PEPERONATA Rezept von Oma

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Die Peperonata ist die klassische sommerliche Beilage aus wenigen frischen, echten Zutaten wie Paprika, Zwiebeln und Tomaten.

Wahrscheinlich bewahrt jede italienische Familie ihr eigenes Rezept – es gibt nämlich verschiedene Versionen.

Ein schnelles Rezept mit intensivem, herzhaftem Geschmack und cremiger Konsistenz – eine Köstlichkeit zum Fingerablecken.

Das Rezept, das ich euch heute vorschlage, ist die PEPERONATA, die mir meine Oma überliefert hat: einfach und bunt, ideal als Begleitung zu unzähligen Gerichten, köstlich lauwarm, aber auch bei Zimmertemperatur zu gemischten Wurstwaren und Käsesorten.

Eine schnelle und köstliche Sommerbeilage, zubereitet mit frischen, unverfälschten Zutaten; außerdem sind Paprika Kaliumlieferanten, enthalten sehr wenige Kalorien und viele Vitamine wie Vitamin C und B.

Die Peperonata eignet sich auch als Pastasauce, zum Verfeinern von Bruschette, als Basis für eine Suppe oder als Zutat für ein Hähnchengericht.

Dieses Rezept kann eine schnelle und gesunde Lösung für Mittag- oder Abendessen sein: ein schmackhaftes, buntes Gericht voller Nährstoffe.

Ich empfehle beim Kauf, feste Paprika mit glänzender Farbe und glatter Haut zu wählen (als wäre es eine hübsche Frau!!!) – alles Anzeichen für Frische; wie immer versucht sie so bald wie möglich zu verzehren.

Also dann, macht euch bereit, die PEPERONATA – Großmutters Rezept – zuzubereiten. Ach ja: am Ende des Rezepts verrate ich euch alle TIPPS, um die PEPERONATA besser verdaulich zu machen!

Im Folgenden liste ich euch einige Rezepte auf, die mir besonders am Herzen liegen, ebenfalls aus dem Kochbuch meiner Oma.

  • Schwierigkeit: Sehr einfach
  • Kosten: Günstig
  • Vorbereitungszeit: 15 Minuten
  • Kochzeit: 20 Minuten
  • Portionen: 4
  • Kochmethoden: Herd
  • Küche: Italienisch
91,41 Kcal
kalorien pro Portion
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  • Leistung 91,41 (Kcal)
  • Kohlenhydrate 10,73 (g) davon Zucker 3,17 (g)
  • Proteine 1,90 (g)
  • Fett 5,17 (g) davon gesättigt 0,72 (g)davon ungesättigt 0,19 (g)
  • Fasern 2,57 (g)
  • Natrium 337,68 (mg)

Richtwerte für eine Portion von 100 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.

* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov

WAS DU BRAUCHST, UM DIE PEPERONATA ZUZUBEREITEN

  • 500 ml Passata (passierte Tomaten)
  • 2 Paprika (rot)
  • 1 Paprika (gelb)
  • 2 gelbe Zwiebeln (mittelgroß)
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 2 Esslöffel extra natives Olivenöl
  • nach Geschmack Salz

Werkzeuge

  • Pfanne

WIE MAN DIE PEPERONATA ZUBEREITET

  • Wasche die Paprika, trockne sie mit einem Tuch, entferne dann Strunk und das weiße Innere, in dem sich die Kerne befinden. Schneide die Paprika in Streifen und mache dasselbe mit den Zwiebeln.

  • Erhitze in einer beschichteten Pfanne 2 Esslöffel extra natives Olivenöl, lass es heiß werden und gib dann die Zwiebel und die Knoblauchzehe hinzu. Bei mittlerer Hitze etwa 7–10 Minuten garen, dann die Paprika und eine Prise Salz dazugeben. Umrühren und weitere 5 Minuten weitergaren.

