Fisch im Alufolienpäckchen – einfaches Rezept

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Was passiert, wenn dein Mann beschließt, eine Diät zu machen? Für eine Food-Bloggerin ist das ein katastrophales Ereignis!!!!! Ich kann doch nicht ständig Salatteller oder Gemüsesuppen posten und fotografieren. Zum Glück gibt es viele leichte, aber trotzdem geschmackvolle – und fotogene! – Rezepte, die meiner Kochangst freien Lauf lassen und trotzdem die Wünsche des Gatten berücksichtigen. Eines davon ist die Zubereitung von Fisch im Alufolienpäckchen im Ofen. Sicherlich eine der einfachsten Zubereitungsarten: Durch das Einschließen des Garflüssigkeit bleibt der Fisch saftig und aromatisch und außerdem bleibt der Ofen sauber! Obwohl die Zubereitung wirklich einfach und schnell ist, sollte man ein paar Kleinigkeiten beachten, damit der Fisch perfekt gart – wir wollen ihn weder roh noch zäh haben. Ich verrate euch die Tipps von meinem Papa Peo, einem großartigen Fischer und Koch! So bereitet ihr ein einfaches, schnelles und eindrucksvolles Gericht zu, das gleichzeitig leicht und aromatisch ist. Heute verwende ich Goldbrasse (Orata), aber auch andere Fischarten eignen sich, dazu findet ihr Hinweise am Ende des Rezepts.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Kosten: Mittel
  • Vorbereitungszeit: 15 Minuten
  • Kochzeit: 25 Minuten
  • Portionen: 2 Personen
  • Küche: Italienisch

Zutaten

  • 600 g Goldbrasse (Orata)
  • 6 Kirschtomaten
  • 15 Kapern (in Salz)
  • 10 Taggiasca-Oliven (oder entsteinte schwarze Oliven)
  • 1 Zitrone (unbehandelt)
  • 2 Esslöffel extra natives Olivenöl
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Zehe Knoblauchzehe
  • nach Belieben Salz
  • nach Belieben frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

  • Es versteht sich von selbst, dass für das beste Ergebnis die Qualität der Zutaten entscheidend ist. Achtet immer darauf, dass der Fisch absolut frisch ist! Wie mein Papa mir als Kind immer sagte: Man erkennt es am Auge! Das klingt zwar banal, ist aber wirklich wahr! Die Augen müssen klar und gewölbt sein, die Kiemen leuchtend rot und die Haut silbrig mit fest anliegenden Schuppen.

  • Wenn ihr den Fisch nicht vom Fischhändler ausnehmen lasst, ist das kein Problem, das ist ganz einfach. Zuerst entfernt ihr die Rücken- und Seitenflossen mit einer Schere. Dann schabt ihr die Schuppen mit der Rückseite eines Messers von der Schwanz- zur Kopfseite.

    Öffnet nun den Bauch des Fisches, steckt die Scherenspitze in das kleine Loch unter dem Bauch in Richtung Schwanz und schneidet bis unter den Kopf. Entfernt die Innereien, spült die Goldbrasse innen und außen unter kaltem, fließendem Wasser und tupft sie trocken.

    Wascht dann die Zitrone gründlich und schneidet sie in Scheiben. Hackt Petersilie und Knoblauch im Mixer und gebt etwas von der Mischung in den Fisch. Legt ein paar Zitronenscheiben in die Bauchöffnung. Zum Schluss salzt und pfeffert ihr den Fisch.

  • Nehmt eine Auflaufform, legt zwei Lagen Alufolie hinein, bestreicht den Boden mit Olivenöl und legt die Goldbrasse hinein. Wascht die Kirschtomaten, halbiert sie und verteilt sie in der Form um die Goldbrasse, spült die Kapern gründlich unter fließendem Wasser, um überschüssiges Salz zu entfernen, und gebt diese zusammen mit den entsteinten Oliven dazu. Beträufelt die Goldbrasse mit etwas Olivenöl, gebt etwas von der restlichen Petersilien-Knoblauch-Mischung darüber und zum Schluss eine Prise Salz. Verschließt die Päckchen, indem ihr die Ränder der Alufolie überlappt und gut verschließt.

    Nun backt die Goldbrasse in einem vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober/Unterhitze) für etwa 25 Minuten (Angabe für eine Goldbrasse von ca. 500 g). Nach dem Garen nehmt ihr die Goldbrasse aus dem Ofen und serviert sie zusammen mit dem Garflüssigkeit, den Kirschtomaten, den Oliven und den Kapern.

Hinweise

Das Garen von Fisch im Ofen kann, gerade weil es fettarm ist, manchmal fade schmecken. Die beste Methode, um dem Fisch mehr Geschmack zu geben, ist vorheriges Marinieren. Ihr könnt den Fisch in einen großen Behälter legen, mit Zitronensaft, gehacktem Knoblauch, Petersilie und einem Schuss Öl beträufeln und etwa eine Stunde bei Raumtemperatur marinieren lassen, bevor ihr ihn in den Ofen gebt.

Die Zeiten und Temperaturen sind sehr wichtig: Ist der Ofen zu heiß, wird das Fleisch zäh; ist er zu niedrig, bleibt der Fisch roh und kann blutige Stellen behalten.

Nach mehreren Versuchen würde ich sagen, dass die optimale Ofentemperatur zwischen 190 und 200 °C liegt (abhängig vom Ofen). Auch die Garzeit variiert natürlich je nach Gewicht des Fisches. Als Richtwert gilt: Ein Fisch von 500/600 g benötigt etwa 25 Minuten, wiegt er 1 kg, rechnet mit rund 35 Minuten.

Für diese Zubereitung eignen sich neben der Goldbrasse auch Wolfsbarsch (Branzino), Dentex (Dentice) und Petersfisch (San Pietro). Für kleine pelagische Fischarten („Pesce azzurro“) ist diese Methode hingegen weniger geeignet; diese werden besser gegrillt oder frittiert.

Solltet ihr Fischreste übrig haben: Aufgewärmt sind sie nicht mehr optimal, aber als Basis für eine Fischsauce sind sie fantastisch. Zupft den Fisch mit einer Gabel klein und überprüft mit den Händen, ob noch Gräten vorhanden sind. Bereitet in einer Pfanne eine Tomatensauce zu, indem ihr einfach eine Knoblauchzehe (die ihr später entfernt) und einen Esslöffel Olivenöl hinzufügt. Nach etwa 5 Minuten Kochzeit der Tomatensauce gebt ihr den zerpflückten Fisch hinzu, vermengt alles gut und nehmt die Pfanne vom Herd. In der Zwischenzeit kocht ihr Spaghetti, gießt sie al dente ab und lasst sie in der Pfanne mit der Fischsauce fertig garen, gebt dabei einen Esslöffel Nudelkochwasser dazu. Anrichten und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Autorenbild

atavolacontea

Zu Tisch mit Tea: Gerichte, die jeder hinkriegt – oft mit Zutaten, die man schon zu Hause hat, und ich achte dabei auch auf Präsentation und Optik. Mein Motto? „Wir verwandeln das Gewöhnliche in etwas Außergewöhnliches, denn in der Küche ist nicht alles so schwer, wie es scheint!“

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