Brioche-Zöpfchen mit Vanillecreme

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Heute möchte ich ein Rezept mit euch teilen, das für mich wie Zuhause und wie Kuscheln schmeckt: die Brioche-Zöpfchen mit Vanillecreme. Es sind kleine, luftige Hefeteig-Wölkchen, sorgfältig geflochten und veredelt mit Klecksen von dicker, duftender Vanillecreme mit Zitronenabrieb.
Die Zubereitung erfordert etwas Geduld wegen der Gehzeit, aber ich verspreche euch: zuzusehen, wie der Teig aufgeht und die Zöpfchen im Ofen goldbraun werden, ist ein enormes Glücksgefühl.

Sie sind perfekt zum Eintunken in kalte Milch oder zum Genießen mit einem heißen Kaffee, vielleicht während draußen die Welt hektisch ist und ihr euch einen Moment langsamer, süßer Freude gönnt.

Weiter unten findet ihr noch weitere Brioche-Rezepte zum Selbermachen und dann, wie immer direkt unter dem Foto, die genaue Anleitung, wie ihr diese Brioche-Zöpfchen mit Vanillecreme zubereitet 😉

Bis bald mit dem nächsten Rezept, Ana Amalia!

Brioche-Zöpfchen mit Vanillecreme
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Kosten: Sehr günstig
  • Ruhezeit: 4 Stunden
  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Kochzeit: 20 Minuten
  • Portionen: 12 Stück
  • Kochmethoden: Backofen (elektrisch)
  • Küche: Italienisch
  • Saisonalität: Ganzjährig

Zutaten für die Brioche-Zopfchen mit Vanillecreme

  • 250 g Weizenmehl (Tipo 00)
  • 250 g Manitoba-Mehl
  • 250 g Milch
  • 80 g Zucker
  • 70 g Butter (mindestens 1 Stunde vorher bei Raumtemperatur lassen)
  • 1 Ei (groß)
  • 8 g Frische Hefe (oder 3 Gramm Trockenhefe)
  • 1 cucchiaino Vanilleextrakt
  • 1 pizzico Salz
  • 250 ml Milch
  • 2 Eigelbe
  • 60 g Zucker
  • 25 g Maisstärke
  • 1 Zitrone (nur die Schale)

Küchenutensilien

  • 1 Schneebesen
  • 2 Schüsseln
  • 1 Holzlöffel
  • 1 Kleiner Topf
  • 1 Backblech für den Backofen
  • 1 Küchenwaage

Zubereitung der Brioche-Zopfchen mit Vanillecreme

  • In einem kleinen Topf die Milch erwärmen (nur bis kurz vor dem Siedepunkt) zusammen mit der Zitronenschale.

    In einer separaten Schüssel die Eigelbe mit dem Zucker und der Maisstärke mit einem Schneebesen gut verrühren, bis eine klumpenfreie Creme entsteht.

  • Einen Teil der warmen Milch in die Eiermischung gießen, um sie anzugleichen, dann alles zurück in den Topf geben.


    Bei geringer Hitze kochen und dabei ständig mit dem Schneebesen oder einem Holzlöffel rühren; in wenigen Minuten wird die Creme dicklich.

  • Die Creme in eine Schüssel umfüllen, mit Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche abdecken (so dass die Folie die Creme berührt) und vollständig abkühlen lassen.

    Tipp: Wenn ihr sie schon am Vortag zubereitet, wird die Creme noch fester und lässt sich besser verarbeiten.

  • In einer großen Schüssel (oder in der Küchenmaschine) die Hefe in lauwarmer Milch auflösen. Gebt dann Zucker und das leicht verquirlte Ei zusammen mit dem Vanilleextrakt hinzu.

  • Beginnt, die gesiebten Mehlsorten nach und nach hinzuzufügen und knetet dabei mit den Händen oder dem Knethaken.

  • Wenn das Mehl fast komplett eingearbeitet ist, stückchenweise die weiche Butter dazugeben.

    Das ist der wichtige Schritt: Gebt ein Stück Butter dazu, knetet, bis es verschwunden ist, und fahrt dann mit dem nächsten Stück fort. Am Ende das Prise Salz zugeben.

  • Ungefähr 10 Minuten kneten: Ihr solltet einen glatten Teig erhalten, der nicht mehr an den Händen klebt.

    Den Teig in eine Schüssel legen, mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und im ausgeschalteten Ofen (aber mit eingeschalteter Lampe) für etwa 3 Stunden ruhen lassen. Er sollte sich im Volumen verdoppeln.

  • Wenn der Teig aufgegangen und luftig ist, ihn vorsichtig entgasen. In 12 Kugeln teilen, möglichst gleichgroße Stücke von etwa 75 Gramm pro Kugel formen.

  • Eine Kugel nehmen und sie auf der Arbeitsfläche zu einer etwa 28 cm langen „Wurst“ ausrollen („Schneckchen“ oder „Serpentello“).

  • Die Wurst in der Mitte falten (so dass eine U-Form entsteht) und die beiden Hälften miteinander verdrehen, wie eine einfache Zopf-Flechtung mit zwei Strängen.

    Drückt die Enden gut zusammen, damit sie beim Backen nicht aufgehen.

  • Legt die Zöpfchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech und lasst genug Abstand, denn sie gehen noch auf! Weitere 30–40 Minuten ruhen lassen.

  • Mit einem Teelöffel oder einer Spritztüte kleine Kleckse der Creme auf die Zöpfchen setzen (genau wie auf dem Foto).

