STRUFFOLI-Rezept aus Neapel

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Perfekte neapolitanische STRUFFOLI: Knusprig, nicht fettig und innen weich

Kampanien ist nicht die einzige Region, die dieses Rezept hütet: Diese köstliche Süßspeise wird auch in Sardinien unter dem Namen „Giggeri“ zubereitet, im Molise, in den Marken oder den Abruzzen als „Cicerchia“ und in Tarent kennt man sie als „Sannachiudere“.

Aber was ist das größte Problem bei der Zubereitung von Struffoli?

Die Angst vor Fett! Wie oft hast du dich bemüht, diese hübschen Kugeln zuzubereiten, und am Ende einen schweren, ölig schmeckenden Kuchen bekommen, der innerhalb weniger Stunden weich wird?

Es wäre schade, die Magie der Struffoli ausgerechnet im besten Moment zu ruinieren! Das passiert, weil zwei entscheidende Schritte oft unterschätzt werden: der Teig und die Frittiertemperatur.

Mein Geheimnis, das ich von der legendären Signora Rosa geerbt habe (eine wahre Expertin für kampanische Süßspeisen!), liegt im Ausbalancieren der Zutaten: Dadurch wird der Teig nicht nur aromatisch (dank Anisschnaps und Orangenschale), sondern auch widerstandsfähiger gegen Ölaufnahme.

Der wirkliche Unterschied liegt jedoch beim Garen: das Öl muss reichlich sein und die richtige Temperatur haben.

Nicht so heiß, dass die Außenseite verbrennt, aber heiß genug, damit der Teig sofort versiegelt wird und sich nicht vollsaugt.

Dieses Rezept begleitet dich Schritt für Schritt, damit deine Struffoli außen knusprig, innen weich und – ganz wichtig – trocken werden und auch nach Tagen noch knusprig bleiben.

Einmal im warmen Honig karamellisiert und mit bunten Streuseln (Mompariglia) verziert, werden sie der süße Mittelpunkt deiner Festtafel. Bereite dich darauf vor, dem „fettigen Schwamm“ Lebewohl zu sagen und die Tradition mit einem leichten Meisterwerk zu feiern!

  • Schwierigkeit: Sehr einfach
  • Kosten: Günstig
  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Kochzeit: 10 Minuten
  • Portionen: 4 Personen
  • Kochmethoden: Herd
  • Küche: Italienisch
421,35 Kcal
kalorien pro Portion
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  • Leistung 421,35 (Kcal)
  • Kohlenhydrate 48,06 (g) davon Zucker 28,67 (g)
  • Proteine 4,61 (g)
  • Fett 24,58 (g) davon gesättigt 6,02 (g)davon ungesättigt 17,40 (g)
  • Fasern 0,78 (g)
  • Natrium 107,63 (mg)

Richtwerte für eine Portion von 40 g, die auf der Grundlage der in den Datenbanken CREA* und FoodData Central** verfügbaren Nährwertangaben automatisch verarbeitet wurden. Es handelt sich nicht um Lebensmittel- und/oder Ernährungsempfehlungen.

* CREATES Forschungszentrum für Lebensmittel und Ernährung: https://www.crea.gov.it/alimenti-e-nutrizione https://www.alimentinutrizione.it ** U.S. Department of Agriculture, Agricultural Research Service. FoodData Central, 2019. https://fdc.nal.usda.gov

Zutaten für neapolitanische Struffoli

  • 400 g Weizenmehl (Tipo 00)
  • 60 g Butter
  • 4 Eier (3 ganze + 1 Eigelb)
  • 40 g Zucker
  • 15 ml Anislikör (oder Limoncello)
  • 1 Orangenschale
  • Erdnussöl (zum Frittieren)
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Honig
  • 150 g kandierte Früchte
  • nach Belieben bunte Zuckerstreusel (Mompariglia)

Utensilien

  • Frittierpfanne

Zubereitung STRUFFOLI AUS NEAPEL: Aromatischer Teig und trockenes Frittieren

  • Teig anrühren: In einer großen Schüssel (oder in der Küchenmaschine) Mehl, Zucker, Eier, lauwarm geschmolzene Butter, frisch geriebene Orangenschale und den Likör geben.
    Weiterverarbeiten: Den Teig einige Minuten kräftig von Hand kneten, bis eine glatte, homogene Masse entsteht. Er sollte fest und nicht klebrig sein.
    Ruhen lassen: Den Teig mit einem Tuch abdecken und etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

  • Röllchen formen: Nach der Ruhezeit den Teig in 6 Portionen teilen. Aus jeder Portion dünne, fingerdicke Röllchen formen.
    Schneiden: Mit einem Messer die Röllchen in kleine Teigstückchen von etwa einem Zentimeter schneiden.
    Nach und nach frittieren: In einem hohen Topf reichlich Pflanzenöl erhitzen. Das Geheimnis ist, nur wenige Struffoli gleichzeitig zu frittieren, damit die Öltemperatur nicht zu stark absinkt.
    Ideale Temperatur: Wenn das Öl heiß ist, die Struffoli einige Minuten frittieren, bis sie leicht goldbraun sind.
    Gut abtropfen lassen: Sobald sie fertig sind, mit einer Schaumkelle herausnehmen und sofort auf Küchenpapier abtropfen lassen

  • Honig erwärmen: In einem kleinen Topf den Honig bei sehr geringer Hitze leicht erwärmen (nicht zum Kochen bringen).
    Vermengen: Vom Herd nehmen und die abgekühlten Struffoli, die in Würfel geschnittenen kandierten Früchte und die Mompariglia dazugeben.
    Garnieren: Vorsichtig vermengen, damit die Kugeln nicht zerdrückt werden, und auf einer Servierplatte in der klassischen Ringform oder als Häufchen anrichten

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AUFBEWAHRUNG

Einmal fertig, halten die Struffoli bis zu 10 Tage bei Raumtemperatur, luftdicht verpackt. Sie sind nicht zum Einfrieren geeignet.
Tipp für die Frische: An einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren. Der Honig macht die Außenseite etwas weicher, aber das Innere bleibt knusprig, wenn sie gut frittiert wurden.

