Die frittierte Zeppole von San Giuseppe sind das unangefochtene Symbol der italienischen Konditorei zur Feier des Vatertags. Diese köstliche Zubereitung wurzelt in der neapolitanischen Tradition: Man erzählt, dass das Rezept bereits im 18. Jahrhundert entstand, geschaffen von Meisterkonditoren, die kleine Ringe aus Brandteig direkt auf der Straße frittierten und so ein kollektives Ritual schufen.
Geprägt von einer Krone aus weichem Brandteig, einer großzügigen Portion Patisserie-Creme und den unverzichtbaren Amarenakirschen im Sirup, bieten sie ein perfektes Zusammenspiel von Texturen und Aromen.
Obwohl die Tradition sie streng als frittierte Variante vorsieht, um jene unverwechselbare goldene Knusprigkeit zu erzielen, findet ihr hier alle Schritte, um sie auch in einer leichtgewichtigen Ofenversion zuzubereiten, die ebenso eindrucksvoll und lecker ist.
Unten habe ich euch noch weitere leckere Desserts zum Ausprobieren für den Vatertag verlinkt. Und nun, wie gewohnt, direkt unter dem Foto die Anleitung zur Zubereitung der frittierten Zeppole von San Giuseppe!
Bis bald mit dem nächsten Rezept, Ana Amalia!
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Preiswert
- Vorbereitungszeit: 40 Minuten
- Portionen: 8 Personen
- Kochmethoden: Frittieren
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Alle Jahreszeiten, Vatertag
Zutaten für die frittierten Zeppole von San Giuseppe
- 3 Eier (mittelgroß)
- 1 Eigelb
- 150 g Mehl Tipo 00
- 55 g Butter
- 250 ml Wasser
- 1 Prise Salz
- 350 g Patisserie-Creme
- 1 l Erdnussöl
- Amarenakirschen im Sirup
- nach Belieben Puderzucker (optional)
Werkzeuge
- 1 Spritzbeutel mit Sterntülle
- 1 Kleiner Topf
- 1 Handrührbesen
- 1 Thermometer für die Küche
Zubereitung frittierte Zeppole von San Giuseppe
1. Für die frittierten Zeppole von San Giuseppe bereitet ihr zuerst die Patisserie-Creme zu; mein Rezept dazu findet ihr unter den Zutaten.
Alternativ könnt ihr sie auch im Mikrowellenherd zubereiten (viel einfacher und schneller). Gebt die Creme dann in einen Spritzbeutel mit Sterntülle und lasst sie abkühlen.
2. Jetzt bereitet ihr den Brandteig zu: Gebt Wasser mit der kalten, in Stücke geschnittenen Butter aus dem Kühlschrank und dem Salz in einen kleinen Topf.
Erhitzt die Mischung und lasst die Butter unter Rühren mit dem Handrührbesen schmelzen.
3. Sobald die Butter geschmolzen ist und das Wasser zu kochen beginnt, gebt die ganze Mehlmenge auf einmal dazu.
Rührt schnell mit dem Holzlöffel, bis sich die Masse von den Topfwänden löst (weiterhin auf der Hitze).
4. Nehmt den Topf vom Herd und gebt die Masse in eine Schüssel, spreizt sie aus, damit sie anwärmt.
5. Gebt ein Ei nach dem anderen hinzu und rührt kräftig mit dem Holzlöffel, bis es eingearbeitet ist, dann das nächste Ei.
Es kann anfangs schwierig sein, alles zu vereinen, aber nach und nach wird die Masse sich formen.
6. Ihr solltet eine glatte und homogene aber cremige Konsistenz erhalten. Füllt die Masse in einen Spritzbeutel mit mittlerer bis großer Sterntülle.
Legt ein Backpapier auf die Arbeitsfläche und formt mit dem Spritzbeutel Kreise — so entstehen die frittierten Zeppole von San Giuseppe.
