Orecchiette mit Cime di Rapa
Cime di Rapa und Orecchiette – eines jener Gerichte, bei dessen bloßer Nennung mir das Wasser im Mund zusammenläuft. Ich gestehe, obwohl ich aus Genua komme, ist es eines meiner Lieblingsgerichte.
Ein sättigendes und geschmacksintensives Pasta-Gericht, das Symbol der apulischen Küche, eine wahre Delikatesse für den Gaumen, obwohl es aus einer einfachen Tradition besteht.
Wie bei allen traditionellen Rezepten gibt es viele Varianten. Die heutige hält sich an die Tipps einer sympathischen, lebhaften alten Dame aus Bari, die ich kennengelernt habe: Sie empfiehlt zusätzlich die Würze der Sardellen und für Mutigere etwas Chili.
Welche Version ihr auch immer wählt: Für ein perfektes Gelingen der Orecchiette mit Cime di Rapa ist die Auswahl der Zutaten (Pasta mit der richtigen Rauigkeit und frische, knackige Cime di Rapa) ebenso wichtig wie das genaue Garen.
Folgt meinem Rezept – mit den Ratschlägen von Tante Maria (meiner lieben Großmutter aus Bari) gelingt euch ein großartiges Gericht, zum Fingerablecken.
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- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Kochzeit: 10 Minuten
- Portionen: 4 PERSONEN
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Herbst, Herbst, Winter
- Leistung 521,90 (Kcal)
- Kohlenhydrate 90,59 (g) davon Zucker 3,02 (g)
- Proteine 20,97 (g)
- Fett 10,09 (g) davon gesättigt 1,68 (g)davon ungesättigt 2,14 (g)
- Fasern 6,56 (g)
- Natrium 778,12 (mg)
Richtwerte für eine Portion von 150 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.
* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov
Zutaten für Orecchiette mit Cime di Rapa
- 400 g Orecchiette (frisch)
- 1 kg Cime di Rapa (Rapini)
- 4 Filets Sardellen in Öl
- 30 ml natives Olivenöl extra
- 50 g Paniermehl
- 1 Zehe Knoblauch
- nach Belieben Salz
- frische Chilischote (optional)
Küchenutensilien
- Kochtopf
- Pfanne
Nudeln mit Cime di Rapa – Rezept aus Apulien
Reinigt die Cime di Rapa, indem ihr die äußeren Blätter entfernt und mit einem kleinen Messer nur die Blütenspitzen und die inneren Blätter abschneidet.
Spült sie gründlich unter fließendem Wasser, dann abtropfen lassen und gut trocken tupfen.
Stellt einen Topf mit reichlich Salzwasser auf den Herd.
Sobald das Wasser kocht, gebt die Cime di Rapa hinein und kocht sie etwa 5 Minuten.
In der Zwischenzeit gebt einen Esslöffel Öl in eine beschichtete Pfanne und sobald es heiß ist, fügt ihr das Paniermehl hinzu.
Rührt mit einem Löffel um und lasst es rösten, bis es schön goldbraun ist. Achtet darauf, es nicht zu verbrennen. Sobald es fertig ist, nehmt es aus der Pfanne und stellt es beiseite.
In einer anderen Pfanne gebt ihr zwei Esslöffel natives Olivenöl extra, die Sardellenfilets (abgetropft) und eine Knoblauchzehe in der Schale dazu.
Zerdrückt die Sardellen mit einer Gabel, damit sie sich auflösen und das Öl aromatisieren.
Lasst das Ganze ein paar Minuten köcheln, nehmt dann den Knoblauch heraus und stellt die Pfanne vom Herd.
Inzwischen sollten die Cime di Rapa gegart sein. Gießt sie gut ab und gebt sie direkt in die Pfanne mit dem vorbereiteten Sud.
In denselben Topf, in dem die Cime di Rapa gekocht wurden, gebt ihr die Orecchiette und kocht sie 5 Minuten, wenn ihr frische Orecchiette verwendet; bei getrockneten Orecchiette richtet euch nach der Packungsangabe.
Sobald die Pasta fertig ist, gießt sie ab und gebt sie ebenfalls in die Pfanne zu Sud und Cime di Rapa.
Schwenkt alles in der Pfanne, schmeckt mit Salz ab und richtet schließlich an. Bestreut mit dem gerösteten Paniermehl und fügt bei Wunsch etwas Chili hinzu.
AUFBEWAHRUNG
Orecchiette mit Cime di Rapa sollten sofort verzehrt werden. Falls Reste bleiben, könnt ihr sie im Kühlschrank aufbewahren, aber höchstens 1 Tag.
TIPPS UND VARIANTEN
ORECCHIETTE: Wenn ihr keine frischen Orecchiette verwendet, sondern verpackte, kocht diese in Wasser ohne die Cime di Rapa. Diese gebt ihr erst 5 Minuten vor Ende der Kochzeit dazu.
CIME DI RAPA: Achtet bei der Auswahl der Cime di Rapa auf Frische: Haben sie kleine gelbe Blüten, sind sie bereits älter.
Auch die Reinigung ist entscheidend: Entfernt die größeren, faserigen Blätter und wählt nur die kleineren Blätter und die Spitzen aus.
Wenn ihr das Gericht auch im Sommer genießen wollt, empfehle ich, die Cime di Rapa jetzt, wo Saison ist, zu kaufen, zu säubern und kurz zu blanchieren. Nach dem Abtropfen könnt ihr sie eingefroren in Gefrierbeuteln aufbewahren.
Folgt „A Tavola con Tea“ auf Instagram über den folgenden Link https://www.instagram.com/atavolacontea_
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Woher kommen die Orecchiette mit Cime di Rapa?
Die Orecchiette mit Cime di Rapa haben sehr alte Ursprünge: Man führt sie bis ins Mittelalter zurück, in die Zeit der normannisch-staufischen Herrschaft in der Gegend von Sannicandro di Bari.
Warum heißen sie „Cime di Rapa“?
Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet „Cime di Rapa“ die Blüten und Blätter einer bestimmten Pflanzenunterart (Sottospecie sylvestris) und nicht die Blätter irgendeiner anderen Rübenart.

