Kennt ihr Borretsch? Das ist eine krautige Pflanze mit hübschen blauen Blüten, die in der Küche viel verwendet wird. Besonders in meiner Region, Ligurien, nutzt man ihn für Ravioli – dort auch „di magro“ genannt, weil die Füllung komplett ohne Fleisch ist. Sie sind zugleich würzig und zart und passen zu vielen Saucen. Heute halte ich mich nicht an die Tradition, die sie einfach mit etwas Butter und geriebenem Parmesankäse serviert sieht… zu light! Bei uns zuhause mögen wir kräftigere Aromen, und was passt da besser als ein würziges Salsiccia-Ragù? Sehr einfach zuzubereiten und in kurzer Zeit habt ihr ein Gericht wie vom Chefkoch!
- Schwierigkeit: Leicht
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Kochzeit: 25 Minuten
- Portionen: 4 PERSONEN
- Küche: Italienisch
Zutaten
- 600 g Borretsch-Ravioli ((ich kaufe sie beim Pastificio Leonardi))
- 500 g Salsiccia ((Verzino))
- 1 Karotte
- 1 Sellerie ((1 Stange))
- 1 weiße Zwiebel
- 120 ml Rotwein
- 400 g Tomatensauce
- 1 Prise Zucker
- 2 Esslöffel extra natives Olivenöl
- nach Bedarf Salz
- nach Bedarf Pfeffer (optional)
Zubereitung
Beginnt damit, das Gemüse für das Soffritto vorzubereiten: Schneidet mit einem kleinen Messer die Enden der Karotte ab, schält sie mit einem Sparschäler und wäscht sie unter fließendem Wasser. Die Selleriestange waschen und die faserige äußere Haut mit dem Sparschäler entfernen. Als letztes die Zwiebel schälen und nur die Hälfte verwenden. Schneidet das ganze Gemüse in kleine Würfel. Nun die Salsiccia nehmen, die Haut entfernen, das Brät auseinanderzupfen und beiseitelegen.
Gebt das extra natives Olivenöl in eine beschichtete Pfanne, erhitzt es und fügt dann die fein gewürfelte Zwiebel, Karotte und Sellerie hinzu. Kurz anbraten, damit das Gemüse Farbe bekommt. Die Salsiccia dazugeben und weitere etwa 5 Minuten anbraten. Mit dem Rotwein ablöschen und etwas einkochen lassen. Die Tomatensauce dazugeben, eine Prise Zucker zur Milderung der Säure hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, das Ragù umrühren und bei schwacher Hitze weiterköcheln lassen, bis die Sauce eingedickt ist – dabei zwischendurch mit einem Kochlöffel umrühren: das dauert etwa 15 Minuten.
In der Zwischenzeit einen Topf mit reichlich gesalzenem Wasser zum Kochen bringen. Gegen Ende der Garzeit des Ragù die Borretsch-Ravioli ins Wasser geben und kochen, bis sie an die Oberfläche steigen (ca. 3 Minuten). Nach dem Garen abgießen und in die Pfanne mit dem vorbereiteten Ragù geben. Bei ausgeschalteter Hitze vorsichtig durchschwenken, damit sie sich mit der Sauce verbinden. Heiß servieren und nach Wunsch mit geriebenem Parmesankäse bestreuen.
Hinweise
Auch wenn ich es lieben würde, die Ravioli selbst von Hand herzustellen – in Wirklichkeit habe ich, wie die meisten von euch, leider selten genug Zeit, und deshalb kaufe ich sie oft fertig. Ein Tipp, den ich euch aber geben möchte: Kauft keine industriellen Produkte, die zwar günstig sind, aber meist von minderer Qualität. Holt euch stattdessen frische Pasta beim vertrauenswürdigen Pastamacher; ihr gebt vielleicht etwas mehr aus, wisst dafür aber genau, was ihr esst, und der Geschmack profitiert deutlich. Ein Tipp für meine Freunde aus Genua: Probiert das Pastificio Leonardi (Mercato Orientale und Piazza Giusti), das seit Jahren frische und ehrliche Produkte wie früher anbietet. http://www.pastificioleonardi.it/home/

