Minuten umrühren und die Gehphase abwarten.
Sobald der Teig aufgegangen ist, werden die Bällchen mit dem Löffel im Öl ausgebacken, ähnlich wie Krapfen; sobald sie goldbraun sind, werden sie abgetropft und sind servierbereit.
Der Grundteig ist neutral, ihr könnt ihn pur frittieren oder Stücke von Anchovis oder Oliven für die herzhafte Variante hinzufügen, oder die heißen Pettole in Zucker wälzen für ein süßes, fluffiges Vergnügen.
Knusprig und unwiderstehlich – auf eurem Fest-Buffet dürfen sie nicht fehlen!
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 20 Minuten
- Portionen: 30 Pettole
- Küche: Italienisch
- Leistung 202,98 (Kcal)
- Kohlenhydrate 28,99 (g) davon Zucker 0,68 (g)
- Proteine 4,77 (g)
- Fett 8,32 (g) davon gesättigt 1,37 (g)davon ungesättigt 6,28 (g)
- Fasern 1,07 (g)
- Natrium 313,13 (mg)
Richtwerte für eine Portion von 80 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.
* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov
Zutaten
- 500 g Weizenmehl (Tipo 00)
- 10 g frische Hefe
- 500 ml Wasser (lauwarm)
- 10 g feines Salz
- Erdnussöl (zum Frittieren)
Küchenutensilien
- 1 Schüssel
- 1 Pfanne
Schritte
Gib das Mehl in eine Schüssel, brösele die frische Hefe hinein und verrühre sie kurz mit den Fingerspitzen, dann gieße das lauwarme Wasser dazu.
Rühre mit einem Löffel, bis das Wasser vollständig aufgenommen ist. Zum Schluss das Salz hinzufügen und so lange verrühren, bis es sich mit dem Teig verbunden hat.
Es ist normal, dass der Teig ein wenig klebrig ist.
Decke die Schüssel mit Frischhaltefolie ab und lasse den Teig etwa zwei Stunden ruhen oder zumindest bis er sein Volumen verdreifacht hat.
Die Gehzeit hängt von der Raumtemperatur ab (ideal sind ca. 24 °C); im Winter können die Zeiten länger sein.
Nach der Ruhezeit erhitze in einem hohen Topf das Pflanzenöl, bis es eine Temperatur von etwa 170 °C erreicht hat.
Wenn du kein Küchenthermometer hast, kannst du ein kleines Teigstück ins Öl geben: wenn es sofort an die Oberfläche steigt, ist das Öl heiß genug.
Frittiere die Bällchen portionsweise, damit sie nicht aneinanderkleben.
Zum Formen der Bällchen benutzt du zwei Löffel: mit einem nimmst du den Teig aus der Schüssel und mit dem anderen rutscht du den Teig vom Löffel direkt ins Öl.
Frittiere die Pettole etwa 3 Minuten, bis sie leicht goldbraun sind. Hebe sie mit einem Schaumlöffel heraus und lege sie auf Küchenpapier, um überschüssiges Öl zu entfernen.
Fertig sind die PETTOLE – serviert sie am besten noch warm!
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AUFBEWAHRUNG
Pettole sollten – wie alle frittierten Speisen – frisch und noch warm verzehrt werden. Es wird nicht empfohlen, sie im Kühlschrank oder Gefrierfach aufzubewahren.
HINWEISE
Es gibt viele Varianten des Pettole-Rezepts, je nachdem, in welcher Gegend sie zubereitet werden.
Für eine herzhafte Variante füge dem Teig etwa zwanzig in Scheiben geschnittene Oliven oder kleine Stückchen in Öl eingelegter Anchovis hinzu.
Du kannst den klassischen Teig auch einfach frittieren und anschließend mit Tomatensoße servieren.
Für die süße Variante wälze die frisch frittierten Pettole in Kristallzucker oder bestreiche sie mit Honig.
Wenn du besonders weiche Pettole möchtest, kannst du ein Drittel des Wassers durch Milch ersetzen; außerdem ist es wichtig, den Teig mehrfach in der Schüssel zu schlagen, um Luft einzubringen.

