PASTA mit Friarielli (oder Friarelli) aus Neapel
Gestern war ich bei meinem Gemüsehändler, er ist inzwischen mein Guru, wenn es ums Obst und Gemüse geht, und während ich ein paar Äpfel, Orangen und Zucchini aussuchte, wollte er unbedingt, dass ich meine Aufmerksamkeit auf seine Friarielli richte.
Er war sehr stolz, denn das ist ein typisch neapolitanisches Gemüse, das im übrigen Italien schwer zu finden ist, doch er – ein echter Neapolitaner – hatte es geschafft, welche zu bekommen, und drängte mich stark, sie mitzunehmen, weil er weiß, dass ich Cime di Rapa liebe (hier findest du mein Rezept für PASTA MIT CIME DI RAPA).
Friarielli ähneln den Cime di Rapa, haben aber einen leicht bitteren Geschmack; in diesem Fall waren sie sehr frisch, mit festen, dünnen Stielen, wunderschönen, glänzend grünen Blättern und geschlossenen Blütenständen ohne gelbe Stellen … ok, wie immer hast du mich überzeugt!!!!!!
Zuhause konnte ich es kaum erwarten, mir ein schönes Pastagericht zuzubereiten, ich habe es mir schon vorgestellt, also habe ich ohne lange zu überlegen das erste Pastaformat aus dem Vorrat genommen und zu kochen begonnen, denn wichtig war mir vor allem die Sauce.
Ich habe ein einfaches und superschnelles Rezept benutzt, empfohlen von … naja, meinem Gemüsehändler — hätte ich es anders machen können?????
Das Ergebnis war ein echter Triumph an Düften und Aromen. Ich liebe den Kontrast zwischen dem kräftigen, salzigen Geschmack der Sardellen und dem leicht bitteren Ton der Friarielli.
Ein ideales Rezept, wenn man wenig Zeit hat, aber trotzdem nicht auf Geschmack verzichten möchte.
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 15 Minuten
- Portionen: 4 persone
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
Zutaten
- 320 g Spaghetti
- 1 kg Friarielli (oder Cime di Rapa)
- 4 Filets Sardellen (in Öl)
- 60 g Semmelbrösel
- 2 Esslöffel extra natives Olivenöl
- 1 Zehe Knoblauch
- nach Bedarf Salz
Zubereitung
Um die Friarielli zu säubern, entferne zuerst die äußeren Blätter, dann nimm mit den Händen oder mit einem kleinen Messer die inneren Blätter und die Blüte ab. Spüle sie unter fließendem Wasser, lasse sie abtropfen und trockne sie gut. In der Zwischenzeit bringe reichlich Wasser in einem großen Topf zum Kochen; derselbe Topf wird zum Blanchieren des Gemüses und anschließend zum Kochen der Pasta verwendet.
Sobald das Wasser im Topf kocht, gib die Blätter der Friarielli zusammen mit den größeren Stielen hinein und lass die kleineren Stiele vorerst außen vor.
Wenn sie zart sind (etwa 4–5 Minuten), gib in denselben Topf die Spaghetti (oder eine andere Pastaform).
In der Zwischenzeit erhitze in einer Pfanne 2 Esslöffel extra natives Olivenöl zusammen mit einer Knoblauchzehe (wenn du es scharf magst, kannst du etwas frische Chili hinzufügen).
Sobald der Knoblauch leicht goldbraun ist, nimm ihn heraus und füge 5 Filets Sardellen hinzu, zuvor vom Konservierungsöl abgetropft.
Brate sie bei mittlerer Hitze an, bis sie sich vollständig aufgelöst haben.
Schalte die Hitze aus und halte die Pfanne warm.
Gieße die Pasta al dente ab und gib sie direkt in die Pfanne zur Sauce, füge auch die Friarielli hinzu. Schwenke alles kurz durch und schmecke mit einer Prise Salz ab. Richte die Pasta an und träufle zum Schluss noch etwas rohes Olivenöl darüber. Guten Appetit!
AUFBEWAHRUNG
Das Gericht sollte sofort verzehrt werden. Falls etwas übrig bleibt, kannst du es höchstens einen Tag im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter aufbewahren. Es eignet sich nicht zum Einfrieren.
TIPPS UND VARIATIONEN
Ich gestehe, ich streue gerne etwas Pecorino darüber, ich finde, das passt hervorragend … die Wahl liegt bei dir.
Beim Kauf von Friarielli, wie auch bei Cime di Rapa, achte darauf, dass die Blütenstände geschlossen und kompakt sind, ohne gelbe Stellen. Die Blätter sollten sich fest anfühlen und eine schöne glänzende grüne Farbe haben.
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