  • Den oberen Teil der Brioche mit einer Mischung aus Eigelb und ein wenig Milch bestreichen: das gibt die schöne goldglänzende Farbe.

  • Bei 180°C (Ober-/Unterhitze) vorgeheiztem Ofen für etwa 15-20 Minuten backen. Schaut nach, dass sie oben und unten schön goldbraun sind, bevor ihr sie herausnehmt.

Aufbewahrung, Tipps und Varianten für die Brioche-Zopfchen mit Vanillecreme

Bei Raumtemperatur: Die Zöpfchen bleiben weich für 1-2 Tage, wenn ihr sie luftdicht in einem Lebensmittelbeutel oder unter einer Glasglocke aufbewahrt.

Im Gefrierschrank: Ihr könnt sie einfrieren, sobald sie abgekühlt sind. Bei Bedarf einfach herausnehmen und kurz im warmen Ofen aufbacken oder bei Raumtemperatur auftauen lassen: sie schmecken dann wieder wie frisch gebacken!

Der Mikrowellen-Trick: Wenn ihr sie am nächsten Tag esst, 10-15 Sekunden in der Mikrowelle erwärmen: die Feuchtigkeit im Teig wird wieder aktiviert und sie werden herrlich weich.

Brioche-Zöpfchen mit Vanillecreme

Die Geheimnisse für den Erfolg
Die Butter: Schmelzt sie niemals auf dem Herd! Sie sollte „pomadig“ sein, also weich, aber noch fest. Wenn ihr sie schmelzt, verändert sich die Struktur der Brioche und sie wird schwerer.
Die Gehzeiten: Wenn es bei euch zu Hause kalt ist, stellt den Teig in den ausgeschalteten Ofen und lasst nur das Licht an. Die gleichmäßige Wärme hilft der Hefe besser zu arbeiten.
Die Creme: Achtet darauf, dass die Creme richtig kalt aus dem Kühlschrank ist, bevor ihr sie auf die Zöpfchen gebt. Ist sie noch warm, kann sie die Unterlage-Teiggärung beeinträchtigen.

Köstliche Varianten
Schokotropfen: Wenn ihr eine noch reichere Version wollt, rührt dunkle Schokotropfen unter die Vanillecreme, bevor ihr die Zöpfchen füllt.
Mit Orangenaroma: Ersetzt die Zitronenschale in der Creme durch Orangenabrieb und gebt etwas Abrieb auch in den Teig für eine intensivere, winterliche Zitrusnote.
Marmelade und Zuckerkruste: Wenn ihr keine Zeit für die Creme habt, könnt ihr die Zöpfchen mit eurer Lieblingsmarmelade füllen (Aprikose passt besonders gut) und vor dem Backen mit Hagelzucker bestreuen.

📸 Jetzt seid ihr dran!

Ich hoffe, dieses Rezept bringt ein Stück der Süße in eure Küche, wie es auch in meine gekommen ist. Nichts ist befriedigender, als zu sehen, wie diese Zöpfchen im Ofen aufgehen und ihr Duft das ganze Haus erfüllt!
Wenn ihr sie ausprobiert, bitte:
Lasst mich wissen, wie sie geworden sind: Hinterlasst einen Kommentar unten, ich bin neugierig, ob ihr die klassische Version bevorzugt oder eine der schmackhaften Varianten.
Markiert mich in euren Fotos: Wenn ihr sie in den sozialen Medien postet, markiert mich gern! Ich liebe es, eure Kreationen zu sehen und eure Erfolge in meinen Stories zu teilen.
Habt ihr Fragen? Wenn ein Schritt unklar ist, schreibt mir gerne: Ich antworte auf alle Fragen, damit eure Brioche perfekt gelingen.

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FAQ (Fragen & Antworten) zu den Brioche-Zopfchen mit Vanillecreme

  • Kann ich den Teig schon am Abend zuvor zubereiten?

    Natürlich! Das ist eine tolle Idee, um morgens frische Brioche zu haben. Nach dem Kneten den Teigling in eine Schüssel legen, mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am Morgen lasst ihr den Teig etwa eine Stunde auf Raumtemperatur kommen, dann formt ihr die Zöpfchen und macht die zweite Gehzeit wie im Rezept beschrieben.

  • Warum sind meine Zöpfchen etwas fest geworden?

    Meistens liegt es an zwei Gründen: Entweder wurde beim Verarbeiten zu viel Mehl hinzugegeben, oder sie wurden zu lange gebacken. Jeder Ofen ist anders, deshalb kontrolliert sie nach den ersten 15 Minuten: sie sollten goldbraun sein, aber nicht zu dunkel. Auch die Verwendung von „pomadiger“ (nicht geschmolzener) Butter ist entscheidend für die Saftigkeit.

  • Womit kann ich frische Hefe ersetzen?

    Ihr könnt stattdessen Trockenhefe aus der Tüte verwenden. Für dieses Rezept reichen etwa 3-4 Gramm. Aktiviert sie am besten vorab in etwas lauwarmer Milch mit einer Prise Zucker, bevor ihr sie zum Mehl gebt.

  • Kann ich Pflanzenmilch verwenden?

    Ja, ihr könnt Kuhmilch 1:1 durch Soja- oder Mandelmilch ersetzen.

Autorenbild

Ana Amalia

Von der Vorspeise bis zum Dessert im Handumdrehen.

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