Einfache Sfogliatelle Ricce aus Blätterteig

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Einfache Sfogliatelle Ricce aus Blätterteig

Wenn du die neapolitanischen Sfogliatelle Ricce magst, sie dir aber zu kompliziert vorkommen, probier dieses Rezept für einfache Sfogliatelle mit RICOTTA und SCHOKOLADE aus Blätterteig. Sie sind nicht ganz identisch mit dem Original, aber vertrau mir: sie sind super lecker und total leicht zuzubereiten!

Sie erinnern in der Form an die klassischen neapolitanischen Sfogliatelle, werden aber aus fertigem Blätterteig gemacht – außen knusprig, innen weich und herrlich cremig: endlich ein Rezept, das jeder schaffen kann.

Die Zutaten sind wenige und einfach: eine Rolle rechteckiger Blätterteig, Ricotta, Zucker und Schokotropfen. Dann musst du nur den Anweisungen in der Rezeptbeschreibung folgen, damit die Hülle dünn wird, mit Butter bestreichen – und fertig ist das Ganze.

Du erhältst Sfogliatelle mit einer knusprigen Kruste, die ein cremiges, aromatisches Inneres umschließt – noch leckerer durch die Schokotröpfchen.

Hast du das Rezept erst einmal drauf, kannst du die Füllung nach Lust und Laune variieren und statt der klassischen Ricotta-Füllung Puddingcreme, Haselnusscreme oder Ricotta mit kandierter Orange verwenden.

Perfekt zum Frühstück, als süßer Snack oder als Abschluss bei einem Steh-Buffet – deine Gäste werden staunen und denken, du hättest den ganzen Tag in der Küche gestanden.

Weitere einfache Süßspeisen, die du mit fertigem Blätterteig zubereiten kannst

  • Schwierigkeit: Sehr einfach
  • Kosten: Sehr günstig
  • Ruhezeit: 20 Minuten
  • Vorbereitungszeit: 15 Minuten
  • Kochzeit: 20 Minuten
  • Portionen: 6 Sfogliatelle
  • Kochmethoden: Backofen
  • Küche: Italienisch
362,18 Kcal
kalorien pro Portion
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  • Leistung 362,18 (Kcal)
  • Kohlenhydrate 33,23 (g) davon Zucker 16,48 (g)
  • Proteine 6,75 (g)
  • Fett 22,96 (g) davon gesättigt 7,49 (g)davon ungesättigt 12,09 (g)
  • Fasern 0,46 (g)
  • Natrium 111,36 (mg)

Richtwerte für eine Portion von 70 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.

* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov

Zutaten

  • 1 Rolle Blätterteig (rechteckig)
  • 180 g Ricotta
  • 50 g Zucker (oder Puderzucker)
  • 70 g Schokotropfen
  • 30 g Butter (geschmolzen)
  • Puderzucker (zum Bestäuben)

Werkzeuge

  • 1 Schüssel
  • 1 Backblech
  • Backpapier
  • Spatel

So bereitest du die Ricce-Sfogliatelle mit fertigem Blätterteig zu

  • Schneiden und Buttern: Rolle den Blätterteig auf der Arbeitsfläche aus und schneide ihn der Länge nach in 3 gleich große Streifen. Schmelze die Butter und lass sie etwas abkühlen.
    Schichte die Lagen: Bestreiche die Oberfläche von zwei der drei Streifen mit der flüssigen Butter. Lege die Streifen übereinander, wobei die oberste Streifenlage die sein sollte, die nicht gebuttert wurde.
    Rolle formen und ruhen lassen: Rolle die übereinander liegenden Streifen von der kurzen Seite her zu einer kompakten Rolle. Wickel sie fest in Backpapier und lege sie für 20 Minuten ins Gefrierfach.

  • Ricotta-Basis: Während der Teig ruht, bereite die Füllung vor. Gib die Ricotta und den Zucker (oder Puderzucker) in eine Schüssel. Verrühre alles mit einem Spatel, aber nicht zu lange, bis eine glatte Masse entsteht.
    Schokolade dazugeben: Hebe die Schokotropfen unter und vermische alles gut.

  • Die Scheiben schneiden: Nach der Ruhezeit nimm die Rolle aus dem Gefrierfach und schneide sie in Scheiben von etwa einem Zentimeter Dicke.
    Basis formen: Nimm eine Scheibe und drücke sie mit den Händen leicht platt. Drücke mit den Fingern von der Mitte nach außen, um eine Mulde zu formen, so dass Scheiben von etwa 12 cm Durchmesser entstehen.
    Füllen und verschließen: Gib in die Mitte jeder Scheibe einen gehäuften Esslöffel der Ricotta-Schoko-Füllung. Falte die Scheibe zu einem Halbmond und kneife die Ränder sorgfältig mit den Fingern zusammen, damit die Füllung beim Backen nicht herausläuft.

  • Backen: Lege die Sfogliatelle auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Backe sie in einem vorgeheizten Umluftofen bei 180°C für etwa 20 Minuten. Der Blätterteig sollte aufgegangen, geschichtet und schön goldbraun sein.
    Servieren: Lass sie kurz abkühlen und bestäube sie großzügig mit Puderzucker, bevor du sie servierst – das macht sie unwiderstehlich.

  • Die Heißluftfritteuse ist eine super Alternative für diese schnellen Sfogliatelle: sie liefert eine tolle Bräune und Knusprigkeit, spart Zeit und du musst nicht den großen Ofen anheizen. Lege die Sfogliatelle in den Korb, achte darauf, dass sie genug Abstand zueinander haben (ggf. in mehreren Chargen backen). Gare bei 180°C für etwa 12–15 Minuten. Sie sind fertig, wenn sie aufgegangen, schön gebräunt und der Blätterteig in hübsche Schuppen aufgegangen ist. Wie im Ofen: erst abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestäuben.

