Profiterol mit Schokolade

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Ich muss es euch wirklich gestehen: das größte Hindernis, das ich beim Schreiben dieses Artikels hatte, war nicht das Zubereiten der Rezeptes oder das Fotografieren des fertigen Tellers, sondern … herauszufinden, wie zum Teufel man „profiterol“, „profiteroles“, „profiterol“ oder „profiterole“ schreibt … keine Ahnung, ich kapier’s noch immer nicht!!!! Jedenfalls habt ihr sicher verstanden, wovon ich spreche: ein fantastischer Berg aus Windbeuteln, gefüllt mit Creme und überzogen mit einer Schokoladenglasur. Die Füllung kann variieren – sei es Vanillecreme, Crème Chantilly oder einfach Schlagsahne – das Ergebnis ist in jedem Fall umwerfend!

Und ich, die nach den Feiertagen etwas gesünder essen wollte, habe alle guten Vorsätze über Bord geworfen und konnte es nicht lassen, sie zu machen. Ehrlich gesagt dachte ich, sie wären super schwierig zuzubereiten; ich hatte das Rezept des großen Igino Massari gelesen, der als Konditormeister sehr technisch vorgeht, und war ein bisschen entmutigt. Dann aber, beim Stöbern in den vielen Kochbüchern, die mittlerweile mein Zuhause füllen, habe ich eine für mich passende Variante gefunden und mir gesagt: Ein Rezept sollte man testen, bevor man Schlüsse zieht – und mal ganz ehrlich, der Versuchung konnte ich nicht widerstehen!

Das Ergebnis war wirklich köstlich und es ist ein wahrer Wahnsinns-Dessert geworden!!!! Also, ich würde sagen: die „Diät“ fangen wir am Montag an!!!!

PS: Ich werde sie im ganzen Rezept „Profiterol“ nennen … nur damit ihr’s wisst!

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Kosten: Günstig
  • Vorbereitungszeit: 1 Stunde
  • Kochzeit: 40 Minuten
  • Portionen: 6 persone
  • Küche: Italienisch

Zutaten

  • 125 g Weizenmehl (Tipo 00)
  • 125 g Wasser
  • 50 g Butter
  • 3 Eier (mittelgroß, Zimmertemperatur)
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Schlagsahne (flüssig)
  • 50 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 250 g Zartbitterschokolade
  • 200 g Schlagsahne (flüssig)

Zubereitung

  • Für die Windbeutel müsst ihr Brandteig (pâte à choux) zubereiten. Nehmt einen Topf mit hohen Rändern, gebt das Wasser, das Salz und die in Stücke geschnittene Butter hinein, stellt den Topf auf die Herdplatte und lasst die Mischung aufkochen, dann sofort von der Hitze nehmen.

    Jetzt die gesiebte Mehlmenge auf einmal einrühren und kräftig mit einem Holzlöffel rühren, um Klumpen zu vermeiden; das Ziel ist ein glatter, homogener Teig.

    Stellt den Topf wieder bei sehr niedriger Hitze auf und rührt noch ein paar Minuten weiter, damit der Teig etwas austrocknet. Rührt, bis sich der Teig zu einer Kugel formt und sich von den Seiten löst. Dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

  • Nun alles in die Küchenmaschine geben und die Eier nacheinander in die Masse einarbeiten. Wenn ihr keine Küchenmaschine habt, könnt ihr eine Schüssel und einen elektrischen Handmixer oder auch Schneebesen verwenden. Wichtig ist, den Teig kräftig zu bearbeiten und ein Ei nach dem anderen einzurühren. Achtet darauf, mit dem nächsten Ei erst fortzufahren, wenn das vorige vollständig eingearbeitet ist. So erhaltet ihr eine glatte, homogene Masse, mit der ihr einen Spritzbeutel mit glatter Tülle zum Füllen vorbereitet (Bocchetta liscia da 10 cm).