  • Reduziere die Hitze, gib die Passata hinzu, rühre um und lasse die Peperonata bei niedriger Temperatur mit geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten köcheln. Die Paprika sollten weich werden. Nimm den Deckel ab, schmecke mit Salz ab und koche weitere ca. 5 Minuten ohne Deckel, damit die Peperonata etwas eindickt. Serviere die Peperonata heiß, lauwarm oder kalt – je nachdem, wie du sie verwenden möchtest; sie wird trotzdem köstlich sein und am Ende willst du bestimmt mit Brot die Sauce auftunken.

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HINWEISE

PAPRIKA: Es gibt keine feste Regel bei der Auswahl der Paprika; die Wahl verschiedener Farben dient allein der Farbgebung des Gerichts. Fühlt euch frei, die Paprikasorte zu wählen, die ihr bevorzugt.

TOMATEN: Statt Passata könnt ihr geschälte Dosentomaten oder frische Tomaten verwenden, solange sie schön reif sind.

GEWÜRZE: In diesem Rezept sind keine Gewürze vorgesehen, aber wenn ihr scharfe Aromen mögt, könnt ihr etwas frischen, gehackten Chili hinzufügen.

AUFBEWAHRUNG

Sobald die Peperonata fertig ist, bewahrt ihr sie verschlossen im Kühlschrank 2–3 Tage auf. Alternativ könnt ihr sie bis zu einem Monat einfrieren.

TIPPS, UM DIE PEPERONATA VERDAULICHER ZU MACHEN

Ich liebe die Peperonata nach dem Rezept meiner Oma, aber seien wir ehrlich: sie ist nicht für jeden leicht verdaulich. Verantwortlich dafür sind einige Zutaten, die schwerer zu verdauen sind: in Paprika kommt Solanin vor, in der Zwiebel die Ballaststoffe und im Knoblauch die Allicin. Trotzdem bleibt die Peperonata eines der beliebtesten Gerichte unserer italienischen Küche. Also: Kann man die Peperonata leichter verdaulich machen? Ja – hier sind alle Tipps.

ERSTER TIPP: Die Haut der Paprika entfernen. Ihr könnt die Paprika roh mit einem Sparschäler schälen; so sind sie nicht nur besser verdaulich, sondern garen auch in der Hälfte der Zeit. Alternativ könnt ihr sie im Ofen oder direkt auf der offenen Flamme rösten, bis die Haut schwarz wird, und sie dann leichter abziehen. Entfernt außerdem alle weißen inneren Häutchen und die Kerne, denn auch diese sind schwer verdaulich.

ZWEITER TIPP: Wenn ihr auf die Zwiebel nicht verzichten könnt, weil ihr den traditionellen Geschmack mögt, verwendet die rote Tropea-Zwiebel statt der weißen. Alternativ könnt ihr auch Porree nehmen. Wenn ihr die Zwiebel verwendet, schneidet sie schräg und nicht parallel zu den Fasern, damit diese aufgebrochen werden und die Zwiebel leichter verdaulich ist.

DRITTER TIPP: Knoblauch in der Peperonata. Ihr könnt die Knoblauchzehe ungeschält in der Pfanne mitgaren und vor dem Servieren entfernen, oder die Zehen aufschneiden und den inneren Keim entfernen, der die Verdauung verlangsamen kann. In manchen regionalen Varianten der Peperonata wird Knoblauch überhaupt nicht verwendet – fühlt euch frei, ihn wegzulassen, wenn er euch nicht gefällt.

PEPERONATA HÄUFIGE FRAGEN UND ANTWORTEN

Ich bin mir fast sicher, dass bei einem Treffen unter Freundinnen über die Peperonata so viele Varianten, Vorgehensweisen und Interpretationen auftauchen würden, wie Teilnehmerinnen anwesend sind – man würde schier erschlagen werden. In der Küche ist das normal, besonders bei traditionellen Hausrezepten. Deshalb habe ich eine Zusammenstellung von Zweifeln und Fragen zur PEPERONATA gemacht und einige mögliche Antworten und Lösungen versucht.

