Originaler neapolitanischer Casatiello: das traditionelle Oster-Rezept, locker und reich an Wurst und Käse.
Hallo zusammen und herzlich willkommen zurück in meiner Küche!
Heute nehme ich euch mit auf eine Reise ins Herz der neapolitanischen Kochtradition, um ein echtes Symbol von Ostern kennenzulernen: den rustikalen neapolitanischen Casatiello.
Dieses herzhafte Gebäck, reich und geschmackvoll, ist viel mehr als nur ein Rezept; es ist ein Ritual, das von Generation zu Generation weitergegeben wird, ein Lobgesang auf Geselligkeit und authentische Aromen, das auf den festlich gedeckten Tischen nicht fehlen darf.
Wie bei jedem traditionellen Rezept gibt es auch beim Casatiello unzählige Varianten, jede ein kleines Familiengeheimnis.
Aber das, das ich euch heute vorstelle, ist das Originalrezept für den herzhaften Casatiello, ein echter Schatz, den ich direkt von Frau Rosa gelernt habe, einer sympathischen und weisen älteren Dame aus Neapel, einer wahren Meisterin der partenopeischen Tradition. Ihr bei der Arbeit zuzusehen und ihre Geheimnisse zu entdecken war ein Privileg, das ich heute mit euch teilen möchte.
Die Zubereitung ist einfacher, als man denkt, und ihr könnt den Teig sogar per Hand kneten, ganz ohne Küchenmaschine.
Man muss nur die Zutaten zusammenfügen, den Teig mit Liebe kneten und ihn dann mit einem Fest aus hochwertigem Käse und Wurst füllen – das ist das wirkliche Geheimnis für einen superleckeren Casatiello.
Perfekt fürs Osteressen, für den Ausflug am Ostermontag oder für ein üppiges Sonntags-Buffet, er schmeckt sowohl lauwarm als auch kalt, wenn sich alle Aromen vollständig verbunden haben. Seid ihr bereit, ein Stück Geschichte und authentischen Geschmack auf den Tisch zu bringen?
RUSTIKALER NAPOLITANISCHER CASATIELLO
- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 45 Minuten
- Portionen: Kranzform Durchmesser 22 cm
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Leistung 3,98 (Kcal)
- Kohlenhydrate 0,30 (g) davon Zucker 0,10 (g)
- Proteine 0,18 (g)
- Fett 0,24 (g) davon gesättigt 0,11 (g)davon ungesättigt 0,11 (g)
- Fasern 0,04 (g)
- Natrium 54,34 (mg)
Richtwerte für eine Portion von 175 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.
* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov
Zutaten
- 600 g Weizenmehl (Tipo 00)
- 7 g Trockenhefe
- 1 Teelöffel Honig
- 330 ml Wasser (lauwarm)
- 8 g Salz
- 80 g Schmalz (oder Öl bzw. Butter)
- 150 g Pecorino (als ein Stück)
- 150 g neapolitanischer Salami
- 50 g Parmigiano Reggiano DOP (gerieben)
- nach Belieben schwarzer Pfeffer (gemahlen)
- 1 Ei
Utensilien
- Küchenwaage
- Schüssel
- Schälchen
- Messer
- Schneidebrett
- Nudelholz
- Frischhaltefolie
- Geschirrtuch
- Kranzform
- Schälchen
- Backpinsel
- Abkühlgitter
Wie du den originalen neapolitanischen Casatiello zubereitest
Schneide den Pecorino und würfle ihn in etwa 1 cm große Würfel, schneide den Salami, entferne die Haut und würfle ihn ebenfalls.
Gib das gesiebte Mehl, die Trockenhefe und 1 Teelöffel Honig in eine Schüssel, um die Hefe zu aktivieren, und mische alles mit den Händen.
Löse das Salz in dem in der Rezeptangabe vorgesehenen lauwarmen Wasser vollständig auf.
Füge das Schmalz zur Mehlmischung in der Schüssel hinzu, dann gieße das Salzwasser nach und nach hinein und knete weiter.
Stürze den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche und knete ihn, bis er eine glatte und gleichmäßige Konsistenz hat.
Fette eine große Schüssel leicht ein und lege den Teig hinein, decke ihn mit Frischhaltefolie ab und lasse ihn etwa 2 Stunden gehen (der Teig sollte sich ungefähr verdoppeln).
Gib ihn wieder auf die bemehlte Arbeitsfläche und falte ihn zwei- bis dreimal übereinander.
Rolle den Teig jetzt mit dem Nudelholz zu einem Rechteck aus und lege ihn auf ein sauberes Tuch.
Verteile dann den geriebenen Parmigiano, den Pecorino und die gewürfelte Salami sowie den gemahlenen schwarzen Pfeffer gleichmäßig auf der Oberfläche, dabei an der längeren Seite des ausgerollten Teigs einen 2 cm breiten Rand freilassen,
Hilf dir mit dem Tuch und rolle den Teig zu einer Rolle zusammen.
lege die Teigrolle in eine zuvor eingefettete Kranzform und bestreiche die Oberfläche mit einem verquirlten Ei.