TIPPS

Wenn du keine kandierten Früchte magst, kannst du sie weglassen.

Wenn du keinen Anis magst oder keinen hast, kannst du problemlos Limoncello oder einen anderen Likör deiner Wahl verwenden!

Beim Frittieren gilt, wie meine Großmutter immer sagte: Je mehr Öl du verwendest, desto weniger nehmen sie auf.

Normalerweise werden sie ringförmig angeordnet und können auch als essbare Tischdekoration dienen, eventuell mit einer Deko in der Mitte.

Hinweise zu Zutaten und Ersatz

Der Likör (Anis vs. Limoncello): Anisschnaps ist traditionell im Teig. Wenn du ihn nicht magst oder nicht findest, ist Limoncello (oder ein guter Rum) eine ausgezeichnete Alternative: Er verleiht ein zitroniges Aroma und macht den Teig ebenfalls weniger klebrig.
Eier (Temperatur): Eier bei Raumtemperatur lassen sich besser einarbeiten und ergeben einen homogeneren Teig.
Erdnussöl: Erdnussöl ist ideal zum Frittieren, da es einen hohen Rauchpunkt hat. Anti-Fett-Tipp: Verwende kein bereits gebrauchtes Öl wieder und achte davor immer auf die richtige Temperatur, bevor du eine neue Portion frittierst.

Alternativen und Varianten

Heißluftfritteuse: Für eine leichtere Variante kannst du die Struffoli in der Heißluftfritteuse zubereiten. Leicht mit Öl aus der Sprühflasche besprühen und bei 180°C für 8-10 Minuten garen, dabei den Korb halbzeitlich schütteln, bis sie goldbraun sind.
Zartbitterschokoglasur: Für alle, die keine kandierten Früchte mögen: Statt eines Teils des Honigs kannst du auch eine Zartbitterschokoglasur verwenden für einen modernen Twist.
Form: Traditionell werden sie als Ring angeordnet; alternativ kannst du kleine Häufchen formen, ideal für Buffets oder eine moderne Tischpräsentation

Verwendung und perfekte Kombinationen

Struffoli sind nicht nur ein Dessert, sondern auch Deko!
Essbarer Tischmittelpunkt: Die Ringform eignet sich hervorragend als essbarer Tischmittelpunkt, eventuell mit einer Kerze in der Mitte.
Weinbegleitung: Die Süße des Honigs harmoniert sehr gut mit einem Passito aus Süditalien (z. B. einem Passito von Pantelleria) oder mit einem trockenen Sekt nach klassischer Methode, der den Gaumen reinigt.

Ursprung und Geschichte

Struffoli sind eine Süßspeise mit sehr alten Wurzeln, die bis in die Magna Graecia zurückreicht, wo sie als Loukoumades bekannt waren. Die moderne Rezeptur mit Honig und Kugelform ist ein unverzichtbares Symbol des kampanischen Weihnachtsfestes. Der Name Struffoli könnte laut manchen Quellen vom griechischen Wort strongoulos stammen, was „rund“ bedeutet. Dieses Gebäck ist so tief in der Tradition verwurzelt, dass es in verschiedenen Regionen unter unterschiedlichen Namen vorkommt (wie die Cicerchi in den Abruzzen oder die Pignoccata in Sizilien), doch die kampanische Version mit viel Honig und Orangenaroma ist bei weitem die bekannteste.

FAQ (Fragen und Antworten)

  • Frage: Wie hoch sollte die Temperatur des Öls sein, damit sie nicht fettig werden?

    Antwort: Die ideale Temperatur liegt bei etwa 170-175°C. Ist das Öl zu kalt, saugen die Struffoli zu viel davon auf; ist es zu heiß, verbrennen sie außen und bleiben innen roh. Hast du kein Thermometer, tauche ein kleines Teigstück hinein: Wenn es sofort sprudelt und an die Oberfläche steigt, ist das Öl bereit.

  • Frage: Kann ich den Teig im Voraus zubereiten?

    Antwort: Ja, du kannst den Teig vorbereiten und bis zu 12 Stunden im Kühlschrank in Frischhaltefolie aufbewahren. Lass ihn vor dem Weiterverarbeiten mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen.

  • Frage: Warum fallen sie nach dem Frittieren zusammen?

    Antwort: Struffoli sollten sich nicht stark zusammenziehen, wenn der Teig richtig verarbeitet wurde. Wenn du ein merkliches Zusammenfallen bemerkst, war das Öl zu Beginn wahrscheinlich nicht heiß genug und sie haben zu viel Flüssigkeit aufgenommen, was die Struktur geschwächt hat.

Autorenbild

atavolacontea

Zu Tisch mit Tea: Gerichte, die jeder hinkriegt – oft mit Zutaten, die man schon zu Hause hat, und ich achte dabei auch auf Präsentation und Optik. Mein Motto? „Wir verwandeln das Gewöhnliche in etwas Außergewöhnliches, denn in der Küche ist nicht alles so schwer, wie es scheint!“

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