Wenn ich dir sage, dass diese glutenfreie Focaccia mit Reismehl und Leinsamen für mich der Durchbruch war, übertreibe ich nicht. Ich wollte eine weiche Focaccia, fluffig, die auch am nächsten Tag noch saftig bleibt und vor allem ohne Risse zusammenhält. Ich hatte sie schon nur mit Reismehl versucht und das Ergebnis war… nun ja, geschmacklich gut, aber sie zerbröselte beim Anfassen. Und ich wollte weder Xanthan noch Flohsamenschalen noch all die Verdickungsmittel benutzen, die zwar hervorragend funktionieren, aber nicht immer im Vorrat sind, wenn man plötzlich Lust aufs Backen bekommt.
Also habe ich das Leinsamengel ausprobiert – ein einfacher, natürlicher Trick, den wirklich jede_r umsetzen kann. Das Ergebnis war überraschend: eine weiche, elastische glutenfreie Focaccia, die nicht reißt, nicht zerfällt und auch am nächsten Tag noch fantastisch schmeckt.
Eine wirklich einfache glutenfreie Focaccia, perfekt für alle, die ein unkompliziertes Rezept mit Bäcker-Ergebnis suchen. Wenn du auch eine Focaccia mit Reismehl möchtest, die nicht zerbröselt, dann ist dieses Rezept genau richtig. 😀
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 1 Stunde 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten
- 10 g Hefe
- 300 g Reismehl
- 50 g Maisstärke
- 30 ml extra natives Olivenöl
- 8 g Salz
- 300 ml Wasser
- 20 g Leinsamenmehl (gemahlene Leinsamen)
- 60 ml Wasser
- 40 ml Wasser
- 30 ml extra natives Olivenöl
- grobes Salz
Werkzeuge
- 1 Zerkleinerer tritatutto
- 1 Backblech teglia
- 1 Küchenwaage bilance
Schritte
Vermische das gemahlene Leinsamenmehl mit Wasser. 10 Minuten quellen lassen, bis ein dickes Gel entsteht.
Das ersetzt Xanthan und sorgt für Struktur.
In einer kleinen Schüssel Hefe, Zucker und lauwarmes Wasser auflösen. 10 Minuten stehen lassen.
In einer großen Schüssel Reismehl, Stärke und Salz vermengen, dann das Leinsamengel, die aktivierte Hefe und das Öl dazugeben.
Wasser dazugeben und den Teig mit einem Spatel verrühren: er wird weich und klebrig sein.
Stelle die Schüssel in den ausgeschalteten Ofen mit angeschaltetem Licht für 45 Minuten.
Fette das Backblech ein und gib den Teig darauf. Mit nassen oder geölten Händen flachstreichen, aber nicht zu sehr drücken.
Lass ihn 30–40 Minuten ruhen. Mische Wasser, Öl und Salz.
Drücke die typischen „Dellen“ mit den Fingern und gieße die Salz-Öl-Mischung darüber.
Im vorgeheizten Ofen bei 220°C (Ober-/Unterhitze) für 20–25 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
FAQ (Fragen und Antworten)
Wie bekomme ich eine glutenfreie Focaccia, die weich ist und nicht zerbröselt?
Der Trick ist ein natürlicher Bindemittelzusatz. Das Leinsamengel funktioniert hervorragend: es verleiht Elastizität, hält die Feuchtigkeit und sorgt dafür, dass die Focaccia auch am nächsten Tag noch weich bleibt.
Kann ich eine Focaccia mit Reismehl ohne Xanthan machen?
Absolut ja. Das Leinsamengel ist eine tolle, natürliche Alternative zu Xanthan und Flohsamenschalen – ideal für alle, die ein einfaches Rezept mit gewöhnlichen Zutaten wollen.
Kann ich die Maisstärke ersetzen?
Ja, du kannst Kartoffelstärke verwenden. Sie sorgt wie die Maisstärke für Leichtigkeit und Geschmeidigkeit im Teig.
Kann ich nur Reismehl verwenden?
Lieber nicht: Reismehl allein neigt dazu, auseinanderzufallen. Das Ergänzen mit Leinsamen und etwas Stärke macht wirklich den Unterschied.

