Pasta alla GRICIA
Pasta alla Gricia ist eines der bekanntesten und beliebtesten römischen Nudelgerichte.
Sie stammt aus der Stadt Amatrice in Latium, an der Grenze zu den Abruzzen, und wird auch „weiße Amatriciana“ genannt, da sie dieselben Zutaten enthält, mit Ausnahme der Tomate.
Tatsächlich ist die Amatriciana von der Gricia abgeleitet und nicht umgekehrt. Vermutlich wurde die Gricia erfunden, indem man Guanciale zur „Cacio e Pepe“ hinzufügte; nach der Einführung der Tomaten aus Amerika in Europa entstand später die Amatriciana.
Abgesehen von ein paar interessanten Details zur Herkunft schauen wir uns nun an, worum es bei diesem Gericht geht.
Das REZEPT der Pasta alla Gricia basiert auf wenigen Zutaten, tatsächlich nur drei, die jedoch genau stimmen müssen. Besonders wichtig sind Guanciale und Pecorino aus Amatrice sowie natürlich die Pasta.
Sie ist in kürzester Zeit zubereitet – praktisch genau so lange wie das Kochen der Pasta – und eignet sich daher perfekt als schnelles Abendessen, das man auch in letzter Minute zubereiten kann.
Guanciale, Pfeffer und Pecorino Romano ergeben zusammen ein würziges und samtiges Gericht.
Was das Pasta-Format betrifft, könnt ihr kurze Sorten wie Rigatoni oder Mezzemaniche oder lange wie Bucatini oder Spaghetti wählen.
Ansonsten gibt es nur einen kleinen Trick, um sie cremig zu machen – den verrate ich euch im Rezept.
Also folgt mir und ihr werdet eine Gricia zubereiten, die einer echten römischen Trattoria würdig ist.
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Kochzeit: 15 Minuten
- Portionen: 4
- Küche: Italienisch
- Leistung 703,83 (Kcal)
- Kohlenhydrate 55,39 (g) davon Zucker 1,68 (g)
- Proteine 17,14 (g)
- Fett 46,94 (g) davon gesättigt 17,78 (g)davon ungesättigt 25,14 (g)
- Fasern 1,30 (g)
- Natrium 1.250,76 (mg)
Richtwerte für eine Portion von 150 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.
* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov
Zutaten
- 320 g rigatoni
- 250 g guanciale
- 60 g pecorino (aus Amatrice oder Pecorino Romano)
- nach Bedarf Salz
Schritte
Zuerst entfernt ihr die Schwarte vom Guanciale und schneidet Scheiben von etwa 1 cm Dicke. Aus diesen Scheiben schneidet ihr Streifen von etwa 0,5 cm Breite.
In der Zwischenzeit setzt ihr einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser auf, in dem die Pasta später gekocht wird.
Gebt den Guanciale in eine bereits heiße Pfanne, ohne Öl oder Butter, und bratet ihn bei mittlerer Hitze etwa zehn Minuten, bis er goldbraun und knusprig ist.
Gebt einen Esslöffel Nudelkochwasser hinzu, das zu diesem Zeitpunkt kocht.
Durch die Stärke, die die Pasta ins Kochwasser abgibt, entsteht in der Pfanne mit dem Guanciale eine Art sämige Sauce.
Inzwischen ist die Pasta fast fertig: gießt sie al dente ab (etwa 2 Minuten vor der auf der Packung angegebenen Garzeit) und gebt sie direkt zur Sauce, dabei etwas Kochwasser aufbewahren.
Schwenkt die Pasta bei starker Hitze etwa 1 Minute, nehmt die Pfanne vom Herd und rührt die Hälfte des geriebenen Pecorino sowie noch etwas Kochwasser unter.
Vermischt und schwenkt die Pasta noch einmal; durch die Stärke wird sie leicht cremig.
Sofort servieren und mit dem restlichen Pecorino bestreuen.
AUFBEWAHRUNG
Pasta alla Gricia sollte sofort nach der Zubereitung verzehrt werden, um ihren vollen Geschmack zu genießen. Reste könnt ihr höchstens einen Tag im Kühlschrank aufbewahren.
Sie ist nicht zum Einfrieren geeignet.
HINWEISE
Zur Zubereitung der Pasta alla Gricia wird normalerweise außen bereits Pfeffer auf dem Guanciale verwendet; ist dies nicht der Fall, gebt während des Bratens etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer hinzu.
Einer der häufigsten Fehler bei der Zubereitung ist die Verwendung von Pancetta. Das Ergebnis wird zwar nicht schlecht, aber es ist etwas ganz anderes.
Ebenso tabu: Sahne hinzuzufügen.
Wichtig ist schließlich, den Guanciale ohne zusätzliches Fett (kein Öl, keine Butter) in einer bereits heißen Pfanne auszubraten, damit er in seinem eigenen Fett schmort.

