Vollkorn-Soda-Brot

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Vollkorn-Soda-Brot: Brot in 30 Minuten ohne Gehzeit

Wenn ihr gerne Brot backen würdet, euch aber noch nicht bereit fühlt. Wenn euch allein das Wort Sauerteig die Verzweiflung packt, wenn ihr nie Lust oder Geduld für eine lange Teigführung hättet und ihr trotzdem so sehr darauf brennt sagen zu können „Dieses Brot hab ich selbst gemacht!“ – keine Panik, ab heute gibt es die Lösung: das Soda-Brot.
Typisches Brot irischer Herkunft, das Irish Soda Bread kommt nämlich ganz ohne irgendeine Form von natürlicher Hefe aus (weder Frischhefe noch Sauerteig).
Man fügt einfach Natron (Bicarbonat) als Triebmittel hinzu. Dieses reagiert sofort mit Säuren und wirkt so als Treibmittel.
Das Rezept für Soda-Brot zu Hause ist super einfach und ein Aufgehprozess fehlt komplett, deshalb könnt ihr den Ofen schon anstellen, bevor ihr anfangt – sobald die Zutaten vermischt sind, kommt das Brot direkt in den Ofen!

Wie bei allen traditionellen Rezepten – es gehört zum typischen Menü am St. Patrick’s Day am 17. März – gibt es unzählige Varianten, auch wenn die Zutaten, die nie fehlen dürfen, eben Natron und Buttermilch sind (keine Sorge, Buttermilch lässt sich schnell zu Hause herstellen, falls ihr sie nicht fertig bekommt). Da ich sogar herausgefunden habe, dass es in Irland eine offizielle Stelle gibt, die die Authentizität zertifiziert, war es naheliegend, das Originalrezept auszuprobieren!!!

Da es kein Hefegebäck ist, wird das Brot keine große Porung haben, dennoch erhaltet ihr ein sehr weiches und mehliges Brot, perfekt für euer Frühstück bestrichen mit Butter und Marmelade, vielleicht thematisch englisch begleitet von einer heißen Tasse Tee. Bereitet also euer Soda-Brot zu, um im Handumdrehen den Geschmack und das Aroma von hausgemachtem Brot auf den Tisch zu bringen!

  • Schwierigkeit: Sehr einfach
  • Kosten: Sehr günstig
  • Vorbereitungszeit: 10 Minuten
  • Kochzeit: 25 Minuten
  • Küche: Italienisch

Zutaten

  • 250 g Vollkornmehl
  • 200 g Weizenmehl (Type 00)
  • 1 Esslöffel Natron (Backsoda)
  • 1 Teelöffel feines Salz
  • 1 Ei
  • 350 ml Buttermilch
  • 1 Esslöffel Honig
  • 125 ml teilentrahmte Milch
  • 125 ml fettarmer Joghurt (oder 8 ml Zitronensaft)

Zubereitung

  • Falls ihr sie im Supermarkt nicht finden könnt (einige große Filialisten haben sie im Sortiment), ist es sehr einfach, Buttermilch selbst herzustellen. Sie ist eine Art saure Sahne und lässt sich auf zwei Arten ersetzen: entweder 125 ml teilentrahmte Milch mit 8 ml Zitronensaft mischen und die Mischung 20 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen, oder teilentrahmte Milch und fettarmen Joghurt zu gleichen Teilen (125 ml Milch und 125 ml Joghurt) mischen und ebenfalls 20 Minuten stehen lassen.

  • Für diese Zubereitung könnt ihr, wenn vorhanden, ruhig die Küchenmaschine mit Knethaken verwenden oder den Teig per Hand kneten. Gebt die beiden zuvor gesiebten Mehle in die Schüssel einer Küchenmaschine, fügt Salz und Natron hinzu und mischt schnell weiter. In einer separaten Schüssel die Buttermilch mit dem Ei und dem Honig verrühren; wenn die Flüssigkeiten gut vermischt sind, zu den Mehlen geben und weiterkneten, dabei aber nicht zu lange bearbeiten. Der Teig wird ziemlich weich sein.

  • Jetzt den Teig direkt in eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben und an der Oberfläche kleine Einschnitte machen – so erleichtert ihr die Garung, da die Einschnitte den vom Natron erzeugten Gasen ausweichen.

    Im vorgeheizten Umluftofen bei 180 °C etwa 25–30 Minuten backen, dabei darauf achten, dass die Oberfläche nicht verbrennt.

    Aus dem Ofen und aus der Form nehmen und euer Soda-Brot in ein Küchentuch gewickelt auskühlen lassen, damit die Kruste knusprig bleibt.

Hinweise

Ein Geheimnis für ein gutes Soda-Brot ist, den Teig möglichst wenig zu bearbeiten und es sofort in den Ofen zu schieben.

Ihr könnt das Brot nach Wunsch vor dem Backen mit Sesam-, Mohn- oder Kürbiskernen bestreuen, um es zu verfeinern.

Aufbewahren könnt ihr es in einer Plastiktüte für 2–3 Tage oder ihr legt es in den Gefrierschrank und taut es bei Raumtemperatur auf, wenn ihr es verwenden möchtet.

Ich habe es in einer Kastenform gebacken, weil ich es morgens zum Frühstück praktischer finde, um es in Scheiben zu schneiden, aber das Originalrezept sieht ein rundes Backblech vor. In jedem Fall, egal wie ihr es backt, bereitet euch darauf vor, ein Brot zu genießen, das ihr so noch nie probiert habt.
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Autorenbild

atavolacontea

Zu Tisch mit Tea: Gerichte, die jeder hinkriegt – oft mit Zutaten, die man schon zu Hause hat, und ich achte dabei auch auf Präsentation und Optik. Mein Motto? „Wir verwandeln das Gewöhnliche in etwas Außergewöhnliches, denn in der Küche ist nicht alles so schwer, wie es scheint!“

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