Wie man perfekte Zeppole di San Giuseppe macht: fritti oder aus dem Ofen
Zeppole di San Giuseppe: Das Geheimnis für einen leichten, luftigem Brandteig
Warum bleiben Zeppole manchmal roh oder fallen zusammen?
Das Hauptproblem beim Zubereiten von Zeppole ist der Umgang mit dem Brandteig. Viele bekommen Zeppole, die beim Backen oder Frittieren wunderschön aussehen, die aber nach dem Herausnehmen aus dem Öl oder dem Ofen kläglich zusammenfallen und flache Küchlein werden.
Oder, noch schlimmer, sie bleiben innen schwer und schmecken nach rohem Ei. Die Frustration ist groß, aber das Geheimnis, um das Desaster zu vermeiden, liegt ganz im Teig und in der Zugabetechnik der Eier.
In diesem Rezept lösen wir das Problem mit einer korrekten Garung des Bodens (diese weiße Schicht am Topfboden ist deine beste Freundin!) und einer schrittweisen Zugabe der Eier: nicht alle Eier haben dasselbe Gewicht und der Brandteig muss lernen, sie nach und nach aufzunehmen.
Egal, ob du sie traditionell frittierst oder aus Gesundheitsgründen lieber im Ofen backst: mit diesen Hinweisen erhältst du eine innen perfekt luftige Struktur, die bereit ist, eine seidige Vanillecreme und die unverzichtbare Amarena aufzunehmen.
Bereiten wir gemeinsam dieses Meisterwerk der Süße zu!
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 40 Minuten
- Kochzeit: 20 Minuten
- Portionen: 6 mittelgroße Zeppole
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
Zutaten für Zeppole di San Giuseppe
- 200 ml Wasser
- 125 g Weizenmehl Typ 00
- 50 g Butter
- 110 g Eier (etwa 2 mittelgroße, ohne Schale gewogen)
- 1 Prise feines Salz
- 100 ml Vollmilch
- 25 ml Sahne (flüssig)
- 35 g Kristallzucker
- 1 Eigelb (mittelgroß)
- 10 g Maisstärke
- 1/2 Zitronenschale (Bio)
- 1.5 l Erdnussöl
- nach Bedarf Amarenakirschen im Sirup
- nach Bedarf Puderzucker
Utensilien
- Küchenwaage
- Kleiner Topf
- Spritzbeutel
- Stern-Tülle
- Thermometer
- Schüssel
- Handmixer
Wie man perfekte Zeppole di San Giuseppe macht: fritti oder aus dem Ofen
Erhitze Milch und Sahne zusammen mit der Zitronenschale. Arbeite in einer separaten Schüssel das Eigelb mit Zucker und Maisstärke glatt. Gieße die heiße Milch durch ein Sieb zum Eigelbgemisch, rühre um und stelle die Mischung dann wieder auf niedrige Hitze. Lasse die Creme unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen eindicken. Gib sie in eine Schüssel, decke sie mit Frischhaltefolie direkt auf der Oberfläche ab und stelle sie nach dem Abkühlen in den Kühlschrank.
Gib Wasser, Butter und Salz in einen kleinen Topf. Wenn die Butter geschmolzen ist und das Wasser kurz vorm Kochen steht, nimm den Topf vom Herd und gib das Mehl auf einmal hinzu. Rühre kräftig und stelle den Topf zurück auf die Hitze, bis der Teig eine Kugel bildet und am Topfboden eine weiße Schicht entsteht. Lass den Teig in einer Schüssel etwas abkühlen und „aufliegen“.
Schlage die Eier leicht auf und gib sie nach und nach zum Brandteig, am besten mit dem Handmixer. Füge kein weiteres Ei hinzu, bevor das vorherige nicht vollständig eingearbeitet ist. Der fertige Teig sollte glänzend, zähflüssig sein und „schreiben“ – beim Herunterfallen vom Löffel ein Band bilden.
Fülle den Teig in den Spritzbeutel. Auf Quadrate aus Backpapier spritzt du doppelte, konzentrische Kreise (8–10 cm). Erhitze das Öl auf 165–170°C (nicht heißer, sonst sind sie innen roh!). Tauche die Zeppola samt Papier ins Öl – das Papier löst sich nach wenigen Sekunden von selbst. Wende sie häufig und frittiere etwa 10 Minuten, bis sie aufgegangen und goldbraun sind.
Lass die Zeppole auf Küchenpapier abtropfen. Sobald sie kalt sind, rühre die Creme kurz durch, damit sie wieder schön geschmeidig wird, und fülle damit das Zentrum jeder Zeppola mit einem großzügigen Tupfen. Garniere mit Amarena und bestäube alles mit Puderzucker.
Varianten und Backen im Ofen
Wenn du die Backofen-Variante bevorzugst, heize den Ofen auf 200°C vor und backe die Zeppole 20 Minuten. Reduziere dann auf 160°C und backe weitere 10–15 Minuten mit leicht geöffneter Tür (ein Holzlöffel in die Tür klemmen), damit das Innere gut austrocknet.
Hinweise zu Zutaten und Ersatzmöglichkeiten
Eier: Es ist wichtig, sie zu wiegen. Bekommst du zu viele Eier in den Teig, wird er zu flüssig und hält die Form nicht.
Aromen: Für die Creme kannst du auch Vanille verwenden, aber Zitrone ist der traditionelle Geschmack für die Zeppola.
Aufbewahrung
Leere Zeppole bewahrst du in einer Papiertüte bis zu 2 Tage auf. Einmal gefüllt, solltest du sie innerhalb weniger Stunden verzehren, damit der Brandteig nicht weich wird.
Tipps
Öltemperatur: Ist das Öl zu heiß, werden die Zeppole außen schnell dunkel, bleiben aber innen roh. Benutze ein Thermometer!
Doppelter Ring: Beim Formen spritz einen Ring auf den anderen und lasse das Loch in der Mitte eher klein: beim Frittieren weitet es sich.
FAQ (Fragen und Antworten)
Warum ist mein Brandteig zu flüssig?
Wahrscheinlich hast du die Eier zu schnell zugegeben oder der Teig war auf dem Herd nicht trocken genug.
Kann ich für die Creme nur Milch verwenden?
Ja, das geht, aber die Sahne macht die Creme deutlich seidiger und stabiler zum Füllen und Dekorieren.
Warum verwendet man Backpapier beim Frittieren?
Es hilft, die Form der Zeppola beim Einsetzen ins heiße Öl nicht zu beschädigen.