Welche FARBE der Paprika sollte man für die Peperonata wählen?
Man könnte meinen, eine Paprika sei wie die andere, aber die Farbe spielt eine Rolle. Gelbe Paprika sind zum Beispiel süßer, rote Paprika (vor allem dunkler Rotton) haben einen intensiveren, fast schärferen Geschmack, und grüne Paprika sind leicht herb. Ich empfehle, rote und gelbe Paprika zu mischen, da sie sich geschmacklich gut ausbalancieren; grüne könnt ihr je nach gewünschter Intensität in geringerer Menge hinzufügen.

Wie SCHNEIDE ich die Paprika für die Peperonata?
Die Frage ist: Streifen, Spalten oder Würfel? Würfel sind kleine oder größere Quadrate; Streifen sind etwa 1 cm breite Längsscheiben; eine Spalte ist eine längere Scheibe so breit wie 2–3 Finger.
Wenn ihr ein kräftigeres, gehaltvolleres Gericht wollt (das allerdings länger Garzeit braucht), schneidet die Paprika in Spalten. Wenn ihr eine vielseitige Peperonata bevorzugt, die als Beilage oder als Pastasauce funktioniert, schneidet sie in Streifen. Würfel würde ich persönlich vermeiden, da sie Volumen und Konsistenz der Peperonata mindern können – aber das ist Geschmackssache.

Soll die Peperonata mit KNOBLAUCH oder ZWIEBEL gemacht werden?
Darauf gibt es keine endgültige Antwort: Es ist eine Frage des Geschmacks, und ihr könnt beides verwenden. Achtet darauf, wie ihr sie einsetzt: Wenn ihr den Knoblauchgeschmack mögt, aber nicht zu dominant, lasst ihn ganz und nur leicht angedrückt oder halbiert. Wenn ihr ihn fein hackt, wird das Aroma intensiver und nicht jeder mag das.
Ich persönlich schneide die Zwiebel in Ringe und halbiere sie dann, damit die Streifen denen der Paprika ähneln. Die Wahl zwischen gelber, weißer, roter Zwiebel oder Schalotte bleibt euch überlassen.

Soll die Paprika in der Peperonata mit oder ohne Haut gekocht werden?
Das ist weniger eine Geschmacksfrage als eine Verdauungsfrage. Wenn ihr keine Verdauungsprobleme habt, könnt ihr die Haut dranlassen; sie verleiht der Peperonata Struktur und verhindert, dass die Paprikastreifen zerfallen. Wenn ihr – wie ich – empfindlich seid, empfehle ich, die Paprika vorher zu schälen. Ihr könnt sie ein paar Minuten direkt über der offenen Flamme rösten oder kurz in Wasser blanchieren und dann pellen. Vermeidet zu langes Vorkochen, sonst werden sie zu weich.

FAQ (Fragen und Antworten)

  • Wie friert man Paprika ein?

    Ihr könnt Paprika einfrieren: Wascht sie, entfernt Samen und Häutchen, trocknet sie sehr gut, schneidet sie in Streifen oder Spalten und gebt sie in Gefrierbeutel.

  • Warum sind Paprika schwer verdaulich?

    Unverdaulich ist vor allem das faserige Gewebe, das das Fruchtfleisch umgibt, also die transparente Schicht, die umgangssprachlich (und ungenau) „Haut“ genannt wird. Wenn man sie vor dem Kochen entfernt, sind Paprika nicht schwerer verdaulich als anderes Gemüse.

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atavolacontea

Zu Tisch mit Tea: Gerichte, die jeder hinkriegt – oft mit Zutaten, die man schon zu Hause hat, und ich achte dabei auch auf Präsentation und Optik. Mein Motto? „Wir verwandeln das Gewöhnliche in etwas Außergewöhnliches, denn in der Küche ist nicht alles so schwer, wie es scheint!“

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