Neapolitanische Pastiera

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Die Pastiera Napoletana ist viel mehr als ein einfacher Kuchen: Sie ist ein Symbol für Tradition, Familie und Frühling. Duftet nach Orangenblüten und verfeinert mit einfachen, aber wertvollen Zutaten wie gekochtem Weizen, Ricotta und Eiern, vereint dieser Kuchen die ganze Magie der neapolitanischen Ostern. Jede Familie bewahrt ihre eigene Version, die von Generation zu Generation weitergegeben wird, mit kleinen Geheimnissen, die jede Pastiera einzigartig und besonders machen.
Die Zubereitung ist ein regelrechtes Ritual: Es beginnt mit dem Mürbeteig, knusprig und zart, der eine cremige und sehr aromatische Füllung aufnimmt. Das Ergebnis ist ein Kuchen mit unverwechselbarem Geschmack, der Erinnerungen weckt und neue Traditionen schafft. Perfekt, wenn er nach ein paar Tagen Ruhezeit genossen wird, wenn sich die Aromen optimal verbunden haben – die Pastiera ist der ideale Kuchen zum Teilen mit den Liebsten.

Hier findest du die Pastiera in der Version mit Crema pasticcera (Vanillecreme):

  • Schwierigkeit: Mittel
  • Kosten: Mittel
  • Ruhezeit: 30 Minuten
  • Vorbereitungszeit: 5 Stunden
  • Kochzeit: 50 Minuten
  • Portionen: 12
  • Kochmethoden: Backofen, Elektrobackofen
  • Küche: Italienisch
  • Saisonalität: Herbst, Winter und Frühling, Ostern

Zutaten

Menge für 2 Pastieren (24 cm)

  • 500 g Mehl (Typ 00)
  • 200 g Zucker
  • 200 g Schmalz
  • 3 ganze Eier
  • 1 Päckchen Vanillin
  • 580 gekochter Weizen
  • 250 ml Milch
  • 50 g Butter
  • Orangenschale
  • nach Belieben Vanille
  • 900 g Ricotta aus Schafmilch
  • 500 g Zucker
  • 7 ganze Eier
  • 2 Eigelb
  • 150 g kandierte Orangenschale
  • 1 Prise Zimtpulver
  • 2 Fläschchen Orangenblütenaroma

Utensilien

  • 1 Topf
  • 2 Backformen 24 cm
  • 1 Nudelholz

Schritte

  • In einer Schüssel das in Stücke geschnittene Schmalz mit dem Zucker verrühren, dann die Eier und die geriebene Zitronenschale oder das Vanillin oder beides hinzufügen. Nach und nach das Mehl zugeben und kneten, bis eine homogene Masse entsteht. Einen Teigkloß formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

  • In einem kleinen Topf den gekochten Weizen mit der Milch, der Butter und der Zitronen- sowie Orangenschale und der Vanille geben. Bei schwacher Hitze unter Rühren kochen, bis eine dicke Creme entsteht. Vollständig auskühlen lassen.

  • In einer Schüssel die Ricotta mit dem Zucker zu einer glatten Creme verrühren. Die Eier nacheinander unterrühren, dann den inzwischen kalten Weizen einarbeiten. Die kandierten Früchte in Würfeln, das Orangenblütenaroma und, wenn gewünscht, eine Prise Zimt hinzufügen.

  • Den Mürbeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und eine gefettete und bemehlte Springform (24 cm) damit auskleiden. Die Füllung einfüllen und bis zum Rand glatt streichen. Aus dem übrigen Teig Streifen schneiden und in Gitterform auf der Oberfläche anordnen.

  • Im vorgeheizten Backofen bei 170°C backen (auch Umluft geeignet) für etwa 60–70 Minuten, bis die Oberfläche schön goldbraun ist. Falls nötig, gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken, damit sie nicht zu dunkel wird.

Die Pastiera vollständig auskühlen lassen und mindestens 24 Stunden ruhen lassen, bevor Sie sie servieren. Mit Puderzucker bestäuben und genießen.

Aufbewahrung
Die Pastiera Napoletana hält sich bei Raumtemperatur 2–3 Tage lang gut, abgedeckt mit einer Haube für Kuchen oder Frischhaltefolie, an einem kühlen und trockenen Ort. Dank des Zuckers und der Aromen bleibt sie lange saftig und aromatisch. Bei hohen Temperaturen ist es besser, sie im Kühlschrank gut abgedeckt aufzubewahren, bis zu 4–5 Tage. Vor dem Servieren mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, um den Geschmack zu intensivieren. Die Pastiera kann auch bereits gebacken eingefroren werden: langsam im Kühlschrank auftauen lassen und dann auf Raumtemperatur bringen.

Tipps
Für eine perfekte Pastiera verwenden Sie gut abgetropfte Ricotta aus Schafsmilch, um eine cremige, aber kompakte Füllung zu erhalten. Lassen Sie den Kuchen mindestens einen Tag ruhen – dieser Schritt ist entscheidend, damit sich die Aromen optimal verbinden. Übertreiben Sie es nicht mit dem Orangenblütenaroma: wenige Tropfen genügen, um den typischen Duft zu geben, ohne zu dominant zu werden. Backen Sie die Pastiera langsam, um Risse an der Oberfläche zu vermeiden.

Varianten
Es gibt verschiedene Variationen der Pastiera. Für eine mildere Version können Sie die kandierten Früchte durch Schokotropfen ersetzen oder ganz weglassen. Wer einen intensiveren Geschmack bevorzugt, gibt dem Belag eine Prise Zimt oder Vanille hinzu. In einigen modernen Versionen wird Crema pasticcera (Vanillecreme) eingesetzt, um die Füllung noch weicher zu machen. Für eine glutenfreie Alternative kann gekochter Weizen durch glutenfreien gekochten Weizen oder Reis ersetzt werden.

Autorenbild

Chiara Serafina Caputi

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