  • Legt ein Backblech mit Backpapier aus und setzt kleine Häufchen Teig mit ausreichendem Abstand, damit die Windbeutel beim Backen nicht zusammenkleben. Backt die Windbeutel in einem vorgeheizten Ofen (Umluft aus) 15 Minuten bei 200°, dann lasst die Ofentür einen Spalt offen (leicht geöffnet, zum Beispiel mit einem Holzlöffel eingespannt), sodass die Temperatur etwas absinkt, und backt weitere 10 Minuten. Nehmt die Windbeutel heraus und lasst sie vollständig abkühlen.

  • Nehmt eine Schüssel (am besten kalt) und gebt die kalte Sahne aus dem Kühlschrank hinein. Beginnt, die Sahne mit dem Handmixer zu schlagen. Sobald sie anfängt, anzudicken, gebt die Hälfte des Puderzuckers und den Vanillezucker hinzu und schlagt noch etwa eine Minute weiter. Dann die restliche Menge Puderzucker hinzufügen und die Sahne komplett fertig schlagen.

  • Die Schokolade fein hacken und die flüssige Sahne auf ca. 90°C erhitzen; falls ihr kein Küchenthermometer habt (ich empfehle euch, eines zu kaufen – gute gibt es bereits ab ca. 7 Euro), dann achtet darauf, dass die Sahne heiß, aber nicht kochend ist. Die heiße Sahne über die gehackte Schokolade gießen und vorsichtig mit einer Spachtel vom Zentrum nach außen hin vermischen, bis eine echte Emulsion entsteht. Etwa eine Minute mixen. Die Creme ist fertig, wenn sie glänzend und homogen ist.

  • Jetzt könnt ihr eure Profiterol zusammensetzen. Zuerst die Windbeutel füllen: Füllt die Crème Chantilly in einen Spritzbeutel mit glatter Tülle. Nehmt die Windbeutel und piekst mit der glatten Tülle die Unterseite an, um sie nacheinander zu füllen. Legt sie auf einen Teller und lasst sie zehn Minuten unter Frischhaltefolie im Kühlschrank ruhen. Nun seid ihr bereit, die Windbeutel zu glasieren. Stellt ein Abtropfgitter bereit und eine Schüssel mit der Schokoladensauce. Mit zwei Gabeln taucht ihr die Windbeutel einzeln in die Schokoladensauce und bewegt sie so, dass sie vollständig überzogen sind. Nehmt sie heraus und lasst sie auf dem Gitter abtropfen, damit überschüssige Glasur abfließt. Wenn alle Windbeutel überzogen und etwas angetrocknet sind, setzt ihr sie auf einem Teller zu einer Pyramide zusammen. Nach Belieben mit etwas Crème Chantilly dekorieren und bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren.

Anmerkungen

Sollten Profiterol übrig bleiben, bewahrt sie im Kühlschrank auf und verzehrt sie idealerweise innerhalb von ein bis zwei Tagen. Die Herstellung der Brandteigbällchen ist wirklich einfach, aber wenn ihr keine Lust habt, könnt ihr auch fertige Windbeutel kaufen und füllen. Sicherlich schmecken sie dann nicht ganz wie selbstgemacht. Falls ihr euch doch entscheidet, den Teig selbst zuzubereiten: roher Brandteig ist nicht zum Aufbewahren geeignet, weder im Kühlschrank noch im Gefrierschrank – bereitet ihn zur sofortigen Verarbeitung und zum Backen zu. Gekochte Windbeutel hingegen könnt ihr, wenn ihr sie nicht sofort füllt, etwa eine Woche in einer Blechdose aufbewahren oder für rund einen Monat einfrieren.

Autorenbild

atavolacontea

Zu Tisch mit Tea: Gerichte, die jeder hinkriegt – oft mit Zutaten, die man schon zu Hause hat, und ich achte dabei auch auf Präsentation und Optik. Mein Motto? „Wir verwandeln das Gewöhnliche in etwas Außergewöhnliches, denn in der Küche ist nicht alles so schwer, wie es scheint!“

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