Toskanischer Castagnaccio – das Rezept der Großmutter. Der Castagnaccio, auch baldino oder pattona genannt, ist ein herbstliches Dessert, schlicht und mit einer besonderen Konsistenz, das aus Kastanienmehl zubereitet wird. Er wird häufig mit Rosinen, Pinienkernen, Walnüssen und Rosmarin verfeinert. Es ist nicht einfach, die genaue Herkunft des original toskanischen Castagnaccio zu bestimmen, da ähnliche Süßspeisen auch in Venetien, im Piemont – wo das berühmte Mont Blanc oder Monte Bianco zubereitet wird – und in der Lombardei vorkommen, was zeigt, dass die Kastanie in diesen Regionen ein sehr verbreitetes und geschätztes Lebensmittel ist. Alle Varianten des Castagnaccio stammen aus bäuerlichen Traditionen, teilen aber die gleiche Grundlage: Wasser, Kastanienmehl und Rosmarin. Es wird angenommen, dass der erste Urheber dieses Rezepts der Toskaner Pilade da Lucca war, doch erst ab dem 19. Jahrhundert brachten die Toskana-Bewohner den Castagnaccio in den Rest Italiens und verfeinerten ihn gleichzeitig mit Rosinen, Pinienkernen und Rosmarin. Jede Familie bewahrt ihr eigenes Castagnaccio-Rezept, und das Rezept meiner Familie, das ich von meiner Großmutter gelernt habe, ist das, über das ich euch jetzt erzähle! Ab in die Küche – aber zuerst erinnere ich euch daran: Wenn ihr über neue Rezepte informiert bleiben wollt, könnt ihr meiner Facebook-Seite und meinem Instagram-Profil folgen. Ach ja: Wenn ihr es ausprobiert, sagt mir Bescheid!
Schau dir auch an:
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Kochmethoden: Ofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Herbst, Herbst, Winter
Zutaten für den toskanischen Castagnaccio
- 500 g Kastanienmehl
- 700 g Wasser
- 100 g Pinienkerne
- 80 g Rosinen
- 100 g Walnusskerne (grob gehackt)
- 50 g extra natives Olivenöl
- 30 g Zucker (optional)
- 1 Zweig Rosmarin (frisch)
- 4 g feines Salz
Werkzeuge
- Backform Ø 32 cm
- Backofen
- Schüssel
- Schneebesen
Schritte zur Zubereitung des Castagnaccio
Für den toskanischen Castagnaccio die Rosinen unter fließendem Wasser abspülen und dann 10 Minuten einweichen, damit sie wieder Feuchtigkeit aufnehmen. Die Pinienkerne leicht in einer Pfanne rösten und beiseitestellen. Das Kastanienmehl in eine Schüssel geben und das Wasser nach und nach zugießen, dabei mit einem Schneebesen so lange rühren, bis eine glatte, homogene Masse ohne Klumpen entstanden ist.
Zucker nur hinzufügen, wenn das Mehl nicht ausreichend süß ist, denn im Originalrezept gehört er nicht hinein. Dann die ausgedrückten Rosinen, die gerösteten Pinienkerne und die grob gehackten Walnusskerne untermischen; zum Schluss einige Rosmarinnadeln zugeben. Denkt daran, einige Walnusskerne, Pinienkerne und Rosinen für die Dekoration beiseitezulegen.
Salz und Öl hinzufügen und gut verrühren. Eine flache, runde Backform (Ø 32 cm) einfetten und den Teig hineingeben, dabei gut glattstreichen. Die Oberfläche des Castagnaccio mit den beiseitegelegten Pinienkernen, Walnüssen und Rosinen sowie einigen weiteren Rosmarinnadeln bestreuen. Im bereits vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze) bei 195 °C etwa 35 Minuten backen oder bis sich auf der Oberfläche eine rissige Kruste gebildet hat und die Trockenfrüchte goldbraun sind. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und genießen.
Aufbewahrungshinweise und Tipps
Den toskanischen Castagnaccio mit einem Tuch abgedeckt bei Zimmertemperatur aufbewahren, höchstens 3–4 Tage. Nicht einfrieren.
Von hier aus kannst du zur STARTSEITE zurückkehren und neue Rezepte entdecken!
Wenn du meine Rezepte nicht verpassen möchtest, folge mir auf:
Pinterest, YouTube, Twitter und TikTok.

