Die APULISCHEN CARTELLATE sind weihnachtliche Süßigkeiten aus der Tradition Apuliens und bis zu einem gewissen Grad auch aus der Basilikata. Sie haben eine sehr alte Geschichte, vermutlich mit arabischen Wurzeln, wurden aber in der christlichen Zeit häufig mit dem Heiligenschein oder den Binden verbunden, mit denen das Jesuskind in üblichen Weihnachtsdarstellungen eingewickelt ist. In jedem Fall ist es ein einfaches, aber geschmacklich reiches und knuspriges Gebäck, perfekt für die Festtage, wenn man Köstlichkeit, Schönheit und Tradition wünscht.
Diese Süßigkeiten bestehen aus einfachen Zutaten und erfordern nur etwas Aufmerksamkeit und Geschick, wenn man sie zum ersten Mal zubereitet. Deshalb gebe ich euch das Rezept Schritt für Schritt mit Fotos und Hinweisen, die alles vereinfachen und euch problemlos zum gewünschten Ergebnis führen. Diese köstlichen, leicht frittierten Teigspiralen werden dank Vincotto und Honig, die nach Tradition die Aromen und Düfte vergangener Zeiten schenken, zu einer echten Delikatesse.
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- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 8 Stunden 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 25 Minuten
- Kochmethoden: Frittieren
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Herbst, Winter
Zutaten
- 500 g Weizenmehl (Typ 00)
- 180 g Weißwein
- 100 g extra natives Olivenöl
- 1 pizzico Salz
- 500 ml Erdnussöl
- 250 ml Vincotto (oder Honig)
Werkzeuge
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- 1 Nudelmaschine
- 1 Schüssel
- 2 Kochtöpfe
- 1 gezacktes Teigrädchen
Schritte
Um die APULISCHEN CARTELLATE vorzubereiten, geben Sie zuerst den Wein in einen kleinen Topf und erwärmen ihn leicht auf dem Herd.
Streuen Sie das gesiebte Mehl auf die Arbeitsfläche, in eine Schüssel oder in die Küchenmaschine. Machen Sie in der Mitte eine Mulde und gießen Sie den lauwarmen Wein, das Olivenöl und eine Prise Salz hinein.
Vermengen Sie zunächst alle Zutaten mit einer Gabel und kneten Sie anschließend etwa 10 Minuten mit den Händen, bis ein homogener, glatter Teig entsteht, der weder zu hart noch zu weich ist.
Wenn der Teig zu fest ist, fügen Sie etwas mehr Wein hinzu, ist er zu weich, mehr Mehl.
Lassen Sie den Teigling 30 Minuten unter einem Tuch ruhen.
Trennen Sie dann Stücke ab und führen Sie die Teigstücke durch die Nudelmaschine, um Streifen zu erhalten (Stufe Nr. 4 an der Nudelmaschine).
Schneiden Sie die Streifen mit einem Teigrädchen zu Rauten von etwa 25 cm Länge und 3 cm Breite aus.
Zwicken Sie den Teig mit den Fingern zusammen und verschließen Sie ihn.
Rollen Sie die Streifen auf sich selbst zu Rosen und drücken Sie die „Windmühle“ an einigen Stellen zusammen, damit sie beim Frittieren nicht aufgehen. Seien Sie in diesem Schritt sehr vorsichtig, denn der Teig kann leicht kleben und dadurch die typische Form verlieren.
Legen Sie die geformten Cartellate auf eine bemehlte Arbeitsfläche und decken Sie sie mit einem sauberen, trockenen Tuch ab, lassen Sie sie 8 Stunden trocknen.
Geben Sie reichlich Pflanzenöl in einen hohen Topf und wenn es 170° erreicht hat, machen Sie den Holzstäbchen-Test: Sobald das Stäbchen im Öl zischt, können die Cartellate portionsweise für 1 Minute pro Seite goldbraun frittiert werden.
Nehmen Sie sie heraus und lassen Sie sie auf Küchenpapier abtropfen und trocknen.
Erwärmen Sie den Vincotto in einem kleinen Topf leicht. Tauchen Sie die Cartellate portionsweise hinein, lassen Sie sie von allen Seiten durchtränken und legen Sie sie dann auf eine Servierplatte. Bei Verwendung von Honig verfahren Sie genauso.
Lassen Sie sie ein paar Minuten ruhen und genießen Sie die apulischen Cartellate.
OFEN-VARIANTE
Für eine leichtere Version können Sie die Cartellate im Ofen bei 180° für 20 Minuten backen. Nach dem Backen können Sie sie mit der klassischen Kombination aus Vincotto beträufeln, alternativ in 200 ml im Wasserbad verflüssigten Honig tauchen oder einfach mit Puderzucker bestreuen.

