Cremige Kichererbsensuppe: Rezept mit flambierten Garnelen und knusprigem Bauchspeck
Cremesuppen haben etwas Magisches, oder? Sie sind die warme Umarmung eines frischen Abends, und wenn man sie mit besonderen Zutaten veredelt, werden sie zu einem Gericht, das einem Restaurant würdig ist.
Diese Kichererbsensuppe mit Garnelen und knusprigem Bauchspeck ist genau das: die perfekte Balance zwischen der rustikalen Einfachheit der Hülsenfrüchte und der Eleganz der Kombinationen.
Das Geheimnis einer wirklich „samtigen“ Suppe liegt in der langsamen Zubereitung der getrockneten Kichererbsen (ja, das Einweichen ist entscheidend!) zusammen mit dem fein gehackten Sellerie, Karotten und Zwiebeln.
Diese Mischung, die Basis unserer Küche, schafft eine Geschmacksintensität, die keine Brühe allein erreichen kann. Und um dem Geschmack noch mehr Tiefe zu geben?
Eine Prise Kurkuma für Farbe und Aroma und ein langes Simmern, damit die Kichererbsen wunderbar weich werden und sich in eine Creme verwandeln.
Das, was dieses Gericht unvergesslich macht, sind die Toppings. Du bekommst die Süße und Zartheit der in Zitronensaft marinierten Garnelen, kurz angebraten und mit einem schnellen Cognac-Flambé veredelt (keine Angst, das ist einfach und verleiht ein unglaubliches Aroma!), im Kontrast zum salzigen Crunch des knusprigen Bauchspecks.
Der Bauchspeck, langsam im Ofen gebacken, ist das Element, das die Weichheit der Suppe durchbricht. Das Schöne an diesem Rezept ist, dass du die Suppe im Voraus zubereiten kannst – die Garnelen und der Bauchspeck kommen erst ganz zum Schluss.
Leg los, Geduld wird belohnt!
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Mittel
- Vorbereitungszeit: 25 Minuten
- Kochzeit: 1 Stunde 30 Minuten
- Portionen: 4
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
Zutaten (Mengen für 6 Personen)
- 500 g getrocknete Kichererbsen (oder vorgekocht, siehe Hinweis)
- 1 Stängel Stangensellerie
- 1 Karotte
- 1 Zwiebel
- 18 Garnelen (bereits geschält, 3 pro Person)
- 6 Scheiben Bauchspeck
- 1.5 Gemüsebrühe
- 1 Prise Kurkuma (Pulver)
- 1 Esslöffel Cognac
- Rosmarin (1 Zweig)
- Lorbeer (1 Blatt)
- Zitronensaft (zum Marinieren)
- nach Belieben Olivenöl extra vergine
- nach Belieben Salz
- 1 Prise Pfeffer
Werkzeuge
- Küchenwaage
- Topf
- Pfanne
- Stabmixer
- Backblech
Zubereitung der Kichererbsensuppe mit Garnelen und knusprigem Bauchspeck
Beginne am Abend zuvor: Gib die getrockneten Kichererbsen in einen Topf und bedecke sie reichlich mit Wasser. Lasse sie 12 Stunden einweichen, fülle bei Bedarf Wasser nach, damit die Kichererbsen stets bedeckt bleiben.
Gieße die Kichererbsen ab und spüle sie. Wasche und hacke die Mischung aus Sellerie, Karotten und Zwiebeln fein (das klassische Mirepoix). Erhitze in einer großen Pfanne oder Kasserolle einen Schuss Olivenöl und dünste die Mischung bei niedriger Hitze etwa 10 Minuten, bis sie weich ist (sie darf nicht bräunen). Gib die Kichererbsen, das Lorbeerblatt und den Rosmarin dazu. Bedecke mit etwa 5 Schöpflöffeln heißer Gemüsebrühe (oder so viel, dass die Kichererbsen gut bedeckt sind). Decke mit einem Deckel ab und koche etwa 1,5 Stunden, oder bis die Kichererbsen sehr weich sind.
Während die Kichererbsen kochen, bereite den Bauchspeck vor: Lege die Scheiben auf den Rost im Ofen (darunter ein Blech, um das Fett aufzufangen) und gare sie bei 130 °C etwa 20 Minuten, bis sie schön knusprig sind. Nimm sie aus dem Ofen und stelle sie beiseite. Säubere die Garnelen (falls noch nicht getan) und entferne Panzer und Darm. Gib sie in eine Schüssel und mariniere sie mit etwas Olivenöl und Zitronensaft. Lasse sie etwa zehn Minuten ziehen.
Wenn die Kichererbsen gar sind, entferne Lorbeer und Rosmarin aus der Pfanne. Püriere alles mit einem Stabmixer, bis eine vollkommen glatte, samtige Creme entsteht. Falls nötig, füge heiße Gemüsebrühe hinzu, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Würze mit Salz, Pfeffer und Kurkuma. Koche die Suppe weitere 5 Minuten.
