Wenn es etwas gibt, das ich liebe, dann sind es Vorspeisen und Fingerfood. Wenn es nach mir ginge, bestünde mein Abendessen nur daraus: so viele verschiedene Kleinigkeiten bei einer Mahlzeit zu probieren, ist ein Fest für den Gaumen. Und wie mein Mann immer sagt: Ich bin nicht für einen Riesen-Teller mit nur einer Portion! Genau aus diesem Grund versuche ich immer, alles in kleinen Probierportionen zu servieren. Für dieses Rezept habe ich einen Evergreen zubereitet: den russischen Salat, serviert in kleinen Mürbeteig‑Booten, die dem Ganzen eine angenehme Knusprigkeit verleihen — die klassische Vorspeise seit den Zeiten meiner Großmutter. Jede Familie hat natürlich ihre eigene Version des russischen Salats und sie sind alle sehr lecker; hier ist meine Variante. Ihr könnt sie als Vorspeise für das Buffet der anstehenden Weihnachtsfeiern servieren — ein Leckerbissen, dem nur wenige widerstehen! Ich zeige euch auch, wie man den Mürbeteig selbst macht, der entgegen der Erwartung wirklich sehr einfach ist: man muss nur ein paar wichtige Hinweise beachten. In den Tipps findet ihr außerdem die schnelle Variante für alle, die wenig Zeit haben.
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 25 Minuten
- Portionen: ca. 12 Stück
- Küche: Italienisch
Zutaten
- 100 g Butter (kalt)
- 200 g Weizenmehl (Tipo 00)
- 50 ml Wasser
- nach Bedarf Salz
- 500 g Kartoffeln
- 300 g Erbsen
- 200 g Karotten
- 1 Esslöffel natives Olivenöl
- 1 Teelöffel Weißweinessig
- nach Bedarf Salz
- 2 Eigelb
- 250 ml Pflanzenöl
- 1 Zitrone (Saft, abgesiebt)
- nach Bedarf Salz
Zubereitung
Zuerst bereiten wir den Mürbeteig (pasta brisè) zu. Geben Sie Mehl, die Butter – die unbedingt kalt aus dem Kühlschrank sein muss – und eine Prise Salz in den Mixer mit den Messern und schalten Sie ihn für ein paar Sekunden ein. Dann fügen Sie das Wasser hinzu, das ebenfalls kalt (am besten eiskalt) sein sollte, und mixen weiter für etwa 2 Minuten. Sie werden sehen, dass sich ein glatter, kompakter Teig bildet. Ihr Mürbeteig ist fertig! Nehmen Sie ihn aus dem Mixer, formen Sie ihn kurz von Hand zu einem Laib und wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie. Lassen Sie ihn etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen, bevor Sie ihn verwenden. Nach der Ruhezeit rollen Sie den Teig auf eine Dicke von etwa 3 Millimetern mit einem Nudelholz aus. Legen Sie die entsprechenden Förmchen zum Ausstechen auf den Teig, schneiden Sie die benötigten Platten zurecht und drücken Sie den Teig leicht in jede Form, damit er gut haftet. Schneiden Sie überschüssigen Teig mit einem Messer ab. Schließlich den Boden mit den Zinken einer Gabel mehrmals einstechen. Backen Sie die Formen im vorgeheizten Backofen (Ober/Unterhitze) bei 190 °C für etwa 10–15 Minuten (sie sollten leicht goldbraun sein). Sobald sie gebacken sind, nehmen Sie sie aus dem Ofen und lassen sie abkühlen.
In der Zwischenzeit schneiden Sie sämtliches Gemüse in kleine, möglichst gleich große Würfel. Kochen Sie die einzelnen Gemüsesorten separat, da sie unterschiedliche Garzeiten haben (Kartoffeln ca. 10 Minuten, Erbsen ca. 8 Minuten, Karotten ca. 6–7 Minuten). Das Gemüse soll gar, aber nicht matschig sein. Nach dem Garen abgießen, in eine Schüssel geben, mit einem Esslöffel nativem Olivenöl, einem Teelöffel Weißweinessig und etwas Salz würzen und abkühlen lassen.
Nun die Mayonnaise zubereiten. Das mag zunächst mühsam klingen, aber ich versichere euch: frisch zubereitete Mayonnaise schmeckt viel besser als gekaufte.
In den Becher des Stabmixers (oder mit dem Handrührgerät in einer Schüssel) geben Sie 2 Eigelb (sie sollten Zimmertemperatur haben, sonst gelingt die Mayonnaise nicht) und beginnen zu schlagen mit dem Saft von ½ Zitrone, abgesiebt (oder alternativ 1 Teelöffel Weißweinessig) und einer Prise Salz. Nach etwa 1 Minute beginnen Sie, das Pflanzenöl in einem dünnen Strahl hinzuzufügen, während Sie weiter bei niedriger Geschwindigkeit schlagen. Fahren Sie fort, bis die Sauce dick und kompakt geworden ist.Vermengen Sie die Mayonnaise mit dem abgekühlten Gemüse und rühren Sie alles gut mit einem Löffel durch. Vor dem Weiterverwenden abgedeckt mit Frischhaltefolie in den Kühlschrank stellen.
Nehmen Sie die inzwischen abgekühlten Mürbeteig-Boote und füllen Sie sie mit einem Teelöffel mit dem vorbereiteten russischen Salat.
Garnieren Sie mit Schnittlauch oder zerbröseltem Eigelb von hartgekochtem Ei. Auf einer Servierplatte anrichten und bei Zimmertemperatur servieren.
Hinweise
Wenn Sie wenig Zeit oder Lust haben und die schnelle Variante bevorzugen, können Sie sowohl den Mürbeteig (im Kühlregal der Supermärkte erhältlich) als auch die Mayonnaise fertig kaufen. Ebenso können Sie tiefgekühlte Karotten und Erbsen verwenden. So reduzieren Sie die Zubereitungszeit auf ein Minimum, auch wenn das Ergebnis nicht ganz dasselbe ist — manchmal aber ist Schnelligkeit eben nötig!