7. Fahrt bei jeder Zeppola mit zwei Runden nach oben, je größer ihr die Ringe macht, desto weniger Stücke erhaltet ihr; mit diesen Mengen bekommt ihr 6 große Zeppole von ca. 7 cm.
Schneidet das Backpapier um die Zeppole herum in Quadrate aus.
1. Wenn alle Zeppole geformt sind, erhitzt das Erdnussöl in einem kleinen, hohen Topf zum Frittieren.
Messt mit dem Küchenthermometer eine Temperatur von 175°C für eine optimale Garung, damit sie nach dem Frittieren nicht fettig sind.
2. Frittieren jeweils 2 Zeppole von San Giuseppe zugleich: Nehmt das Backpapierquadrätchen und setzt die Zeppola hinein; sobald sie das Öl berührt, löst sich das Backpapier und bleibt in eurer Hand.
3. Lasst sie auf einer Seite goldbraun werden, wendet sie mit einer gelochten Schaumkelle und bratet sie auch auf der anderen Seite goldbraun.
Das dauert etwa 5 Minuten. Nehmt sie heraus und legt sie auf Küchenpapier, damit überschüssiges Öl abtropfen kann.
4. Wenn alle Zeppole fertig sind, könnt ihr sie nach Belieben mit Puderzucker bestäuben und dann großzügig mit Patisserie-Creme füllen.
Fertig mit einer Amarenakirsche im Sirup, die mittig auf der Creme platziert wird.
1. Wenn ihr möchtet, könnt ihr die Zeppole im Ofen backen: Nachdem ihr sie auf dem Backpapier geformt habt, heizt den Ofen auf 200°C Ober/Unterhitze vor.
Legt das Backpapier mit den Zeppole auf ein Backblech und backt sie 20/25 Minuten auf der unteren Schiene des Ofens.
2. Schaltet den Ofen aus, öffnet die Tür leicht und klemmt sie mit einem Holzlöffel so, dass ein kleiner Spalt bleibt. Lasst die Zeppole im ausgeschalteten Ofen etwas austrocknen.
Füllt sie erst, wenn sie vollständig abgekühlt sind, und legt sie dann nach und nach auf eine Servierplatte.
Wie bewahrt man die Zeppole von San Giuseppe auf?
Ungefüllt: Nach dem Backen (sowohl frittiert als auch aus dem Ofen) und nachdem sie abgekühlt sind, halten sich die Zeppole in einem luftdichten Behälter 2 Tage bei Raumtemperatur. Wenn sie an Knusprigkeit verlieren, gebt sie kurz (eine Minute) in einen vorgeheizten Ofen, bevor ihr sie füllt.
Gefüllt: Sobald die Patisserie-Creme hinzugefügt ist, müssen sie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 24 Stunden verzehrt werden. Nehmt sie etwa 15 Minuten vor dem Servieren heraus, damit die Creme ihre Konsistenz optimal entfaltet.
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FAQ (Fragen und Antworten)
Warum sind die Zeppole nach dem Backen zusammengefallen?
Wahrscheinlich wurden sie zu früh aus dem Ofen genommen oder es war noch Feuchtigkeit im Inneren. Stellt sicher, dass sie gut gebräunt sind, und lasst sie zum Schluss 5 Minuten im ausgeschalteten Ofen mit leicht geöffneter Tür trocknen.
Kann ich den Brandteig im Voraus zubereiten?
Ja, der rohe Teig lässt sich etwa 12 Stunden im Kühlschrank in einem Spritzbeutel aufbewahren. Für das beste Ergebnis empfiehlt es sich jedoch, die Zeppole gleich zu formen und sofort zu garen.
Wie vermeide ich, dass die frittierten Zeppole fettig werden?
Das Geheimnis ist die Temperatur des Öls, die zwischen 170°C und 175°C liegen sollte. Ist das Öl zu kalt, saugt sich der Teig mit Fett voll; ist es zu heiß, werden sie außen dunkel, bleiben aber innen roh.