Lass ihn noch einmal etwa eine Stunde gehen, dann backe ihn in einem vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze) bei 190 °C für ungefähr 45 Minuten.
Die Backzeit hängt vom Ofentyp und der Größe der Form ab. Wenn die Oberfläche während des Backens zu dunkel wird, decke sie mit Alufolie ab.
Sobald der Casatiello fertig gebacken ist, nimm ihn aus dem Ofen und lasse ihn vollständig abkühlen, bevor du ihn aus der Form nimmst.
Der Puristentrick: Cicoli und „eingebrannte“ Eier
Wenn ihr euren Casatiello auf 100% neapolitanische Art bringen wollt, gibt es zwei kleine Kniffe, die ihr anwenden könnt.
DIE CICOLI
Der erste betrifft die Cicoli (oder Ciccioli): Für einen wirklich originalen Geschmack könnt ihr 50 g Salami durch die gleiche Menge Schweine-Cicoli ersetzen. Beim Backen geben sie ein sehr aromatisches Fett ab, das den Teig noch saftiger und knuspriger macht.
DIE EIER
Der zweite Trick betrifft die ikonischen Eier auf der Oberfläche. Auch wenn die glatte Version praktischer ist, sieht die Tradition 4 oder 5 ganze Eier vor (gut gewaschen und abgetrocknet), die vor der letzten Gehzeit auf dem Kranz eingesetzt werden. Dazu macht ihr kleine Mulden in der bereits in der Form liegenden Teigrolle, setzt das rohe Ei hinein und befestigt es mit zwei Streifen übrig gebliebenen Teigs, die ihr kreuzförmig über dem Ei anbringt. Dieses Symbol, das das Kreuz darstellt, ist nicht nur dekorativ: Die Eier garen im Ofen perfekt mit dem Brot und werden so eins mit eurem Casatiello. Ein kleiner zusätzlicher Aufwand, der euer Rezept in ein echtes Meisterwerk der partenopeischen Tradition verwandelt.
TIPPS FÜR DAS BACKEN
Heizt den Ofen auf 200 °C vor und reduziert dann auf 190 °C; backt den Casatiello für etwa 45 Minuten. Verwendet die Ober-/Unterhitze und stellt den Casatiello auf die mittlere Schiene. Kontrolliert zwischendurch den Garzustand (ab ca. 35 Minuten). Die Zeiten können je nach Ofen variieren.
Wenn ihr seht, dass er nach 30/35 Minuten zu stark bräunt, legt ein Stück Alufolie auf die Oberfläche und beendet das Backen.
VARIANTEN
Das traditionelle Rezept verwendet Schmalz, aber ihr könnt es durch Butter oder natives Olivenöl in gleicher Menge ersetzen, also 80 g.
Für die Füllung könnt ihr weitere Wurstwaren wie Pancetta oder Schinken und andere Hartkäse wie Scamorza hinzufügen. Ich empfehle, keine frischen, feuchten Käse wie Mozzarella zu verwenden.
AUFBEWAHRUNG
Sobald der Casatiello gebacken ist, könnt ihr ihn abgedeckt mit Frischhaltefolie oder unter einer Glasglocke 1–2 Tage bei Raumtemperatur aufbewahren. Ihr könnt ihn kalt genießen oder leicht im Ofen erwärmen.
Man kann ihn nach dem Backen auch einfrieren, am besten bereits in Scheiben portioniert. In diesem Fall empfehle ich, ihn vor dem Servieren im Ofen oder Toaster aufzuwärmen.
Um weitere Rezepte zu entdecken, kehrt zur Startseite zurück, indem ihr hier klickt https://blog.giallozafferano.it/atavolacontea/
Wenn ihr die neapolitanische Küche liebt, werdet ihr sicher die PASTIERA NAPOLETANA lieben.
Kann ich den Casatiello im Voraus zubereiten?
Ja, du kannst den Teig am Tag vorher zubereiten und über Nacht langsam im Kühlschrank gehen lassen. Am Morgen nimmst du den Teig heraus, lässt ihn akklimatisieren und fährst mit dem Füllen und der zweiten Gehzeit fort.
Welche Wurstwaren und Käsesorten kann ich für die Füllung verwenden?
Die Tradition sieht neapolitanischen Salami und Pecorino vor, aber du kannst mit Ciccioli, Provolone oder anderen halbfesten/harten Käsesorten und Wurstwaren nach Belieben variieren. Vermeide sehr wässrige Käsesorten wie Mozzarella.
Warum ist mein Casatiello nicht richtig aufgegangen oder wurde zäh?
Die häufigsten Ursachen sind nicht aktive Hefe, zu niedrige oder zu hohe Gärtemperatur oder zu wenig Kneten des Teigs. Stelle sicher, dass das Wasser lauwarm ist und die Umgebung während der Gehzeit warm und zugfrei bleibt.

