Knusprig panierte, frittierte Sardellen
Man kann ja nicht immer Diät halten — gönnt euch ab und zu eine kleine Sünde! Ich habe mich für einen schönen Teller panierter und frittierter Sardellen entschieden, ich liebe sie! Ich denke nicht, dass ich die einzige Liebhaberin dieses Gerichts bin: es schmeckt fast allen, sogar denen, die Fisch nicht besonders mögen, und außerdem handelt es sich um ‚pesce azzurro‘ (einen fettreichen Meeresfisch), das ist gesund… so gleicht es das Frittierte wieder aus!
Folgt meinem Rezept und die Sardellen bekommen eine knusprige Kruste, während das Fleisch innen zart und aromatisch bleibt. Außerdem sind sie ein sehr günstiger Fisch mit großer Wirkung — in Zeiten wie diesen kein Nachteil. In den Rezept-Notizen findet ihr den legendären Tipp meiner Großmutter, wie die Fritte sehr knusprig und perfekt gelingt.
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 15 Minuten
- Kochzeit: 5 Minuten
- Portionen: 4 PERSONEN
- Küche: Italienisch
Zutaten
- 800 g Sardellen (Anchovis) (Gewicht des Fisches vor dem Putzen)
- 100 g Mehl
- 100 g Semmelbrösel
- 1 Ei
- nach Geschmack Salz
- 500 ml Erdnussöl
Zubereitung
Zuerst putzen wir die Sardellen: Kopf mit den Fingern am Kiemenbereich vorsichtig vom Körper abziehen – dabei gehen die Innereien mit dem Kopf mit und müssen vollständig entfernt werden. An der Stelle, an der ihr den Kopf entfernt habt, die Sardelle dann vorsichtig wie ein Buch aufklappen, indem ihr mit dem Daumen bis zur Schwanzspitze entlangfahrt. Nehmt anschließend die Mittelgräte und löst sie behutsam bis zur Schwanzspitze (die Schwanzflosse soll dabei nicht abgetrennt werden).
Wenn ihr alle Fische geputzt habt, unter kaltem Wasser abspülen und danach mit einem Tuch oder Küchenpapier trocken tupfen.Bereitet drei flache Teller vor: In den ersten kommt das Mehl, in den zweiten das verquirlte Ei mit einer Prise Salz und in den dritten die Semmelbrösel. Nehmt die Sardellenfilets, wendet sie zuerst im Mehl, dann im verquirlten Ei und zuletzt in den Semmelbröseln.
Sobald alle Sardellen paniert sind, sind sie bereit zum Frittieren. Nehmt eine große Pfanne und gebt reichlich Erdnussöl hinein. Wartet, bis das Öl zischt; um die richtige Temperatur zu prüfen, gebt ein wenig Semmelbrösel hinein. Wenn das Öl heiß genug ist, steigen die Brösel sofort an die Oberfläche und beginnen zu brutzeln.
Frittiert die Sardellen portionsweise, damit sie sich nicht überlappen, und bratet sie erst auf einer, dann auf der anderen Seite, wobei ihr sie mit einem Schaumlöffel wendet, bis sie schön goldbraun sind (2 bis maximal 3 Minuten). Legt die fertigen Sardellen nach und nach auf einen Teller mit Küchenpapier, das das überschüssige Öl aufsaugt. Sofort servieren… sie sollten heiß gegessen werden!
Notizen
SARDELLEN PANIERTE FRITTIERTE SUPER KNUSPRIG: TIPPS
Beim Putzen achtet darauf, dass die Gräte beim Entfernen die Sardelle nicht in zwei Teile reißt — sie soll ganz bleiben und geöffnet wie ein Filet.
Zum Frittieren empfiehlt sich Erdnussöl: es kostet zwar etwas mehr, ist aber bei hohen Temperaturen am besten. Wenn ich nicht große Mengen frittieren muss, verwende ich statt einer Pfanne einen schmalen, hohen Topf und fülle ihn zu etwa zwei Dritteln mit Öl. So kann das Essen — auch wenn man nicht Literweise Öl verwendet — komplett darin schwimmen. Der Grund: je höher der Ölstand in der Pfanne oder im Topf ist, desto mehr schwimmt das Essen und desto weniger Öl wird aufgenommen. Probiert’s aus!
Wenn ihr die frittierten Sardellen als Aperitif oder Fingerfood servieren möchtet, präsentiert sie in kleinen „Tütchen“, die ihr aus Backpapier formt, so wie eine kleine Papiertüte.