Lasse die Garnelen von der Marinade abtropfen. Brate sie in einer Pfanne mit etwas Öl, Salz und Pfeffer für ein paar Minuten an. Gib den Cognac hinzu und, wenn du mutig bist, zünde ihn vorsichtig mit einem langen Streichholz an (Pfanne vom Herd und Gesicht fernhalten!) für ein kurzes Flambé – ansonsten den Cognac einfach verkochen lassen. Wende die Garnelen und brate sie auf der anderen Seite weitere zwei Minuten. Verteile die heiße Suppe auf Teller, lege pro Portion zwei Garnelen darauf und zerbrösele den knusprigen Bauchspeck darüber. Sofort servieren!
Zutatenhinweise und Ersatzmöglichkeiten
Für ein besonders feines Ergebnis kannst du die Suppe nach dem Pürieren durch ein feines Sieb streichen. Kurkuma ist wichtig für die Farbe (ein schönes goldgelb) und verleiht eine leicht erdige Note.
Mögliche Ersatzprodukte:
Getrocknete Kichererbsen: Vorgekochte Kichererbsen aus dem Glas (gut abgespült). Verkürze die Kochzeit auf 30–40 Minuten.
Bauchspeck: Dünn geschnittenes Speck (z. B. Südtiroler Speck). Gibt ein noch rauchigeres, knuspriges Ergebnis.
Garnelen: Krabben oder Jakobsmuscheln (kurz angebraten). Für einen zarteren Geschmack.
Cognac: Brandy oder trockener Weißwein. Für das Flambé erhältst du ein ähnliches Aroma, oft günstiger.
Kurkuma: Safranpulver (ein Päckchen). Für eine intensivere Farbe und ein blumigeres Aroma.
Aufbewahrung
Suppe (Basis): Die Kichererbsensuppe (ohne Garnelen und Bauchspeck) hält sich gut im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter 3–4 Tage. Sie lässt sich auch einfrieren.
Knuspriger Bauchspeck: Bewahre ihn bei Zimmertemperatur in einem luftdichten Behälter auf, nicht im Kühlschrank, damit die Knusprigkeit erhalten bleibt. Maximale Haltbarkeit 2 Tage.
Garnelen: Gare sie erst beim Servieren, damit sie nicht zäh werden.
Gourmet-Alternativen und Varianten
Würzige vegane Suppe: Lass Garnelen und Bauchspeck weg. Füge der Suppe eine Prise Kreuzkümmel und einen Schuss Kokosmilch für eine noch exotischere Konsistenz hinzu. Garniere mit Croutons und gerösteten Kürbiskernen.
Mediterraner Geschmack: Statt Rosmarin und Lorbeer, verwende Basilikum und Oregano beim Kochen. Serviere mit einem Schuss rohem Olivenöl und confierten Cocktailtomaten.
Schärferer Touch: Gib etwas Chiliflocken in die Marinade der Garnelen oder eine Prise Cayenne in die Suppe.
Verwendung und perfekte Kombinationen
Die Kichererbsensuppe eignet sich perfekt als:
Eleganter erster Gang: Ideal für besondere Abendessen.
Leichtes Single-Dish: Perfekt für ein winterliches Mittagessen.
Weinbegleitung: Wähle einen körperreichen, aromatischen, aber frischen Weißwein, der die Salzigkeit des Bauchspecks und die Süße der Kichererbsen ausgleicht. Ein Verdicchio dei Castelli di Jesi oder ein Greco di Tufo wären ausgezeichnete Wahlmöglichkeiten.
Ursprung und Geschichte des Rezepts
Cremesuppen oder Suppen sind ein Grundelement der bäuerlichen Küche, entstanden, um Hülsenfrüchte und saisonales Gemüse optimal zu nutzen. Die Kombination von Kichererbsen mit rauchigen und maritimen Aromen ist eine moderne Neuinterpretation, die die mediterrane Tradition (Kichererbsen und Hülsenfrüchte) mit Gourmet-Einflüssen feiert. Die Idee, ein einfaches Gericht mit reichen und knusprigen Komponenten zu balancieren (Surf and Turf auf italienische Art), hebt diese schlichte Suppe auf ein Niveau anspruchsvoller Hausmannskost.
FAQ (Fragen und Antworten)
1. Kann ich vorgekochte Kichererbsen verwenden, um Zeit zu sparen?
Ja, das kannst du! Verwende 500 g vorgekochte Kichererbsen aus dem Glas, spüle sie aber gründlich, um die Konservierungsflüssigkeit zu entfernen. Verkürze die Kochzeit beim Dünsten auf 30–40 Minuten, nur damit die Kichererbsen das Aroma der Brühe und des Gemüses aufnehmen.
2. Wie mache ich den Bauchspeck wirklich knusprig?
Das Geheimnis ist langsames Garen bei niedriger Temperatur (130 °C). So schmilzt das Fett langsam, ohne dass das Fleisch verbrennt. Für extra Crunch kannst du die Scheiben nach dem Abkühlen nochmal für ein paar Minuten bei 180 °C in den Ofen geben, kurz bevor du servierst.
3. Was tun, wenn ich keinen Stabmixer habe?
Du kannst einen Standmixer (Blender) verwenden, achte dann aber auf die Flüssigkeitsmengen und püriere die Suppe portionsweise. Wenn sie noch feiner sein soll, kannst du sie nach dem Pürieren durch ein feines Sieb passieren.

