Babà

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Der BABÀ ist ein wunderbares Dessert der neapolitanischen Tradition, weltberühmt, luftig und zart – perfekt, um ein Festtagsessen zu beenden. Ein so sehr von den Einwohnern Neapels geliebtes Gebäck, dass es Teil ihrer Geschichte geworden ist.
Merkwürdigerweise liegen die Ursprünge des Babà jedoch nicht am Vesuv, sondern auf der anderen Seite Europas, in Polen, wo König Stanislaus im 18. Jahrhundert Süßes liebte, aber kaum Zähne hatte, und sich eine besonders weiche Torte mit alkoholischer Tränke zubereiten ließ. Das Gebäck kam nach Paris, als seine Tochter durch Heirat Königin von Frankreich wurde und von dort aus über französische Köche an den Hof der Bourbonen in Neapel gelangte. Kurz gesagt: ein schöner Roman, so eigenartig wie sein Geschmack.
Das Dessert ist ein perfektes Gleichgewicht aus Weichheit und Geschmack, vor allem dank der Tränke. Ich bevorzuge die Variante mit Rum, es gibt aber auch sehr aromatische Varianten mit Limoncello.
Noch eine kleine Curiosität: Man sagt, der Name stamme von Ali Baba, der Figur aus „Tausendundeine Nacht“, die der König geliebt haben soll. Vielleicht ist es eine Legende, aber ich versichere Ihnen: Beim Essen fühlt man sich wie in einem verzauberten Märchen.

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  • Schwierigkeit: Mittel
  • Kosten: Günstig
  • Ruhezeit: 2 Stunden
  • Vorbereitungszeit: 25 Minuten
  • Kochzeit: 40 Minuten
  • Portionen: 8-10 Personen
  • Kochmethoden: Backofen
  • Küche: Italienisch
  • Saisonalität: Alle Jahreszeiten

Zutaten

  • 300 g Manitoba-Mehl
  • 4 Eier (mittelgroß, gut gekühlt)
  • 20 g Trockenhefe
  • 25 g Zucker
  • 1 Esslöffel Blütenhonig
  • 5 g Salz
  • 100 g Butter (weich, Zimmertemperatur)
  • 500 g Wasser
  • 250 g Zucker
  • 125 g Rum
  • Orangenschale
  • Zitronenschale
  • 200 g Schlagsahne (flüssig)
  • 20 g Puderzucker
  • Obst (nach Belieben)

Für den Babà benötigen Sie

  • 1 Küchenmaschine (Rührgerät)
  • 1 Topf
  • 1 Frischhaltefolie
  • 1 Kelle
  • 1 Form für Babà-Form Ø 24 cm

Zubereitung Babà

Mit diesem Rezept ist die Zubereitung des BABÀ für alle machbar. Wichtig ist jedoch, jeden einzelnen Schritt genau zu befolgen.

  • Nehmen Sie als Erstes die Butter mindestens 1 Stunde vor Beginn aus dem Kühlschrank, sie muss weich sein.

    Geben Sie in die Schüssel der Küchenmaschine mit dem Flachrührer die Eier (achten Sie darauf, dass sie wirklich gut gekühlt sind), den Honig, den Zucker, das Salz und die Trockenhefe. Beginnen Sie, alle Zutaten zu vermischen. Fügen Sie das Mehl nach und nach hinzu und kneten Sie den Teig mindestens 10 Minuten lang bei mittlerer Geschwindigkeit.

    Der Teig ist fertig, wenn sich eine Art feines Netz zu bilden beginnt.

  • Geben Sie die weiche Butter stückchenweise dazu und fügen Sie das nächste Stück erst hinzu, wenn das vorige vollständig eingearbeitet ist.

    Haben Sie die ganze Butter eingearbeitet, kneten Sie den Teig weitere 10 Minuten. Das Endergebnis sollte ein elastischer, glatter und weicher Teig sein.

    Fetten Sie eine Form Ø 24 cm ein, geben Sie den Teig hinein und ziehen Sie die Oberfläche mit eingefetteten Händen glatt.

    Decken Sie mit Frischhaltefolie ab und lassen Sie den Teig im ausgeschalteten Backofen bei eingeschaltetem Licht etwa 1½–2 Stunden gehen. Der Teig sollte bis an den Rand der Form aufgehen.

  • Nach dem Gehen backen Sie den Babà in einem vorgeheizten, statischen Backofen bei 220°C für 10 Minuten; decken Sie dann die Oberfläche mit einem Blatt Backpapier ab (so wird sie nicht zu dunkel) und backen Sie weiter bei 180°C für weitere 30 Minuten. Backen Sie den Babà insgesamt bei 180°C für etwa 25 Minuten.
    Ist er fertig gebacken, nehmen Sie den Babà aus dem Ofen und lassen ihn vollständig in der Form auskühlen. Am besten bereitet man ihn bereits am Vortag zu.

  • Geben Sie Wasser, Zucker und die Schalen der Zitrusfrüchte in einen Topf und erhitzen Sie alles bis knapp unter den Siedepunkt. Entfernen Sie dann die Schalen und lassen Sie die Flüssigkeit etwas abkühlen. Rühren Sie den Rum unter.
    Stellen Sie den Babà auf ein Abkühlgitter über einer großen Schale und beträufeln Sie ihn mit der lauwarmen Tränke.

    Um das Durchtränken zu erleichtern, können Sie mit einem Zahnstocher kleine Löcher in die Oberfläche stechen.

    Ein echter Babà muss gut durchtränkt sein, arbeiten Sie also sorgfältig und ohne Eile.

  • Hat er die ganze Tränke aufgenommen, garnieren Sie ihn mit geschlagener Sahne und nach Belieben mit Obst.

    Servieren Sie ihn in Scheiben und beträufeln Sie jede Portion vor dem Servieren mit etwas zusätzlicher Rum-Tränke.

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cuochinprogress

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