Dieses Rezept für eingelegte Auberginen versetzt mich in die Vergangenheit, als meine Großmutter Caita, eine echte Sizilianerin, sie für mich zubereitete.
Ich habe sie schon als Kind geliebt und auch als Erwachsene nicht damit aufgehört, vor allem jetzt, wo ich sie selbst nach ihren wertvollen Ratschlägen koche.
Neben dem großartigen Geschmack und der Vielseitigkeit — sie eignen sich sowohl als Beilage als auch als Vorspeise auf geröstetem Brot — sind sie auch eine einfache und praktische Konserve, mit der man das ganze Jahr über Auberginen genießen kann.
Wenn man es mit dem Öl nicht übertreibt, können sie außerdem ein leichtes Gericht sein, das sich gut in eine Diät einfügt.
Die einzige Änderung, die ich an dem mir überlieferten Rezept vorgenommen habe, ist eine leichte Reduzierung der Knoblauchmenge. Ich liebe Knoblauch und er ist köstlich, aber in großen Mengen vertreibt er nicht nur Vampire, sondern leider auch so manchen Menschen!
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 15 Minuten
- Kochzeit: 30 Minuten
- Portionen: etwa 2 Gläser à 500 g
- Küche: Italienisch
Zutaten
- 1 kg Auberginen
- 2 Zehen Knoblauch
- 1 Esslöffel Weißweinessig
- nach Belieben Oregano
- nach Belieben natives Olivenöl extra
- nach Belieben Salz
- nach Belieben Chili (optional)
Zubereitung
Heizt zuerst den Umluftofen auf 180 °C vor. Dann die Auberginen gründlich waschen und abtrocknen. Legt sie, ohne sie zu schneiden, aber mit ein paar Einstichen in die Schale, auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Backt sie bei 180 °C für etwa 30 Minuten; sie sind gar, wenn sich die Schale bei Berührung mit einer Gabel ohne Widerstand nachgibt (es ist, als wärde die Aubergine etwas „zusammenfallen“). Nehmt sie aus dem Ofen und lasst sie abkühlen.
Nachdem sie abgekühlt sind, entfernt den Stiel, schält die Auberginen (die Haut lässt sich dann sehr leicht abziehen) und schneidet sie längs in dünne Scheiben, so dass Streifen entstehen. Gebt sie in ein Sieb und drückt sie leicht, damit die Flüssigkeit austreten kann. Wer mag, kann sie auch vorsichtig mit den Händen auspressen.
Nun gebt die Auberginen in eine große Schüssel und würzt sie mit Salz, 1 Esslöffel Weißweinessig, dem in Scheiben geschnittenen Knoblauch, Oregano und, wenn ihr es scharf mögt, einigen kleinen Stücken Chili. Gut mischen und damit beginnen, ein Glas mit Auberginen zu füllen. Drückt dabei jedes Mal die Auberginen leicht zusammen, bevor ihr weitere hinzufügt, damit möglichst viel Luft entfernt wird (das erhöht die Haltbarkeit).
Ist das Glas gefüllt, gießt so viel extra natives Olivenöl hinein, bis die Auberginen vollständig bedeckt sind, und wartet, bis das Öl gut absinkt und alle Hohlräume füllt. Verschließt das Glas, stellt es in den Kühlschrank und lasst es 12 Stunden ruhen, damit die Aromen sich gut entfalten. Vor dem Verzehr das Glas aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur kommen lassen. Serviert die Auberginen als Beilage zu Fleischgerichten oder auf geröstetem Brot — ein Genuss. Probiert es aus!
Notizen
Stellt sicher, dass das Glas bis zum Rand mit Öl bedeckt ist; für eine optimale Konservierung müssen die Auberginen stets vollständig mit Öl bedeckt sein. Sollte der Pegel sinken, einfach nachfüllen. Wenn ihr die Auberginen nicht sofort verbrauchen wollt und eine haltbare Vorratskonserve (bis zu maximal 6 Monate) herstellen möchtet, müsst ihr die Gläser vakuumieren/sterilisieren. Nehmt einen Topf, stellt die Gläser auf den Boden und füllt ihn mit Wasser. Bringt das Wasser zum Kochen; sobald es kocht, lasst die „Sterilisation“ für weitere 20 Minuten laufen bei Gläsern von ca. 500 g Fassungsvermögen. Nach Ablauf der Zeit nehmt die Gläser vorsichtig aus dem Wasser und stellt sie zum Abkühlen verkehrt herum. Beim Abkühlen entsteht das Vakuum; das erkennt ihr daran, dass sich beim Umdrehen und Drücken auf den Deckel dieser leicht nach innen zieht und ihr ein klickartiges Geräusch hört. Nun sind eure eingelegten Auberginen fertig. Bewahrt sie an einem kühlen, trockenen Ort auf; einmal geöffnet, im Kühlschrank lagern und den Inhalt innerhalb von 7 Tagen verzehren. Auch wenn die Sterilisationsprozedur sicher ist: wenn ihr beim Öffnen Schimmel oder Ähnliches seht, entsorgt den Inhalt sofort.

