Fischravioli mit Venusmuscheln und Cherrytomaten

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Ein Gericht, das bei festlichen Anlässen und am Sonntag auf keinen Fall fehlen darf, ist gefüllte Pasta, besonders Ravioli. Es gibt unzählige Varianten – von solchen nur mit Gemüse bis zu Fleischfüllungen – aber am liebsten sind mir die mit Fischfüllung. Und denkt nicht, dass man sie nur im Restaurant genießen kann, weil sie zu kompliziert seien. Keine Sorge, ich werde euch nicht mit der aufwändigen Ravioli-Herstellung konfrontieren; ich empfehle euch lediglich eine passende Sauce, damit ihr sie auch zuhause optimal zubereiten könnt und so ein elegantes, raffiniertes erstes Gericht zaubert, um eure Gäste zu beeindrucken. Und fühlt euch nicht zu schuldig, wenn ihr fertige Ravioli aus der Pastamanufaktur kauft – das ist ein kleiner Sündenfall, den wir alle begehen, sogar die Restaurantköche, denn nicht immer hat man Zeit oder Lust, sie selbst zu machen!

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Kosten: Mittel
  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Kochzeit: 10 Minuten
  • Portionen: 4 PERSONEN
  • Küche: Italienisch

Zutaten

  • 600 g Fischravioli (Ich kaufe sie beim Pastificio Leonardi.)
  • 300 g Venusmuscheln (Vongole)
  • 4 Pachino-Kirschtomaten (oder Datterini)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 Esslöffel extra natives Olivenöl

Zubereitung

  • Zuerst ist es unbedingt notwendig, die Venusmuscheln gründlich zu reinigen, denn verbleibender Sand würde euer Gericht unweigerlich verderben. Gebt sie deshalb in einen großen Behälter und bedeckt sie mit Wasser (mindestens 1 cm über den Muscheln), fügt 2 Esslöffel feines Salz hinzu und lasst sie 1 Stunde ruhen. Spült sie anschließend unter kaltem, fließendem Wasser ab und wiederholt den Vorgang ein zweites Mal. Spült sie nochmals ab.

  • Nehmt nun eine beschichtete Pfanne mit hohem Rand, gebt die Muscheln hinein und stellt sie bei starker Hitze auf den Herd, bis sie sich öffnen. Entfernt diejenigen, die sich nicht geöffnet haben, denn das bedeutet, dass sie noch Sand oder Verunreinigungen enthalten. Lasst sie etwas abkühlen. Wenn sie geöffnet sind, löst die Muscheln aus der Schale und behaltet einige ganze Muscheln zum Garnieren zurück. Filtert den Kochsaft, um eventuellen Sand zu entfernen. Wascht die Petersilie und hackt sie fein zusammen mit der Knoblauchzehe. Gebt das Öl in eine Pfanne, fügt die gehackte Mischung hinzu und schwitzt sie ganz kurz an. Gebt die geviertelten Pachino-Kirschtomaten hinzu und lasst sie 2–3 Minuten ziehen, bevor ihr die Muscheln zugebt. Gut vermischen und weitere 2 Minuten garen, dabei 2 Esslöffel des zuvor durch ein Sieb gefilterten Muschelkocheintopfs hinzufügen. Die Muscheln sind von Natur aus salzig, probiert daher und ergänzt bei Bedarf Salz.

  • Inzwischen bringt einen großen Topf mit reichlich gesalzenem Wasser zum Kochen. Sobald es kocht, die Ravioli garen; normalerweise brauchen sie 3–4 Minuten. Gießt sie al dente ab. Schwenkt sie vorsichtig (sonst könnten sie aufreißen) bei starker Hitze in der Pfanne mit der Sauce für 2 Minuten. Sofort mit einem Schuss rohem Olivenöl servieren und mit Petersilienblättern garnieren.

Hinweise

Da die Fischfüllung der Ravioli sehr zart ist, verzichte ich lieber auf zusätzliche Aromen oder Gewürze, damit sie den Geschmack nicht überdecken. Wenn ihr jedoch Schärfe mögt, könnt ihr etwas schwarzen Pfeffer darübergeben oder alternativ klein geschnittene, zuvor angebratene Chilischoten. Was die frische Pasta betrifft – da ihr sie wahrscheinlich fertig kaufen werdet – empfehle ich, auf eine handwerkliche Pastamanufaktur zu setzen, die bei der Auswahl der Zutaten und der Herstellung sorgfältiger ist. Persönlich kaufe ich beim Pastificio Leonardi in Genua (Mercato Orientale und Piazza Giusti), das seit Jahren mit frischen, hochwertigen Produkten nach traditioneller Art auf dem Markt vertreten ist; ihr Rezept für Fischravioli ist seit Jahren ein gut gehütetes Geheimnis und wird sicher euren Gaumen erobern. http://www.pastificioleonardi.it/home/

Autorenbild

atavolacontea

Zu Tisch mit Tea: Gerichte, die jeder hinkriegt – oft mit Zutaten, die man schon zu Hause hat, und ich achte dabei auch auf Präsentation und Optik. Mein Motto? „Wir verwandeln das Gewöhnliche in etwas Außergewöhnliches, denn in der Küche ist nicht alles so schwer, wie es scheint!“

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