Selbstgemachter Cozonac, ein großes traditionelles rumänisches Hefengebäck, weich und duftend, das traditionell in Festzeiten zubereitet wird und besonders mit Weihnachten und Ostern verbunden ist, gefüllt mit Walnüssen und Kakao. Es ist eines dieser Desserts, die man nicht täglich macht, und gerade deshalb werden sie besonders: Es braucht Zeit, Aufmerksamkeit und ein bisschen Geduld, aber das Ergebnis belohnt die Mühe reichlich.
Den Cozonac selbst zu machen bedeutet, sich in Ruhe dem Teig zu widmen, die Ruhezeiten der Hefe abzuwarten und dann ein geflochtenes, eindrucksvolles Gebäck zu formen – perfekt, um es an Festtagen auf den Tisch zu bringen oder zu verschenken. Der Duft während des Backens erfüllt die Küche und kündigt an, was ein weiches, reiches und umhüllendes Gebäck sein wird.
Ihr könnt den Cozonac-Teig auch mit der Brotbackmaschine zubereiten, ganz ohne Aufwand: Gebt alle Zutaten in den Behälter und die Maschine sorgt dafür, dass ihr einen perfekt gegangenen Teig erhaltet.
In dieser hausgemachten Version schlage ich einen einfach zu machenden Cozonac vor, mit leicht erhältlichen Zutaten und einer klaren Vorgehensweise, gedacht für den täglichen Küchengebrauch, aber mit einem Ergebnis, das für wichtige Anlässe geeignet ist. Ein Gebäck, das die Langsamkeit der festlichen Zubereitungen erzählt und seinen natürlichen Platz auf dem Tisch großer Anlässe findet.
- Schwierigkeit: Mittel
- Kosten: Mittel
- Ruhezeit: 3 Stunden
- Vorbereitungszeit: 30 Minuten
- Kochzeit: 40 Minuten
- Portionen: 8/10 Scheiben (für eine Kastenform von 30 cm)
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Weihnachten, Ostern
Zutaten für den hausgemachten Cozonac:
- 500 g Manitoba-Mehl
- 7 g Trockenhefe
- 250 ml lauwarme Milch
- 125 g Kristallzucker
- 100 g geschmolzene Butter (lauwarm)
- 1/2 Bio-Orange (abgeriebene Schale)
- 3 mittlere Eigelbe
- 1/2 Bio-Zitrone (abgeriebene Schale)
- 1 Teelöffel Vanilleextrakt
- 1 Prise feines Salz
- 150 g Walnüsse (fein gehackt)
- 75 g Kristallzucker
- 1 1/2 Esslöffel ungesüßtes Kakaopulver
- 75 ml lauwarme Milch
- 1 mittleres Eiweiß
- 1 Teelöffel Rum
- 50 g Sultaninen (optional; wir haben sie nicht verwendet)
- 1 Eigelb
- 2 Esslöffel Milch
- nach Belieben Zuckerstreusel (optional)
Schritte zur Zubereitung und zum Backen des hausgemachten Cozonac:
Beginnt damit, den Vorteig (Lievitino) vorzubereiten. Löst die Hefe in 80 ml lauwarmer Milch auf, gebt einen Esslöffel Zucker und zwei Esslöffel Mehl aus der Gesamtmenge hinzu. Gut verrühren und 10–15 Minuten ruhen lassen, bis die Mischung aufgeht und schaumig ist.
Gebt in eine große Schüssel das Mehl, den Zucker, das Salz und die abgeriebenen Schalen von Zitrone und Orange. Fügt den Vorteig und die Eigelbe hinzu und beginnt dann, nach und nach die restliche Milch zuzugeben, dabei kneten. Arbeitet den Teig lange, etwa 20 Minuten, bis er homogen ist.
Wenn der Teig gut geformt ist, gebt die lauwarme geschmolzene Butter in dünnem Strahl dazu und arbeitet weiter. Der Teig sollte weich, elastisch und leicht klebrig sein – das ist bei diesem Gebäck normal.
Deckt die Schüssel ab und lasst den Teig an einem warmen Ort etwa 2–3 Stunden gehen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.Bereitet inzwischen die Füllung vor. Vermischt in einer Schüssel die fein gehackten Walnüsse mit dem Zucker und dem Kakao, dann gebt nach und nach die heiße Milch dazu, das Eiweiß und, falls gewünscht, den Rum oder Rum-Aroma. Rührt, bis eine cremige und streichfähige Masse entsteht – nicht flüssig. Falls ihr Rosinen verwendet, hebt diese zum Schluss unter.
Wenn der Teig aufgegangen ist, gebt ihn auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche und teilt ihn in zwei gleich große Teile. Rollt jede Portion zu einem Rechteck von ca. 37 x 21 cm aus.
Verteilt die Füllung gleichmäßig, lasst an den Rändern jeweils ein paar Zentimeter frei.
Rollt von der langen Seite her auf, so entstehen zwei Stränge.
Legt die beiden Stränge kreuzförmig, sodass ein X entsteht. Beginnt in der Mitte und flechtet, indem ihr abwechselnd einen Strang über den anderen legt, bis ihr die Enden erreicht. Wiederholt den Vorgang auch von der anderen Seite, ebenfalls von der Mitte nach außen, damit ein gleichmäßiger Zopf entsteht.
Ist das Geflecht fertig, verschließt auch die Enden gut.
Setzt das Gebäck in eine zuvor gut gebutterte Kastenform (30 cm).
Deckt mit Folie ab und lasst 40 Minuten gehen; das Gebäck sollte aufgegangen sein, aber noch 1–2 cm unter dem Rand der Form liegen.
Nach dem Gehen die Oberfläche mit dem Eigelb-Milch-Gemisch bestreichen, bei Wunsch Zuckerstreusel darüber streuen, und in einem vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze) bei 170 °C etwa 45 Minuten backen. Sollte die Oberfläche zu dunkel werden, mit Alufolie abdecken.
Nach dem Backen lasst den Cozonac etwa 10 Minuten in der Form ruhen. Dann vorsichtig stürzen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen. Dieser Schritt ist wichtig, damit keine Feuchtigkeit in der Form eingeschlossen wird und die Struktur des Gebäcks trocken und weich bleibt.Nach dem vollständigen Auskühlen könnt ihr ihn wieder in die Form legen.
Sobald der Cozonac komplett ausgekühlt ist, serviert ihr ihn in Scheiben. Er bleibt einige Tage weich, wenn er in Frischhaltefolie eingewickelt ist, und bewahrt dabei sein Aroma und seine Saftigkeit.
FAQ (Fragen und Antworten)
Kann ich den Cozonac im Voraus zubereiten?
Ja, der Cozonac kann am Vortag zubereitet werden. Sobald er vollständig abgekühlt ist, wickelt ihn in Frischhaltefolie, damit er weich bleibt.
Hält sich der Cozonac mehrere Tage?
Er hält sich gut 2–3 Tage bei Raumtemperatur, eingewickelt in Frischhaltefolie oder in einem Gefrierbeutel.
Warum ist es wichtig, den Cozonac auf einem Gitter auskühlen zu lassen?
Das Auskühlen auf einem Gitter verhindert, dass sich Feuchtigkeit am Boden bildet, und hilft, das Gebäck trocken und weich zu erhalten.

