FOCACCIA MIT KÄSE aus Recco
In Ligurien kennt jeder die klassische Focaccia – schön mit Öl bestrichen, innen weich, außen knusprig und voller Löcher.
Vergesst aber nicht eine andere Focaccia, die ebenso gut und saftig ist und eigentlich nur wenig mit der klassischen Variante zu tun hat: die Käsefocaccia aus Recco.
Ein herrliches typisches Gericht der ligurischen Küche, zubereitet aus zwei hauchdünn ausgerollten Teigbahnen, fast wie ein Schleier, zwischen denen ein weicher Frischkäse kommt – eine Art Stracchino, weder zu wässrig noch zu säuerlich, früher oft die typische ligurische „formaggetta“.
Es handelt sich nicht um einen klassischen Focaccia-Teig mit Hefe, sondern um eine Art „Pasta matta“, bestehend nur aus Wasser und Mehl ohne Hefe; deshalb ist die Dünne des Teigs entscheidend.
Zum Erzielen dieser Dünne reicht das Nudelholz oft nicht aus: ihr müsst den Teig mit beiden geschlossenen Fäusten von unten dünn ziehen, bis ein fast durchsichtiges Häutchen entsteht – genau wie beim Strudelteig.
Dieses Rezept habe ich von meinem Papa: schon als Kind hat er mich begeistert, indem er den Teig durch die Luft gewirbelt und rotieren ließ!!!!
Fühlt sich das schwierig an? Keine Angst — mit meinen Tipps könnt ihr zu Hause eine köstliche FOCACCIA MIT KÄSE aus Recco zubereiten, auch wenn ihr in Berlin oder München lebt.
Und wenn ihr sie einmal probiert habt, lasst ihr sie nicht mehr los!!! Am besten heiß genießen!
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Preiswert
- Ruhezeit: 20 Minuten
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 10 Minuten
- Portionen: 6 Personen
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
Für den Teig
- 500 g Manitoba-Mehl
- 50 ml extra natives Olivenöl (10 % des Mehlgewichts)
- 300 ml Wasser (lauwarm)
- 5 g feines Salz
- 500 g Crescenza (weicher Frischkäse) (falls erhältlich empfehle ich Invernizzi)
- extra natives Olivenöl (nach Bedarf)
- Wasser (nach Bedarf)
- feines Salz (nach Bedarf)
Utensilien
- Schüssel
- Backform
Zubereitung
Gib das Mehl in eine Schüssel, dann das extra native Olivenöl und schließlich das Wasser bei Raumtemperatur sowie das Salz.
Arbeite anfangs mit einem Löffel, bis ein homogener Teig entsteht; das dauert etwa 5–6 Minuten.
Dann gib den Teig auf die Arbeitsfläche und knete ihn von Hand, bis er glatt und homogen ist.
Forme eine Kugel, decke sie mit einem Tuch ab und lasse den Teig bei Raumtemperatur etwa 20 Minuten ruhen.
Teile den Teig jetzt in zwei Teile – einer wird der Boden, der andere die Deckschicht der Focaccia.
Nachdem die Ruhezeit vorbei ist, nimm eine der beiden Portionen und lasse die andere abgedeckt.
Bestäube die Arbeitsfläche leicht mit Mehl, drücke den Teig mit den Händen etwas flach und beginne dann, ihn mit dem Nudelholz auszurollen.
Du solltest eine rechteckige Teigplatte mit gleichmäßiger Dicke von ca. 1 mm erhalten, etwas größer als die Form (20 x 40 cm Backform).
Bestreiche die Form mit etwas Öl und lege die ausgerollte Teigplatte hinein, sodass die Ränder etwas überstehen.
Verteile die Crescenza in kleinen Stücken auf der Teigplatte und lass ein paar Zentimeter Abstand zwischen den Häufchen.
Jetzt rollst du auch die zweite Teigportion aus. Die Deckschicht sollte idealerweise noch dünner als der Boden sein, fast wie ein hauchdünner Schleier.
Belege die Form mit der oberen Teigschicht und achte darauf, sie nicht zu zerreißen.
Verschließe die Ränder gut, indem du leicht darauf drückst, und stich dann mit den Fingern kleine Löcher in den Teig über der Crescenza.
So bildet sich beim Backen keine großen Blasen.
Bestreiche die Oberfläche mit einer Mischung aus lauwarmem Wasser und Öl (je zu gleichen Teilen) und einer Prise Salz.
Backe die Focaccia im vorgeheizten Ober-/Unterhitze-Ofen bei 250° C für etwa 10 Minuten.
Beachte, dass die Backzeiten Richtwerte sind, jeder Ofen ist anders — am besten nach 8 Minuten kontrollieren.
Sie sollte goldbraun werden, an der Oberfläche fast leicht gebräunt.
Sobald sie fertig ist, nimm sie aus dem Ofen, lass sie etwa 2 Minuten abkühlen und serviere sie dann sofort.
AUFBEWAHRUNG
Wenn nach dem Backen etwas übrig bleibt, kannst du die Focaccia problemlos in einem verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahren — sie hält sich etwa 1 Tag. Erwärme sie vor dem Servieren kurz in der Mikrowelle. Man kann sie auch einfrieren.
TIPPS:
Falls sich der Teig beim Ausrollen wieder zusammenzieht, warte ein paar Minuten, bevor du weiterarbeitest — offensichtlich hat er noch nicht genug geruht.
Es ist besser, viele kleine Stückchen Crescenza zu verteilen, nicht zu große, sonst könnten sie beim Backen nicht vollständig schmelzen.
Mein Rezept ist auch im Buch http://Dal Molino alla Tavola erschienen, das du auf Amazon sowohl als Kindle- als auch als Taschenbuchausgabe findest, klicke hier http://Dal Molino alla Tavola: come viene cucinata la farina nelle varie regioni di Italia.
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