Zutaten und Ersatzmöglichkeiten

Ricotta: Es ist wichtig, eine qualitativ gute und gut abgetropfte Ricotta zu verwenden (ein paar Stunden im Sieb im Kühlschrank abtropfen lassen). Eine zu wässrige Ricotta gibt Feuchtigkeit ab und macht den Blätterteig weniger knusprig.
Butter: Die geschmolzene Butter sorgt für die Schichtung. Für ein aromatisches Finish kannst du auch gekärte Butter (Ghee) verwenden.
Zucker: Puderzucker löst sich leichter in der Ricotta und sorgt für eine glattere Füllung. Wenn du Kristallzucker verwendest, gut umrühren.

Du kannst die Sfogliatelle mit Vanillecreme, Haselnusscreme oder Marmelade füllen.

Überspringe nicht die Ruhezeit im Gefrierfach, sonst wird die Rolle beim Schneiden verformt und du bekommst nicht die gewünschte Schichtung.

Für extra Knusprigkeit: Leg die gefüllten Sfogliatelle vor dem Backen noch 20 Minuten in den Kühlschrank. Der Temperatur-Schock hilft dem Blätterteig, besser aufzugehen.

AUFBEWAHRUNG

Die einfachen „ricce“-Sfogliatelle schmecken am besten warm oder lauwarm, innerhalb weniger Stunden nach dem Backen. Du kannst sie in einem luftdichten Behälter bei Raumtemperatur 1–2 Tage aufbewahren, sie verlieren dann jedoch an Knusprigkeit. Zum Auffrischen 5 Minuten bei 150°C im Ofen aufwärmen. Die rohe Füllung hält sich im Kühlschrank bis zu 2 Tagen.

Varianten und Alternativen

Klassische neapolitanische Variante (ohne Schokolade): Ersetze die Schokotropfen durch 30 g kandierte Früchte (Orange und Cedro) und gib eine Prise Zimt in die Füllung.
Herzhafte Variante: Für eine Vorspeise weglassen Zucker und Schokotropfen. Verwende 180 g Ricotta + 50 g gekochter Schinken (gewürfelt) oder Salami + 20 g geriebener Parmesan. Vor dem Backen mit Ei bestreichen.
Exotischer Geschmack: Ersetze die Schokotropfen durch 50 g Kokosraspel und gib etwas Limettenschale in die Füllung.

Serviervorschläge und Kombinationen

Diese Sfogliatelle passen perfekt zu:
Frühstück oder Snack: Mit einer Tasse Kaffee oder Tee.
Schnelles Dessert: Mit einer Prise Puderzucker, etwas Orangen- oder Sauerkirschmarmelade als Beilage.

Herkunft und Geschichte des Rezepts

Die Sfogliatelle sind eines der bekanntesten Symbole der neapolitanischen Konditorei; ihre Ursprünge werden dem Kloster Santa Rosa an der Amalfiküste (17. Jahrhundert) zugeschrieben. Es gibt zwei traditionelle Versionen: die Riccia (mit dünn geschichteter Teighülle) und die Frolla (mit Mürbeteig). Dieses „einfache“ Rezept ist eine moderne Interpretation, die das Verhältnis von knuspriger Außenhülle und cremiger Füllung nachahmt, indem es fertige Produkte nutzt – eine smarte Hommage an den traditionellen Geschmack.

Wie du mit wenig Aufwand die perfekte „Riccia“ bekommst

Viele glauben, mit fertigem Blätterteig keinen „riccio“-Effekt erzielen zu können – das stimmt nicht! Der Trick ist, Spannungen in der Butterschicht zu erzeugen, die beim Backen verdampft. Das Ruhen im Gefrierfach kompaktisiert die Rolle und erleichtert sauberes Schneiden. Wenn du die Scheibe mit den Fingern drückst, darfst du den Rand nicht komplett flachdrücken: lass den Rand leicht dicker. So können sich die Blätter beim Backen separieren und wie ein Fächer aufblättern und den gewünschten „riccio“-Effekt erzeugen – oder zumindest einen Applaus-fähigen Hausfrauen-„riccio“!

FAQ (Fragen und Antworten)

  • 1. Kann ich die Butter zum Bestreichen durch Öl ersetzen?

    Das wird nicht empfohlen. Geschmolzene Butter erstarrt bei Kälte und schmilzt dann beim Backen wieder, wodurch Dampf entsteht, der hilft, die Schichten zu trennen. Öl hat diesen Effekt nicht.

  • 2. Ist die Ruhezeit im Gefrierfach wirklich wichtig?

    Ja, unbedingt. Die Ruhezeit im Gefrierfach (20 Minuten) ist entscheidend. Ist der Teig zu weich, verformt sich die Rolle beim Schneiden und du erzielst nicht die sichtbare Schichtung.

  • 3. Kann ich die Sfogliatelle vorbereiten und einfrieren?

    Ja! Du kannst die Sfogliatelle vorbereiten, füllen und verschließen und dann roh einfrieren. Zum Backen nicht auftauen: direkt in den heißen Ofen (180°C) geben und die Backzeit um etwa 5–10 Minuten verlängern.

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atavolacontea

Zu Tisch mit Tea: Gerichte, die jeder hinkriegt – oft mit Zutaten, die man schon zu Hause hat, und ich achte dabei auch auf Präsentation und Optik. Mein Motto? „Wir verwandeln das Gewöhnliche in etwas Außergewöhnliches, denn in der Küche ist nicht alles so schwer, wie es scheint!“

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