Tartine mit Venusmuscheln und Bottarga

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Auch wenn ich einen Kochblog habe und man deshalb denken könnte, ich würde ständig in der Küche stehen – wirklich Zeit, mich auszutoben und die Rezepte zu genießen, habe ich meist nur am Wochenende. Unter der Woche bereite ich viele Gerichte fast wie ein Automat zu. Am Wochenende habe ich mehr Zeit, über neue Kombinationen nachzudenken und meine Familie zu verwöhnen, die sehnsüchtig auf das „Mega-Abendessen“ wartet! Den Namen hat mein Sohn Filippo sich ausgedacht, weil es vielleicht die einzige Gelegenheit in der Woche ist, bei der wir alle zusammen am Tisch sitzen und ich viele kleine Häppchen zubereite, um jeden Geschmack zu treffen und neue Rezepte auszuprobieren. Für genau dieses letzte Mega-Abendessen habe ich diese Kombination kreiert, die man sowohl als Canapé zum Aperitif als auch als Vorspeise servieren kann. Die Basis ist Brot oder noch besser eine Vollkorn-Focaccia, leicht bestrichen mit … (das verrate ich in der Rezeptbeschreibung), darauf thronen wunderbare Venusmuscheln. Als Abschluss ein Hauch von „Gold Sardiniens“, also Bottarga. Ein Augenschmaus und ein Gaumengenuss, der – ganz klar – von meiner Jury abgesegnet wurde! Im Rezept findet ihr auch, wie man eine fantastische Vollkorn-Focaccia mit 7 Getreidesorten und die Grundsauce zubereitet. Viel Spaß!

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Kosten: Mittel
  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Kochzeit: 5 Minuten
  • Portionen: 20 Häppchen
  • Küche: Italienisch

Zutaten

  • 300 g Venusmuscheln
  • 2 Esslöffel natives Olivenöl extra
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Glas trockener Weißwein
  • nach Belieben Salz
  • 5 Scheiben Vollkorn-Sandwichbrot (oder Vollkorn-Focaccia)
  • 50 g Kichererbsen-Hummus
  • 30 g Bottarga (getrockneter Fischrogen)

Zubereitung

  • Lasst die Venusmuscheln mindestens eine Stunde in kaltem Wasser mit Salz ausspülen, damit sie möglichen Sand verlieren, und spült sie danach gründlich ab. Abtropfen lassen. Einen Topf auf hohe Hitze stellen und die Muscheln öffnen lassen. Muscheln aus der Schale lösen und die ausgelösten Muscheln zurück in die Pfanne geben, zusammen mit zwei Esslöffeln nativem Olivenöl und einer Mischung aus fein gehackter Petersilie und Knoblauch. 2 Minuten garen. Mit Weißwein ablöschen und weitere zwei Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und beiseitestellen.

  • Für diese Tartine empfehle ich Vollkornbrot oder Vollkorn-Focaccia, die gut mit den restlichen Zutaten harmonieren. Wenn ihr keine Zeit habt, kauft beim Bäcker ein gutes Vollkorn-Sandwichbrot, toastet die Scheiben leicht und entfernt vorher die Ränder, bevor ihr sie belegt. Wenn ihr hingegen ein wenig mehr arbeiten wollt – es lohnt sich wirklich –, bereitet die Vollkorn-Focaccia mit 7 Getreidesorten zu, die ist fantastisch! Für das Rezept der Focaccia klickt hier: Focaccia mit 7 Getreidesorten.

    Schneidet aus dem Brot oder der Focaccia Quadrate von etwa 3 cm Seitenlänge, so dass kleine mundgerechte Häppchen entstehen, die man auch im Stehen gut essen kann. Bestreicht sie dünn mit Kichererbsen-Hummus (auch hier könnt ihr fertigen Hummus kaufen oder nach meinem Rezept selbst machen: Kichererbsen-Hummus – Originalrezept oder Kichererbsen-Hummus ohne Tahini).

    Jetzt die zuvor zubereiteten Muscheln großzügig auf dem Hummus platzieren – seid ruhig großzügig! – und zum Schluss mit Bottarga von Meeräsche oder Thunfisch bestreuen.

    Fertig sind eure Tartine!

Hinweise

Die Tartine sollten möglichst frisch serviert werden oder kurz nach der Zubereitung, damit die Füllung nicht zu viel Flüssigkeit abgibt und die Brot- bzw. Focacciabasis durchweicht. Wenn ihr im Voraus arbeiten wollt, könnt ihr das Hummus und die Focaccia sowie die Muscheln vorbereiten und alles erst kurz vor dem Servieren zusammensetzen; alternativ könnt ihr die fertigen Tartine für 1 Minute in einen vorgeheizten Ofen stellen, bevor ihr sie serviert.

Autorenbild

atavolacontea

Zu Tisch mit Tea: Gerichte, die jeder hinkriegt – oft mit Zutaten, die man schon zu Hause hat, und ich achte dabei auch auf Präsentation und Optik. Mein Motto? „Wir verwandeln das Gewöhnliche in etwas Außergewöhnliches, denn in der Küche ist nicht alles so schwer, wie es scheint!“

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