Babà mit Rum
Der Babà, ein typisches neapolitanisches Gebäck, ist sicherlich eine der Ikonen der italienischen Patisserie, auch wenn nur wenige wissen, dass er ursprünglich polnischen Ursprungs ist.
Es handelt sich um einen Hefeteig mit der charakteristischen Pilzform, der nach dem Backen in eine warme Flüssigkeit getaucht wird, z. B. in Zuckersirup, Limoncello oder andere Liköre. Der klassische Babà ist jedoch der mit Rum.
Da ich persönlich keine große Freundin von Desserts auf Likörbasis bin, hat mich dieses Gebäck lange nicht angesprochen und ich hätte nie daran gedacht, es auszuprobieren, zumal es mir anfänglich sehr kompliziert erschien.
Dann aber bekam ich zum Geburtstag von einer lieben Freundin, die meine Leidenschaft für den Blog und das Kochen kennt, allerlei Kleinigkeiten geschenkt — darunter, aufpasst … Babà-Förmchen. Und was macht man da? Probiert man es nicht aus?
Man muss nur Schritt für Schritt den Anweisungen folgen; es ist überhaupt nicht kompliziert und sie gelingen wunderbar. Ideal als Abschluss eines Menüs, weil sie Dessert und Digestif verbinden. Probiert sie aus; wenn sie euch gefallen, gibt es auf „A Tavola con Tea“ auch eine Limoncello-Variante.
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Mittel
- Vorbereitungszeit: 25 Minuten
- Kochzeit: 25 Minuten
- Portionen: 24 Babà
- Küche: Italienisch
Zutaten
- 700 g Manitoba-Mehl
- 200 ml Milch
- 100 g Butter
- 70 g Zucker
- 20 g Frische Hefe
- 6 Eier
- 1 Schote Vanille
- 1 Prise Salz
- Butter (für Förmchen)
- 500 g Zucker
- 300 ml Rum
- 1 l Wasser
- 1 Orangenschale
- 1 Zitronenschale
Zubereitung
Beginnt mit der Zubereitung der Bagna (Sirup). Reibt die Schale einer unbehandelten Orange und einer unbehandelten Zitrone ab. Gebt in einen hohen, schmalen Topf das Wasser zusammen mit dem Zucker und den Zitrusschalen. Bringt alles zum Kochen; der Zucker löst sich dabei. Schaltet den Herd aus, gebt den Rum hinzu, deckt den Topf ab und lasst den Sirup ziehen.
Jetzt widmen wir uns dem Teig für die Babà. Zuerst die frische Hefe in lauwarmer Milch auflösen, in die ihr die aus der Vanilleschote herausgelösten Samen gegeben habt. In einer großen Schüssel das Manitoba-Mehl, den Zucker, die weiche Butter sowie die aufgelöste Hefe mit den Vanillesamen geben und etwa 5 Minuten kneten, bis ein weicher, aber formfester Teig entsteht. Dann die Eier nacheinander untermischen: nicht das nächste Ei dazugeben, bevor das vorherige komplett eingearbeitet ist; so fortfahren, bis das letzte Ei eingearbeitet ist. Weiterkneten, bis der Teig glatt, homogen und elastisch ist. Dann eine Kugel formen, mit Frischhaltefolie abdecken und gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat (ca. 45–50 Minuten, je nach Raumtemperatur).
Bereitet inzwischen die speziellen Babà-Förmchen vor (man bekommt sie fast überall; ich empfehle Einweg-Förmchen). Ich habe 6 hohe Förmchen mit 5 cm Durchmesser verwendet. Wenn der Teig gegangen ist, kurz entgasen. Nehmt mit den Händen jeweils Stücke von ca. 60–70 g und formt daraus Kugeln, die ihr in die Förmchen gebt (die Förmchen zu etwa 2/3 füllen). Sobald alle Babà vorbereitet sind, noch einmal gehen lassen, bis sie schön aufgegangen sind und den Rand des Förmchens erreichen (ca. 1–1,5 Stunden). Dann sind sie bereit für den Ofen.
Im vorgeheizten Umluftofen bei 160 °C etwa 25 Minuten backen. Nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen; dann aus den Förmchen lösen und vollständig in den Sirup tauchen. Wenn sie gut durchtränkt sind, mit einer Schaumkelle aus dem Sirup heben und auf einem Gitter kurz abtropfen lassen, damit überschüssige Flüssigkeit ablaufen kann. Fertig sind eure Babà! Serviert sie pur oder begleitet von geschlagener Sahne oder Vanillecreme.
Hinweise
Wenn ihr die Babà nicht sofort verzehrt, bewahrt sie gut verschlossen im Kühlschrank auf. Gebackener, aber nicht getränkter Babà hält sich im Kühlschrank bis zu einer Woche oder eingefroren bis zu einem Monat.
Bereits getränkter Babà bleibt im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter 3–4 Tage haltbar; auch dieser lässt sich einfrieren und hält sich im Gefrierfach etwa einen Monat.

