Brioche mit Tuppo und Safran ohne Schmalz und Butter, aber auch Brioche mit Tuppo ohne Ei. Wenn ihr nach dem originalen Rezept der Brioches col Tuppo sucht, muss ich euch enttäuschen: das gibt es nicht. In meinem langen Leben als Sizilianerin, aufgewachsen mit Mandel-Granita und Brioches mit Tuppo, kann ich euch mit Sicherheit sagen, dass ich nie zwei gleiche Brioches gegessen habe: mal waren sie sehr gut, mal weniger, aber nie identisch. Im Laufe der Jahre habe ich jedoch verschiedene Rezepte ausprobiert, und einige davon haben mich nie enttäuscht. Daher möchte ich euch heute eine etwas außergewöhnliche Version der Brioche mit Tuppo und Safran vorstellen: ohne Ei, Schmalz oder Butter, und trotzdem
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- Schwierigkeit: Einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Ruhezeit: 4 Stunden
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Portionen: 9
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten für die Brioche mit Tuppo und Safran
- 500 g Weizenmehl (Type 0)
- 200 ml Milch (lauwarm)
- 85 g Sonnenblumenöl
- 60 g Frischkäse (oder griechischer Joghurt)
- 7 g Trockenhefe (oder 24 g frische Hefe)
- 4 Salz
- 80 g Zucker
- 1 Fläschchen Orangenaroma (oder Orangenschale)
- 1 Päckchen Vanillin-Zucker (oder 1 Teelöffel Vanilleextrakt)
- nach Bedarf Ei (verquirlt für die Glasur)
Utensilien
- Küchenmaschine
- Backofen
- Backform
- Schüssel
Zubereitung
Ich habe den Teig mit einer Küchenmaschine geknetet; genauso könnt ihr eine Küchenmaschine verwenden, und vermutlich ist auch das Kneten von Hand möglich, obwohl ich das noch nicht ausprobiert habe. Gebt alle Zutaten, einschließlich der lauwarmen Milch, in den Behälter der Küchenmaschine. Die Hefe lasst ihr erst ein paar Minuten beiseite und löst sie dann in etwas von der insgesamt verwendeten Milch auf. Startet die Knethälfte: bei meinem Mambo dauert diese 4 Minuten auf Stufe 3. Nach diesem Schritt wartet eine Minute und startet erneut, diesmal mit der aufgelösten Hefe. Am Ende solltet ihr einen gut in sich gespannten Teig erhalten – das gleiche Ergebnis erwartet euch bei der Küchenmaschine oder der Handknetung.
Kippt den Teig auf die Arbeitsfläche und knetet ihn ein paar Minuten kräftig von Hand, indem ihr einige Faltungen macht, dann formt eine Kugel. Legt sie in eine Schüssel, deckt sie ab und stellt sie warm (z. B. im ausgeschalteten Backofen mit eingeschalteter Lampe) zum Gehen, bis sich das Volumen verdoppelt.
Das dauert etwa 2 Stunden.
Nach dem Gehen, nicht vorher,
kehrt den Teig auf die Arbeitsfläche, lasst etwas Luft raus und teilt ihn mit einem Teigschaber in Portionen zu je ca. 80 g und 20 g – jeweils gleich viele große und kleine Stücke.
Formt aus den großen und den kleinen Stücken Kugeln, bedeckt sie mit Frischhaltefolie und lasst sie erneut gehen, bis sie sich wieder verdoppelt haben. Das kann ungefähr 90 Minuten dauern; die Angabe ist aber nur ein Richtwert. Macht ruhig vorher-nachher-Fotos: eine gute Gare ist entscheidend für wunderbar weiche Brioches!
Ist die zweite Gare erreicht, drückt mit angefeuchtetem Finger schnell und entschlossen ein tiefes Loch in die Mitte jeder größeren Kugel (achtet darauf, sie nicht zu entlüften). Formt dann aus den kleinen Kugeln eine Spitze, ohne sie zu entlüften, und setzt diese Spitze in das Loch in der großen Kugel – so entsteht das typische „Tuppo“.
Bestreicht alles mit verquirltem Ei, das ihr mit etwas Milch verrührt habt, und backt bei 170 °C, Ober/Unterhitze, für 20 Minuten.
Nehmt die Brioches aus dem Ofen und lasst sie abkühlen, bevor ihr sie mit Granita oder Eis füllt; wollt ihr sie als Beilage verwenden, könnt ihr sie auch lauwarm genießen.
Sie schmecken auch hervorragend gefüllt mit Haselnusscreme oder ganz pur.
Bewahrt die Brioches luftdicht in einer Tüte auf; so halten sie sich etwa zwei Tage. Alternativ nach dem Abkühlen einfrieren und bei Bedarf auftauen.
Tipps und Hinweise
Wenn ihr von Hand knetet, gebt die Flüssigkeiten nach und nach zu, damit der Teig nicht zu klebrig wird. Nachdem die Flüssigkeiten eingearbeitet sind, gebt den Frischkäse dazu; wenn dieser aufgenommen ist, ergänzt ihr das Ei. Falls der Teig klebrig bleibt, gebt nicht mehr Mehl hinzu, sondern wechselt zwischen 10 Minuten Arbeit und 10 Minuten Ruhe, bis eine gute Spannung entsteht.
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